Wirtschaft

China sitzt auf 1954 Milliarden Dollar

Die chinesischen Währungsreserven sind trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise weiter gestiegen. Allerdings sorgt sich Peking um sein Erspartes.

Wie die Zentralbank am Samstag mitteilte, wuchs das Devisenvermögen bis Ende März auf 1,954 Billionen Dollar. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings hat sich der Zuwachs im ersten Quartal verlangsamt und betrug nur noch 7,7 Milliarden Dollar. Das sind 146,2 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahreszeitraum.

Nicht nur Dollars

China hat in den vergangenen Jahren dank seines Wirtschaftsbooms und seiner starken Exportleistung die grössten Währungsreserven der Welt angesammelt. Finanzmarktbeobachter schätzen, dass 70 Prozent der chinesischen Devisenreserven in Dollar angelegt sind. Darunter sind auch amerikanische Staatschuldverschreibungen.

Aus Sorge um die Sicherheit ihrer in US-Staatsanleihen angelegten Währungsreserven hatte die chinesische Regierung vor dem Londoner Weltfinanzgipfel öffentlich einen stabilen Dollar gefordert. Als Alternative hatte Peking die Idee einer neuen weltweiten Leitwährung ins Gespräch gebracht und damit die USA als führende Finanzmacht herausgefordert.

Aussenhandel stabilisiert sich

Wegen der Wirtschaftskrise fielen die chinesischen Exporte im März um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es war der fünfte Monat mit einem sinkenden Exportvolumen in Folge. Allerdings war der Rückgang weniger stark als noch im Februar (minus 25,7 Prozent). Die Regierung erklärte am Freitag, der chinesische Aussenhandel zeige «klare Anzeichen einer Besserung». (cpm/ap)

Erstellt: 11.04.2009, 09:41 Uhr

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5 Kommentare

Roger Schmid

12.04.2009, 21:28 Uhr
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@ Francesco De Giorgi: Sie wollen das aktuelle Chinesische Regime aber nicht ernsthaft als kommunistisch bezeichnen, oder? China hat z.z. wohl etwa soviel mit Kommunismus zu tun, wie Dick Cheney mit der internationalen Friedensbewegung.. Antworten


Silvia Müller

11.04.2009, 18:24 Uhr
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Wie Greenspan so schön und übrigens lachend auf die Frage antwortete, was die USA machen würde, wenn China diese Dollars einlösen wollte: "Sollen sie es ruhig versuchen. Erst müssen sie einen finden, der ihnen diese Dollars wieder abnimmt..." Antworten


Orli Pelo

11.04.2009, 11:31 Uhr
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Wenn die Chinesen diese Dollars verkaufen, dann muss unsere Nationalbank aber Dollars kaufen wie verrückt. Antworten


Francesco De Giorgi

11.04.2009, 11:26 Uhr
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Unglaublich, aber wahr. Ausgerechnet die letzten verbleibenden Kommunisten der Welt (abgesehen Nordkorea, Kuba, ... eher unwesentlich) stützen das kapitalistische Amerika. Marx wird sich noch in seinem Grab umdrehen. Antworten


Hugo Müller

11.04.2009, 10:05 Uhr
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juhui, bald kann man big-macs mit stächen essen ;-) Praktisch dass jede grössere amerikanische schon ihr china-town hat, so fällt die umstellung nicht allzu schwer Antworten



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