Wirtschaft
Das ist die ominöse Liste
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 03.04.2009 38 Kommentare
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«Anschliessend an das Gipfeltreffen der G-20 und ihre Abschlusserklärung hat das OECD-Sekretariat einen detaillierten Bericht zur Verfügung gestellt», schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. Der Inhalt des Berichts: «Der Fortschritt der Finanzzentren weltweit bezüglich der Umsetzung des internationalen Standards zum Informationsaustausch in Steuerfragen.»
Das ist sie, die berühmte Liste der OECD, und sie nennt Namen. In vier Kategorien werden die Staaten aufgeteilt: Rechtssysteme, die die OECD-Standards vollständig umgesetzt haben; Steueroasen, die sich zu ihnen bekannt, sie aber noch nicht umgesetzt haben (die ursprüngliche «schwarze Liste»); andere Finanzzentren, die sich zu ihnen bekannt, sie aber noch nicht umgesetzt haben («graue Liste») sowie jene Rechtssysteme, die den Standard nicht anerkennen.
«Gibt keinen Grund, zu zweifeln»
Die Schweiz ist zusammen mit sieben anderen Ländern – unter anderen Österreich, Luxemburg, Belgien und Singapur – auf der grauen Liste aufgeführt. In einer Fussnote wird ausserdem erwähnt, dass sie bereits Kontakt mit Partnerstaaten aufgenommen habe, um neue Abkommen zum Informationsaustausch auszuhandeln.
Der Schweiz wird mit dem Erscheinen auf der Liste offiziell keine Frist gesetzt. Falls sie die versprochenen Abkommen nicht umsetzt, liegt es an den G-20, Sanktionen zu ergreifen, wie OECD-Sprecher Matthias Rumpf sagt. «Wir haben lediglich die Fakten geliefert.» Die Schweiz habe aber zugesagt, dass sie zügig verhandeln wolle, und es gebe «keinen Grund, daran zu zweifeln».
Die Transparenz des Finanzsystems erhöhen
Die OECD veröffentlichte gleichzeitig mit der Liste auch eine Stellungnahme zur Abschlusserklärung von London. Generalsekretär Angel Gurria sagte, die Organisation begrüsse das Ergebnis des Gipfels. «Die letzten Entwicklungen haben die Bedeutung des OECD-Standards als internationalen Massstab bekräftigt», so Gurria. «Wir haben ehrgeizige Pläne, und wir sind fest entschlossen, sie umzusetzen.» Er sei optimistisch, dass aus den Bekenntnissen auch Handlungen folgen, die die Transparenz des Finanzsystems erhöhen.
Die Rolle der OECD wird dabei vor allem sein, die Umsetzung der Standards zu beobachten und zu dokumentieren. Sie bietet auch ihre Hilfe bei der Umsetzung der Standards zum Informationsaustausch an. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.04.2009, 11:27 Uhr
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38 Kommentare
Wettbewerb ist nicht gefragt. Jeder will den 1. Platz. Der gehört der OECD. Peitschen-Peer und Bobby-Brown sind scharf drauf. Das ist Sesselfurzerdiplomatie. Vergessen wir bitte nicht, dass sie zur Krise beigetragen haben. Und Sarkozy? Er wäre besser daran, sich auf sein Land zu konzentrieren. Viel Blabla und das Volk leidet. Global revolution! Regierungen, Ihr werdet eures blaues Wunder erleben. Antworten
Endlich sind wir Schweizer international jemand! Ich freue mich! Noch lieber sähe ich die Schweiz allerdings auf der Schwarzen Liste, zwischen den zahlreichen schmucken Inseln und Feriendestinationen. Kann unser nationales Tourismusbüro da nicht noch etwas drehen? Antworten
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