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Bald gibts Gold aus dem Automaten
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Das Unternehmen TG-Gold-Super-Markt plant, deutschlandweit an Flughäfen und Bahnhöfen insgesamt 500 Automaten zu errichten, aus denen die Kundschaft Gold kaufen kann – von einem Minibarren mit einem Gramm Gewicht bis zu 10-Gramm-Stücken oder Goldmünzen, wie die britische Zeitung «Telegraph» berichtet.
Zugleich erfährt der Kunde, wie der Handel mit Edelmetallen funktioniert: In regelmässigen Abständen aktualisieren die Automaten die Goldpreise – und rechnen für den Service noch einen Aufschlag von rund 30 Prozent zu. Und um Geldwäscherei in grossem Stil zu verhindern, beobachtet eine Kamera am Gerät die Transaktionen.
Erfolgreiche Testläufe in Frankfurt
Die Aufschrift «Gold to go» lockte bei den ersten Versuchsgeräten, die im Flughafen und im Hauptbahnhof der Finanzmetropole Frankfurt am Main standen, gleich Dutzende Käufer an – kein Wunder, denn in Deutschland ist Gold beliebt. Und seit Beginn der Krise wurde ein sprunghafter Anstieg bei der Nachfrage nach dem Edelmetall verzeichnet.
Nun wertet die Firma nach eigenen Angaben aus, welche Produkte bei den Testgeräten am stärksten nachgefragt waren und wie die Anpassung an die aktuellen Goldkurse funktionierte, um die Automaten für den künftigen Einsatz zu optimieren. Insgesamt sollen künftig 500 Geräte in ganz Deutschland den Bürgern das Gold schmackhaft machen.
Anlagestrategie? Besser ohne Automat
Neben dem Geschäft sieht das Unternehmen die Automaten schliesslich auch als Marketingmassnahme für seinen Online-Goldhandel. Der Chef der Firma, Thomas Geissler, räumte gegenüber ARD-Journalisten bereits ein, dass eine Anlage per Automat kaum lohnend sei: Eine Anlage in physisches Gold mache erst ab etwa 250 Gramm Sinn. (raa)
Erstellt: 18.06.2009, 09:16 Uhr
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