Wirtschaft

Billigeres Öl und billigere Kleider

Aktualisiert am 06.07.2012 24 Kommentare

In der Schweiz herrschen wieder deflationäre Tendenzen. Während im Juni die Preise im Inland stabil blieben, verbilligte der starke Franken die Importe.


Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Die Preise in der Schweiz sind im Juni weiter gesunken. Deutlich billiger geworden sind Benzin, Diesel und Heizöl. Auch der teilweise Beginn des Sommerausverkaufs bei den Kleidern drückte das Preisniveau nach unten.

Insgesamt sank der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) gegenüber dem Vormonat Mai um 0,3 Prozent auf 99,5 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt. Im Vergleich zum Juni 2011 sind die Preise um 1,1 Prozent geschrumpft. Die Zahlen liegen am unteren Ende der Schätzungen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen haben eine monatliche Index-Veränderung von -0,4 bis 0,0 Prozent und eine Jahresteuerung von - 1,2 bis -0,8 Prozent prognostiziert.

Grund für den Preisrückgang sind die Importgüter aus dem Ausland, die um 1 Prozent billiger wurden. Dagegen sind die Inlandgüter gleich teuer geblieben.

Benzinpreise purzeln

Kleider und Schuhe wurden um 2,8 Prozent billiger als im Vormonat Mai, Erdölprodukte gar um 4,2 Prozent. Freuen konnten sich Hausbesitzer, die ihren leeren Öltank füllen müssen, und Autofahrer: Denn die Preise für Heizöl sanken deutlich um 5,3 Prozent, während Benzin 3,5 Prozent und Diesel 3,3 Prozent billiger wurden.

Für neue Autos sanken die Preise um 1,2 Prozent und waren damit 12,4 Prozent günstiger zu haben als vor einem Jahr, weil viele Autoverkäufer wegen der Franken-Stärke zu Rabatten gezwungen waren. Auch für den Verkehr mussten die Leute im Juni weniger ausgeben (- 1,2 Prozent).

Rotwein teurer geworden

Dagegen verteuerten sich alkoholische Getränke und Tabak um 1 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen höhere Preise für Zigaretten bei. Nach Aktionen im Vormonat zogen die Preise für ausländischen Rotwein ebenfalls wieder an. Dagegen wurde das Bier in den Läden billiger.

Auch für Hausrat und Haushaltsführung musste mehr bezahlt werden (+0,8 Prozent). Das sei primär die Folge von Aktionen im Mai, schreibt das BFS. Insbesondere für Haushaltsgeräte und Wohnzimmermöbel blätterten die Leute mehr hin. Dagegen gab es neue Preisnachlässe für Geschirr und Besteck.

Die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke blieben beinahe konstant (+0,2 Prozent). Weniger bezahlt wurde vorwiegend wegen Aktionen für Salatgemüse, Glacé, Dauerbackwaren oder Süssgtränke. Zum Teil deutlich teurer wurden hingegen Erdbeeren, Trauben, Zucchetti, Kartoffeln oder Wurzelgemüse. (rub/sda)

Erstellt: 06.07.2012, 10:13 Uhr

24

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

24 Kommentare

P. Furrer

06.07.2012, 10:40 Uhr
Melden 58 Empfehlung 0

und wo sind die Krankenkassen Pramien,,, fehlen leider im Landesindex. Kann uns jemand erklären warum. Von wegen keine Teuerung, das ist doch ein Witz, oder ? Antworten


Hans Schmid

06.07.2012, 10:43 Uhr
Melden 57 Empfehlung 0

Es zeigt sich immer deutlicher, dass der aktuelle LIK ein Fehlkonstrukt zu Lasten der Arbeitnehmer ist, weil die grossen Kostenblöcke wie beispielsweise Wohnkosten oder Krankenkassenprämien schlicht und einfach ignoriert werden. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

DAS GELD und ich

Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?