Wirtschaft

Bestnote für USA als Schuldner

Aktualisiert am 24.06.2009

Trotz hoher Staatsverschuldung sieht die Ratingagentur Moody's keinen Grund, sich Sorgen um die finanzielle Stabilität der USA zu machen. Das könnte sich aber ändern.

Ein sicherer Wert: Die USA gehen nicht so schnell in die Knie.

Ein sicherer Wert: Die USA gehen nicht so schnell in die Knie.

Die USA besässen weiterhin ein solides «Triple-A»-Rating (die Bestnote), sagte Moody's-Manager Pierre Cailleteau am Dienstag in Tokio. Moody's bewertet den Ausblick für das US-Rating mit stabil, was bedeutet, dass die Agentur in den nächsten 18 Monaten nicht mit einer Änderung der Note rechnet.

Wie es kippen könnte

Cailleteau nannte jedoch drei denkbare Risiken. Die Bestnote sei bedroht, wenn die USA nicht wie geplant ihre hohe Staatsverschuldung abbauen oder sich nicht weiter zu geringen Kosten frisches Geld besorgen könnten. Auch eine Ablösung des Dollar als weltweite Leitwertung würde das Rating belasten, allerdings sei dies sehr unwahrscheinlich.

Vergangene Woche hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) erklärt, die Top-Bonitätsnote der USA sei sicher. Im Mai hatte S&P den Ausblick für die «AAA»-Bonitätsbewertung Grossbritanniens auf «negativ» gesenkt damit am Finanzmarkt Sorgen ausgelöst, ein ähnlicher Schritt drohe auch den USA. Die Renditen der US-Staatsanleihen stiegen daraufhin stark. Ein schlechteres Rating bedeutet, dass mehr Zinsen bei der Aufnahme eines Kredits oder der Ausgabe einer Schuldverschreibung gezahlt werden müssen. (cpm/sda)

Erstellt: 24.06.2009, 09:33 Uhr

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