Wirtschaft

Arbeitslosigkeit: Welche Kantone besonders betroffen sind

Aktualisiert am 06.11.2009

In der Schweiz gibt es 57 Prozent mehr Arbeitslose als vor einem Jahr. Bundesrätin Leuthard hatte heute einen aussergewöhlichen Auftritt und präzisierte, welche Kantone es besonders hart trifft.

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Ihr heutiger Auftritt lässt sich mit dem Erreichen der psychologisch wichtigen 4-Prozent-Marke erklären: Doris Leuthard.

Ihr heutiger Auftritt lässt sich mit dem Erreichen der psychologisch wichtigen 4-Prozent-Marke erklären: Doris Leuthard. (Bild: Keystone)

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Damit dürften weitherum 5 Prozent erreicht werden, bestätigte Bundesrätin Doris Leuthard die Prognose des Staatssekretariats für Wirtschaft. Allerdings seien die Unsicherheiten gross.

Die Nagelprobe dürfte mit dem Auslaufen der staatlichen Konjunkturprogramme im Frühjahr fällig werden, sagte die Volkswirtschaftsministerin am Freitagmorgen vor den Bundeshausmedien in Bern. Dann komme es darauf an, ob Private in die vom Staat hinterlassene Lücke springen. Geschehe das nicht, sei ein weiterer Abschwung absehbar.

Der Anstieg der Oktoberarbeitslosigkeit auf die psychologische Marke von vier Prozent sei moderat ausgefallen. Er sei auf saisonale Effekte vor allem im Gastgewerbe zurückzuführen. Der ansteigende Trend dürfte im nahenden Winter anhalten, da sich zu den konjunkturellen weiterhin saisonale Effekte gesellen, allen voran in der Bauwirtschaft.

Ostschweiz stark betroffen

Auffällig bei den aktuellen Oktoberzahlen ist gemäss Leuthard der Anstieg in der Ostschweiz. Dort schlage die Flaute in der Maschinenindustrie durch. Ebenfalls nach oben ging die Quote in den Uhrenkantonen Neuenburg und Jura.

Mit einer Erholung auf dem Arbeitsmarkt rechnet Leuthard trotz einer gewissen Entspannung bei den Exporten nicht so bald. Die Besserung dürfte erst gegen Ende 2010 eintreten. Zudem seien verstärkt regionale Unterschiede zu erwarten.

Bereits haben fünf Kantone die Marke von 5 Prozent Arbeitslosigkeit überschritten, erklärte Leuthard weiter. Diese Kantone könnten eine Erhöhung der Arbeitslosentaggelder von 400 auf 520 beantragen.

Aussergewöhnlicher Auftritt

Nach wie vor auf dem Magen liegt Leuthard trotz einer gewissen Entspannung die hohe Arbeitslosigkeit bei den jungen Erwachsenen. Die Entspannung kam durch den Beginnn von Ausbildungsgängen zustande. Immerhin begännen bei den Jungen nun die Massnahmen langsam zu greifen. Kleine und mittlere Unternehmen seien für das Problem sensibilisiert und engagierten sich unterdessen stark, erklärte die Bundesrätin.

Dass Leuthard bei der Bekanntgabe der monatlichen Arbeitslosenzahlen vor die Medien tritt, ist aussergewöhnlich. Normalerweise kommentiert Serge Gaillard, der Leiter der Sektion Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), die Zahlen. Leuthards Auftritt lässt sich mit dem Erreichen der psychologisch wichtigen 4-Prozent-Marke erklären. (sam/sda)

Erstellt: 06.11.2009, 11:31 Uhr

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