Wirtschaft
1000-Milliarden-Spritze: G-20 haben sich geeinigt
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 02.04.2009 5 Kommentare
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1000 Milliarden Dollar sollen die Staatschefs der 20 Wirtschaftsmächte zusätzlich in das Weltfinanzsystem pumpen. Eine Summe, die «mit ihrer schieren Grösse» überrascht, wie die «Times» schreibt. Britische Medien sind es auch, die diese Informationen aus dem Verhandlungssaal soeben an die Öffentlichkeit getragen haben.
Laut der «Times» werde das Geld in drei Schritten ausgeschüttet. Als erstes sollen 100 Milliarden Dollar in den Welthandel gesteckt werden. 750 Milliarden Dollar sollen dem Internationalen Währungsfonds IWF zukommen, damit er schwächelnde Volkswirtschaften mit Krediten stützen kann. Der Rest des Geldes soll ebenfalls über den IWF eingesetzt werden, um Währungen zu stützen. So sollen die Staaten angeregt werden, ohne Angst vor Inflation zu investieren.
Mit dieser Nachricht aus London zeichnet sich ab, dass die Abschlusserklärung des Weltfinanzgipfels nicht einer Minimal-, sondern eine Maximallösung gleichkommt. Bereits bekannt wurde, dass die Forderung Deutschlands und Frankreichs nach einer internationalen Aufsichtsbehörde über Hedgefonds in die Abschlusserklärung übernommen werden soll. Mit dem angeblich beschlossenen Konjunkturprogramm erhalten also beide Seiten des Atlantiks, was sie wollen: Die USA mit ihrem Verbündeten Grossbritannien setzen Finanzspritzen durch, das alte Europa eine verstärkte Regulierung.
Nach wie vor offen ist, inwieweit sich Deutschland und Frankreich mit ihrer Forderung nach einer expliziten Nennung der Steueroasen durchsetzen. Sie sehen sich China und Grossbritannien gegenüber, die beide eine solche Liste ablehnen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.04.2009, 15:33 Uhr
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5 Kommentare
Ein Gipfeltreffen der Ratlosigkeit, auch wenn grosse Beträge gesprochen wurden. Konkrete Massnahmen, die ein Ende der Krise herbeiführen können sind kaum auszumachen. Eine Aufstockung der Mittel des IMF ist zu begrüssen, doch bleibt abzuwarten wie diese letztendlich eingesetzt werden. Ohne eine tiefgreifende Reform des IMF muss man davon ausgehen, dass auch hier alles beim Alten bleibt. Antworten
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