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Bundesländerranking: Der Osten holt auf

Im deutschen Bundesländerranking der wirtschaftlichen Entwicklung rollt der Osten das Feld von hinten auf. Das Siegerland stammt allerdings aus dem Süden.

Bundesländerranking 2010

Bundesländerranking 2010


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Quelle:bundeslanderranking.de

Sie rollen das Feld von hinten auf: Ostdeutsche Bundesländer befinden sich im Aufschwung.


Profitiert vom Handel: Das Bundesland Hamburg belegt den dritten Platz. (Bild: Keystone )

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Die ostdeutschen Bundesländer holen bei der wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr auf. Im am Freitag in Berlin von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und dem Wirtschaftsmagazin «Wirtschaftswoche» vorgestellten «Bundesländerranking» rangieren sie hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Dynamik auf den fünf vorderen Plätzen. Im Bestandesvergleich liegen die östlichen Länder dagegen immer noch hinten.

Beim errechneten Bestands-Index, in dem die Wissenschaftler des Kölner Instituts IW Consult unter anderem die Höhe des Bruttoinlandproduktes, die Arbeitslosenquote und soziale Indikatoren wie den Anteil von Transferleistungsempfängern berücksichtigten, konnte Bayern den ersten Platz verteidigen. Es folgen Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Schlusslicht Berlin

Ganz hinten rangieren trotz ihrer in der Studie festgestellten Aufholjagd Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und als Schlusslicht Berlin.

Im Dynamikvergleich, bei dem die Autoren der Studie wirtschaftliche Kenndaten des vergangenen Jahres mit denen aus 2006 verglichen, führt Brandenburg vor Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Thüringen. Die in ihren wirtschaftlichen Bestandswerten vergleichsweise starken Westländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und das Saarland liegen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung auf den hinteren Plätzen. Schlusslicht im Dynamikvergleich ist der Sieger im Bestandsranking: Baden-Württemberg.

Ostdeutschland bewältigte Krise relativ gut

«Insgesamt zeigt das Bundesländerranking auch, dass Ostdeutschland vergleichsweise besser durch die Turbulenzen der Wirtschaftskrise gekommen ist als vor allem die stark industrialisierten Länder des Westens», sagte der stellvertretende Chefredakteur der «Wirtschaftswoche», Henning Krumrey.

Gute Noten erhielten die ostdeutschen Länder auch hinsichtlich ihrer Haushaltspolitik. In der Rangfolge, bei der die Forscher von «IW Consult» den Schuldenstand pro Einwohner, seine Änderung von 2006 auf 2009 sowie die Personalausgaben der Länder berücksichtigten, führt Mecklenburg-Vorpommern vor Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Die rote Laterne hat Bayern vor dem Saarland, Bremen und Hessen. (mrs/dapd/)

Erstellt: 03.09.2010, 14:59 Uhr

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