Wirtschaft
«Das Risiko am Immobilienmarkt hat sich verschärft»
Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 16.06.2011 69 Kommentare
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
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Fazit von Markus Diem Meier
Die Verlautbarungen des SNB-Direktoriums und die nachfolgende Pressekonferenz haben wenig überraschend einmal mehr das Dilemma klar gemacht, in dem sich die Nationalbank befindet: Angesichts der steigenden «Temparaturen» an den Immobilienmärkten wäre dringend eine Zinserhöhung angezeigt, aber angesichts des immer teureren Frankens kann die SNB das nicht wagen, ohne der Exportindustrie und der Schweizer Wirtschaft hart zuzusetzen. Dass der Eurokurs noch während der Pressekonferenz unter 1.20 gefallen ist, hat die Dramatik der Lage versinnbildlicht.
Wohin die Reise im September bei der nächsten Zinsentscheidung geht, bleibt daher offen. Die meisten Beobachter gingen vor der Verlautbarung der SNB von einem Zinsschritt im September aus. Das könnte sich bei einer weiteren Verschärfung an der Währungsfront ändern. Denn ein starker Franken wirkt allein wie eine Zinserhöhung. Ausserdem hat die Notenbank auffällig oft die Abwärtsrisiken für die Konjunktur betont. Anderseits bleiben die Gefahren am Immobilienmarkt, auf die das Direktorium ebenfalls mehrfach hingewiesen hat.
Das dritte grosse Thema war im Zusammenhang mit dem heute publizierten Finanzstabilitätsbericht der Zustand der Banken. Hier hat die SNB einmal mehr grossen Wert auf eine rasche Aufstockung des Eigenkapitals der Grossbanken gelegt. Den immer wieder vorgebrachten Einwänden, das schwäche letztlich die Kreditvergabemöglichkeit dieser Institute und damit die Volkswirtschaft, hielten Philipp Hildebrand und Thomas Jordan entgegen, dagegen würden sowohl bisherige Erfahrungen wie auch wissenschaftliche Untersuchungen sprechen. Hildebrand brachte die Debatte auf den Punkt, in dem er sagte, bei zuwenig Eigenkapital würde die Allgemeinheit für die eingegangenen Risiken geradestehen. Bei ausreichend Eigenkapital wären es die Banken selbst. -
11.44
Die Pressekonferenz ist beendet. Hier folgt gleich ein Fazit.
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11.43
Ein Journalist wirft ein, dass der Euro eben unter 1.20 Franken gefallen sei. Hildbrand betont noch einmal, dass ein höherer Frankenwert mit in die Betrachtungen der SNB eingehe. Dass man dabei aber nicht Entwicklungen von Stunde zu Stunde betrachte.
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11.41
Noch einmal ist die Eurokrise Thema. Hildebrand sagt, dass die weitere Entwicklung für die Schweiz aber auch für die Weltwirtschaft von grosser Bedeutung.
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11.35
Jordan erläutert technische Details von Basel III - vor allem zu den veränderten Risikogewichten von Anlagen.
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11.31
Jordan sagt, dass auch auf internationaler Ebene für systemrelevante Banken striktere Auflagen kommen werden. Am Ende sei dann der Unterschied zu den Anforderungen für die Schweizer Banken weit geringer, als es heute aussehe. Hildebrand führt an, dass die Risiken durch einen Ausfall einer Grossbank für die Schweiz sehr viel grösser sind als in anderen Ländern.
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11.27
Man wolle nie in die Lage kommen, eine Bank selbst führen zu müssen. Man wolle nicht direkt in die Geschäfte der Bank eingreifen. Es gehe nur darum, die Anreize richtig zu setzen. Dieser Grundphilosophie folgt die Forderung nach höherem Eigenkapital. Nach Hildebrand sagt Jordan auch, man habe nichts dagegen, wenn Banken Risiken übernehmen, aber sie müssten die Risiken selbst auch tragen können.
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11.24
Philipp Hildebrand sagt, dass er immer wieder erstaunt sei, dass man immer wieder diese Argumente hören - die höheren Eigenkapitalpuffer seien volkswirtschaftlich schädlich - die klar und belegbar falsch seien.
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11.23
Gefragt wird, ob denn die höheren Kapitalanforderungen nicht am Ende zu weniger Krediten und einem kleineren Wachstum führen würde. Jordan sagt, dagegen würden sowohl intensive wissenschaftliche Untersuchen sprechen, wie auch die bisherigen Erfahren. Den Punkt unterstützt auch Philipp Hildebrand. Er sagt, es gehe nur darum, wer am Ende das Risiko tragen müssen. Bei einem höheren Eigenkapital müsse es die Bank selbst tragen, bei weniger Eigenkapital tragen es die Steuerzahler. Deshalb müssen die Eigenmittel der Banken erhöht werden.
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11.17
Jordan nimmt auf die Frage über die Chancen der Coco-Bonds Stellung. Die SNB habe keine Zweifel, dass sich dieser Markt entwickeln wird und es gebe dafür auch schon ausreichend Hinweise.
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11.15
Wieder wird die Übertragung unterbrochen.
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11.14
Hildebrand betont auf eine Frage, dass die SNB alles tun wird, um den gesetzlichen Auftrag einzuhalten, das heisst die Preisstabilität zu gewährleisten.
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11.12
Ein Journalist fragt, ob die SNB in der Eurokrise einen Einbezug von privaten Gläubigern befürworten würde. Thomas Jordan weicht aus und sagt, dass sei Sache der Europäer. Für die SNB sei es aber sehr wichtig, dass eine Lösung gefunden werde, die nicht zu einer Gefahr für die Finanzmärkte werden. Unbedachte Schritte könnten durchaus zu einer Lage wie nach dem Konkurs von Lehman Brothers führen.
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11.08
Hildebrand erläutert auf eine Frage, woran sich denn die Geldpolitik orientiere: Das sei das externe Umfeld - die Konjunkturlage weltweit, die Binnennachfrage und als drittes auch der Wechselkurs.
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11.06
Auf die Frage, ob denn die Banken zu wenig rasch ihr Eigenkapital aufbauen, antwortet Thomas Jordan. Er unterscheidet zwischen der Anforderung von Basel III, wonach die Kapitalziele bis 2019 erreicht werden müssen und der Lage auf den Märkten, die rasch eine Stärkung der Verlustabsorbierungskapazität erfordert.
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11.03
Schaut man aber nach vorne, sind Gründe zur Sorge angezeigt. Auf längere Zeit könne man nicht Margen herunterfahren oder sogar Verluste in Kauf nehmen. Wir schauen mit Sorge in die Zukunfte. Das ist ein Grund, weshalb die Risiken für die Schweiz und vor allem für die Exportwirtschaft nach unten gerichtet.
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11.01
Gefragt wird nach der Empfindlichkeit der Exportwirtschaft auf die Frankenstärke. Hildebrand antwortet. Bisher sehe es aus Zahlen und Umfragen so aus, dass die Exportvolumen trotz der historischen Aufwertung auf Höchststände wiederstandsfähig waren. Das ist erfreulich. Aus den Umfragen wird klar, dass dies auf Kosten der Margen und damit der Profitabilität geht. Zum Teil verzichten sie sogar auf Margen, um den Marktanteil zu halten.
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10.54
Thomas Jordan sagt, dass sich das Risiko am Immobilienmarkt leicht verschärft habe. Das Hypothekarwachstum steigt weiter stärker als das Bruttoinlandprodukt.
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10.52
Die Übertragung ist unterbrochen.
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10.52
Hildebrand sagt, dass die Kombination einer Immobilienkrise mit einer Finanzkrise für eine Volkswirtschaft extrem schädlich sei. Das Privileg der Schweiz sei gewesen, dass wir hier nur die Finanzkrise gesehen haben - womit er auf den Fall UBS anspielt.
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10.50
Hildebrand sagt, die Geldpolitik sei sehr straff für die Exportwirtschaft (über den hohen Frankenwert) und sehr expansiv für den Immobilienmarkt. Das sei ein Dilemma für die Notenbank. Daher, sagt dann Thomas Jordan, brauche es auch makroprudenzielle Instrumente.
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10.45
Die Risiken hätten im Vergleich zum letzten Quartal ausserdem zugenommen: Ein Grund sei die Verschlechterung der Lage in Europa und die verschärfte Wachstumsschwäche in den USA.
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10.44
Die Fragerunde hat begonnen. Auf eine Journalistenfrage erklärt Philipp Hildebrand nochmals den Entscheid für die Zurückhaltung bei den Zinsen. Dafür sei die Aufwertung des Frankens verantwortlich, die zu einer Straffung der monetären Bedingungen geführt habe.
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10.43
Doch damit sei dennoch das Risiko in der SNB-Bilanz gestiegen und hohe Verluste seien schon die Folge gewesen. Aus geldpolitischen Gründen können die Devisenreserven auch nicht abgesichert werden. Eine Diversifikation sei die einzige Möglichkeit. Ausserdem setze man bei Anlagen auf höchste Ratings.
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10.42
Danthine spricht zu den Devisenreserven: Deren Anstieg sei eine Folge der geldpolitischen Massnahmen gewesen und nicht Folge eines anlagepolitischen Ziels.
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10.39
Immerhin habe sich die Lage am Franken-Geldmarkt im letzten Jahr beruhigt und seit Jahresbeginn sehr entspannt. Da die Banken noch immer ein Mehrfaches der Mindestanforderungen an Giroguthaben bei der SNB halten befinden sich die Zinsen am Franken-Geldmarkt nahe bei Null.
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10.38
Die Folgelasten der Wirtschafts- und Finanzkrise seien weiterhin sehr bedeutend.
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10.36
Die Schwäche des Dollars sei Ausdruck für die anhaltende Schwäche der US-Wirtschaft sowie belastenden Perspektiven im Zusammenhang mit der Verschuldung der USA.
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10.35
Wegen der Schwäche des Dollars hat auch hier der Franken ein historisches Hoch gegenüber dieser Währung erreicht.
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10.35
Die Schuldenkrise in Europa sei nicht ausgestanden und hat sich sogar noch verschärft. Das sei auch der Grund für die neuen Höchstwerte des Frankens gegenüber dem Euro.
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10.33
Die Entwicklung an den internationalen Anleihen-, Aktien und Devisenmärkten sein nach wie vor von grosser Volatilität geprägt.
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10.31
Präsidiumsmitglied Jean-Pierre Danthine hat übernommen. Er geht auf die Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten und die Lage auf dem Franken-Geldmarkt ein.
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10.31
Jordan betont, dass der SNB sogenannte «makroprudentielle Instrumente» fehlen würden, um die Risiken direkt anzugehen.
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10.29
Es bestehe eine grosse Unsicherheit über die von den Banken eingegangenen Risiken im Immobilienbereich. Die SNB verschafft sich hier durch eine vertiefte Umfrage bei den Banken.
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10.27
In den Segmenten Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern gibt es Anzeichen für eine Überhitzung.
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10.26
Jordan spricht zu den Inlandbanken: Die Zinsänderungsrisiken zeigen sich vor allem bei den Kantonalbanken und den Raiffeisenbanken.
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10.24
Im internationalen Vergleich seien die Kapitaldecken der Grossbanken noch immer dünn. Berücksichtige man nur das jederzeit verlustabsorbierende Kapital, liege die durchschnittliche Eigenkapitalquote bei den beiden Grossbanken unter 2 Prozent der Bilanzsumme.
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10.19
Im Verhältnis zum Eigenkapital seien beide Grossbanken einem erheblichen Kredit- und Marktrisiko ausgesetzt. Die Kreditqualität habe sich zwar leicht verbessert, aber im historischen Vergleich würde sie - besonders in den USA und in Europa - noch immer auf einem tiefen Niveau liegen.
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10.18
Jordan betont noch einmal, dass daher eine weitere Stärkung des Eigenkapitals unerlässlich sei.
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10.18
Vor allem für die Grossbanken bleibe eine weitere Verschlechterung in der kurzen Frist möglich.
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10.16
Für die Schweizer Banken hat sich das Umfeld im letzten Jahr weiter verbessert. Sowohl die Gewinn- wie die Kapitalsituation bei den Grossbanken hat sich weiter verbessert, bei den kleineren ist sie gut geblieben.
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10.15
Thomas Jordan übernimmt das Wort. Er stellt die Schlussfolgerungen aus dem Stabilitätsbericht vor.
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10.14
Im April seien die Hypothekarkredite um 4,7 Prozent gewachsen.
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10.13
Angesichts von potenziellen Risiken für die Banken durch mögliche Übertreibungen im Immobiliensektor, beobachte die SNB die Lage dort weiterhin sehr genau.
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10.12
Die Stärke des Frankens habe historische Höchststände erreicht. Die SNB betrachte die Wechselkursentwicklung mit Sorge. Ihre Prognosen würden davon ausgehen, dass sich hier eine Beruhigung einstelle. Bliebe die Lage aber so, sei eine Neubeurteilung nötig.
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10.10
Die SNB geht von einem BIP-Wachstum von 2 Prozent in diesem Jahr aus. Die Arbeitsnachfrage dürfte weiter ansteigen.
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10.09
Exportorientierte Unternehmen seien wegen dem teuren Franken einem starken Margendruck ausgesetzt. Noch würde aber die Nachfrage aus dem Ausland eine gute Auslastung der Unternehmen gewährleisten.
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10.06
Die Hauptrisiken für die Schweiz seien nach wie vor die Auswirkungen der Frankenstärke und eine mögliche Überhitzung im Immobiliensektor.
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10.05
Präsident Philipp Hildebrand erläutert den Entscheid, die Zinsen zu belassen. Er sagt, für die Konjunktur würden die Abwärtsrisiken weiterhin überwiegen. Für 2011 erwartet die SNB eine durchschnittliche Teuerung von 0,9 Prozent und auch im nächsten Jahr nur von 1 Prozent.
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10.05
Die Pressekonferenz hat begonnen.
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Ausgangslage
Die Zinsen in der Schweiz bleiben weiter tief. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) führt die expansive Geldpolitik angesichts der Frankenstärke weiter und belässt den Dreimonats-Libor unverändert bei 0,25 Prozent, wie die SNB am Donnerstag in ihrer quartalsweisen geldpolitischen Lagebeurteilung mitteilte.
Das Zielband für den Dreimonats-Libor liege weiterhin bei 0 Prozent bis 0,75 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet die SNB mit einem realen Wirtschaftswachstum von rund 2 Prozent und einer Inflation von 0,9 Prozent. Für 2012 prognostiziert die SNB eine Inflation von 1,0 Prozent und 2013 von 1,7 Prozent. (SDA)
Erstellt: 16.06.2011, 09:57 Uhr
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69 Kommentare
SNB, Vernichterin von Volksvermögen: Früher hortete sie Gold. Auf Druck des Auslands verramschte sie 50% davon. Hierfür musste man die Bundesverfassung ändern (der SFr. war goldgedeckt). Nachdem Gold 6 Mal unter dem heutigen Wert verscherbelt war, kaufte der geniale Hildebrand auf Druck der USA/EU Ramschwährungen (USD, Euro). Verlust 30 Milliarden, Tendenz steigend. Das schultert der Steuerzahler! Antworten
Es ist geschickt, wie die SNB von ihren eigenen Problemen (überfordertes Krisen-Management, milliardenteure EURO-Fehlspekulation und Anheizen der Immobilienblase durch künstlich tiefe Zinssätze) ablenkt, indem sie laufend auf die Schweizer Geschäftsbanken einhackt, welche letztlich eine wesentliche höhere Wertschöpfung für die Schweiz erbringen, als es die Nationalbank tut. Antworten
Wirtschaft
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