Wirtschaft
Der Dämon von 2008 kehrt zurück
Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 05.10.2011 92 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- EU-Finanzminister diskutieren über den Schuldenschnitt
- Finanzminister: Griechenland muss Staatspleite verhindern
- Mit jedem Tag wächst die Angst
- Das Endspiel
- Talfahrt setzt Pensionskassen zu
- US-Notenbank hält sich alle Türen für weitere Interventionen offen
- Bundesrat vertröstet auf die nächste Woche
Korrektur-Hinweis
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Genau drei Jahre ist es her, seit die weltweite Finanzkrise ihren Höhepunkt erreicht hat. Doch was sich dieser Tage an den Finanz- und Kapitalmärkten abspielt, gleicht immer stärker dem Drehbuch jenes dramatischen Herbsts. Nur, dass diesmal das Epizentrum des finanziellen Bebens nicht in den USA liegt, sondern in Europa. Angesichts der engen Verwobenheit der westlichen Kapitalmärkte bleibt aber auch diesmal die ganze Weltwirtschaft bedroht.
Die Ähnlichkeiten haben sich schon beim Vorspiel gezeigt. Die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken untereinander und auf den Kapitalmärkten haben sich immer mehr verschlechtert. Geldmarktfonds und selbst grosse Unternehmen wie Siemens oder Lloyd's ziehen ihre Gelder von den Konten europäischer Banken ab. Die Prämien für die Kreditausfallversicherungen der Finanzinstitute sind förmlich explodiert. Sie sind heute für europäische Institute höher als nach dem Kollaps von Lehman Brothers im Herbst 2008. Die Aktienkurse der Banken sind weltweit deutlich eingebrochen – nur kurzzeitig unterbrochen durch hoffnungsgetriebene Korrekturen. Und selbst die Zentralbanken haben schon mit koordinierten Rettungsaktionen eingegriffen, um die Versorgung der Banken mit Dollar sicherzustellen – weil vor allem aus den USA die Geldströme zu versiegen drohen. Die Europäische Zentralbank stützt die Banken ebenfalls mit aussergewöhnlichen Massnahmen.
Wieder müssen Banken gerettet werden
Doch seit dem drohenden Zusammenbruch der belgisch-französischen Grossbank Dexia ist die Krise in die heisse Phase geraten. Auch hier sind die Parallelen mit 2008 erschreckend. Wiederum müssen die Steuerzahler einspringen, um den Zusammenbruch des Instituts zu verhindern, wiederum wird debattiert, die gefährlichsten Anlagen in eine Bad Bank auszulagern. Nur diesmal sind diese gefährlichen Anlagen keine komplex verbrieften Hypotheken mit hohen Ratings, die an faktisch zahlungsunfähige Bürger vergeben wurden. Diesmal sind es Staatsanleihen von Eurostaaten, die aber ebenfalls bis vor kurzem noch als weitgehend risikolos beurteilt wurden. Vor der US-Finanzkrise, wie auch vor der Eurokrise, mussten die Banken die nachmalig hochriskanten Anlagen kaum mit Eigenkapital absichern. Denn die Erfordernisse für Kapitalpuffer richten sich an risikogewichteten Anlagen aus. Doch damals wie heute wurden die Risiken falsch eingeschätzt. Dennoch halten selbst die geplanten schärferen Kapitalvorschriften an der Risikogewichtung fest.
Erschreckend ähnlich wie damals ist auch die Reaktion der Politik. In beiden Fällen haben die Politiker lange das wahre Ausmass der Risiken kleingeredet und unterschätzt. 2008 hat die US-Regierung noch im Sommer 2008 erklärt, man habe alles im Griff. Nur um kurze Zeit später Hals über Kopf gleich das ganze Finanzsystem stützen zu müssen. Europa befolgt auch hier das Drehbuch. Seit bald zwei Jahren haben die Politiker die Risiken der sich stetig verschärfenden Lage ignoriert. Verärgert haben sie noch vor wenigen Tagen Warnungen aus den mittlerweile krisenerfahrenen USA und selbst des Internationalen Währungsfonds unter der Leitung von Christine Lagarde – der Ex-Kollegin der Euro-Finanzminister – zurückgewiesen. Beide haben die Europäer dringend aufgefordert, Massnahmen zur Sicherung des Banksystems einzuleiten, bevor dieses im hochansteckenden Teufelskreis mit Kapitalrückzügen, Notverkäufen von Anlagen zu Spottpreisen und letztlich Zusammenbrüchen ganzer Institute endet. Die Europäer dagegen haben auf ihre Stresstests verwiesen, nach denen fast alles in bester Ordnung sein müsste.
Heute sind auch die Retter gefährdet
Wie die internationale Finanzpresse vermeldet, vollziehen die Politiker jetzt in Panik eine scharfe Kehrtwende und planen genau das, was die Amerikaner vor drei Jahren getan haben. Gemäss den Berichten sind die Eurofinanzminister jetzt daran, aus den Staatsbudgets der jeweiligen Länder Rettungspakete für die Banken zu schnüren, um das Kapital ihrer Banken zu stärken. «Die Kapitalpositionen der Banken müssen verstärkt werden, um zusätzliche Sicherheitsmargen aufzubauen und die Unsicherheit zu reduzieren», erklärte laut der «Financial Times» Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble seinerseits verwies darauf, dass man die Massnahmen von 2008 wieder reaktivieren könnte. Ursprünglich hätte das eine Aufgabe für den Rettungsschirm European Financial Stability Facility (EFSF) sein sollen. Doch bis dieser solche Eingriffe überhaupt vornehmen darf, müssen erst alle Parlamente der Euroländer den erweiterten Möglichkeiten für den Fonds zustimmen. Ausserdem ist er für die neuen Aufgaben trotz der verfügbaren Summe von 440 Milliarden viel zu knapp dotiert – immerhin soll er nicht nur die Banken, sondern auch grosse Länder wie Italien und Spanien stützen. Daher versuchen die Europolitiker bereits, den Fonds durch «Financial Engineering» so zu hebeln, dass er über eine finanzielle Feuerkraft verfügt, die dem Vielfachen seiner Summe entspricht. Auch das ist eine Parallele zur Finanzkrise von 2008. Nur dass die europäischen Politiker diesmal genau das zur Lösung versuchen, was in den USA die Katastrophe verschlimmert hat: Die Kreation von Finanzprodukten mit Risiken, die einem Vielfachen des angeschriebenen Risikos entsprechen. Doch selbst für solche Pläne reicht mittlerweile offenbar die Zeit nicht mehr. Deshalb bleibt der Griff in die Staatsschatulle der einzige Notausgang.
Doch genau hier besteht der grösste Unterschied zur Krise von 2008. In dieser Schatulle klafft ein gähnendes Loch. Die Retter sind heute selber gefährdet. Die Staaten sind nicht nur deutlich höher verschuldet als 2008, sie kommen auch nicht wie damals aus einer Zeit des wirtschaftlichen Booms, und die konjunkturellen Aussichten haben sich bereits eingetrübt. Dazu kommt, dass die Bereitschaft der Bevölkerungen zu weiteren Bankenrettungen noch weit geringer sein dürfte als 2008. Und eine koordinierte Politik, wie es sie in der letzten Krise noch gegeben hat, fehlt heute komplett. Anders als in den USA fehlen für eine solche Politik in Europa nicht nur die wirtschaftspolitischen Institutionen, die in der Lage wären, schnell und entschieden durchzugreifen, es fehlt allein schon an der Einigkeit und Entschlossenheit, dies zu tun.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.10.2011, 13:23 Uhr
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92 Kommentare
Wenns"jeder"merkt, dass Bilanzen heute "Nichts" mehr Wert?sind, dass fliegt eben das auf "Wachstum" beruhendeFiat-Money-SCHNEEBALLSYSTEM auf. Es sind schon so viele Forderungen(ungleich Geld)in Umlauf für die Zukunft, dass es jerdermann einleuchten sollte, Pension+ade..Im Moment passiert Insolvenzverschleppung in Hoffnung auf Inflationsenteignung.Looser=Mittelstand!Auch ich bin 99% -occupy wallstr Antworten
Zitat von Ludwig von Mises.
„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“
Fazit: Wir sind gerade in der finalen Katastrophe des Finanz- und Währungssystems!!!
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Die halben Staaten der Eurozone sind schon pleite, fallen als Retter ihrer Banken aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass noch im Oktober alles zusammenbricht ist bei über 50%. Es kann jeden Tag passieren und es wird schnell gehen.
Leser, macht letzte Vorbereitungen: Konten abräumen, Rechnungen bezahlen, Vorräte einlagern, Gold-Silber kaufen, Kredite zurückzahlen!
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@Nadine Binsberger 23:41 h
Lösung: Sich für zinsloses regionales Geld (Regiogeld) einsetzten. Im Hochmittelalter haben die Menschen nur 6 Std. pro Tag + ohne Maschinen gearbeitet, 1 Aehre hatte nur 3 Körner. Die Städte/Regionen haben selber Geld herausgegeben und die Menschen haben sich nicht verschuldet! Befreit euch vom Zinssklaventum!
Mein Erspartes habe ich in physische Edelmetalle gerettet!
@Moser 23:35: Gold-Silber kaufen? Was nützt mir das, wenn die Zivilgesellschaft demontiert ist? Jetzt investieren! Und zwar in Genossenschaften für Nahrung, Kleidung, Obdach, Energie, Kommunikation, Transport, Bildung, Pflege, etc. Die ökonomische Vereinzelung muss gestoppt und Gemeingüterwirtschaft gepflegt werden - und zwar demokratisch, möglichst direktdemokratisch! Ökonomische Gemeinden!
Einspruch! Je grösser die "Krise" wird, desto näher ist das Happy End. Dieses Finanzsystem hat in der Vergangenheit die Leistungen aller realwirtschaftlichen Akteure geschluckt und aus dem produktiven Kreislauf herausgenommen. Durch das Ende dieses Finanzsystems entsteht die Chance, dass die Realwirtschaft wieder dem Gemeinwohl dient, statt dem privaten Profit einer kleinen hyperreichen Minderheit Antworten
Wir erleben eine klassische Kollektivneurose. Die Panik der Märkte ist absolut unverständlich und einzig von kurzfristigen und kurzsichtigen Anreizsystemen gesteuert. Wenn wir wieder lernen würden, zur Gemeinschaft zu werden, könnten wir der Panik der Vereinzelung entgehen. WIR werden überleben, WIR werden einander helfen, WIR werden stark sein... Antworten
@Kamm 20:49: Wissen Sie, Jungo ist interessiert an einem hohen Preis der Edelmetalle. Durch ihre veröffentlichten Anpreisungen werden Edelmetalle begehrter und somit teurer. Sie wird die erste sein, die auf einem hohen Preisniveau Edelmetalle VERkauft. Das ist so wie bei den Banken, die ihren Kunden vorneherum diejenigen Papiere empfehlen, gegen die sie hintenherum selber wetten.
Also, wenn dann alle auf dem Schwarzmarkt mit ihren Goldbarren ankommen, wird's auch nicht so einfach. Und stürzt dann die Unze nicht sowieso in ein tiefes Loch? Zusätzlich noch die gegenseitige Klauerei, wenn "das Volk" schwerbeladen anschwankt. Mit wie vielen Barren und Metalle muss denn so gerechnet werden, um durch die Runde zu kommen?
Hauptsache die Reichen und die Bonzen habens gut. Schuld daran sollen also Politiker sein? Wer hätte gedacht, dass diese Kultur der Kuzsicht und des schnellen Gewinnes ohne wirklich was für die Welt zu machen, dazu beitragen könnte, dass wir nun wirklich im Schlamassel stecken. Politiker sollen schuld sein? Wieder mal zu kurzsichtig. Antworten
@Lehmann 19:57: Die ursprünglichen Problem-Ursachen liegen tatsächlich nicht ganz bei den Politikern. Aber ohne den blinden Gehorsam der Politiker gegenüber dem wachstumsorientierten Kapitalrendite-System wäre diese Krise längst überwunden. Dann hätten wir nämlich eines von vielen alternativen Wirtschaftsformen, die zu entwickeln, zu evaluieren und umzusetzen wären.
In meinen Augen sollte wirklich mal unser Zins- und Zinseszins System unter die Lupe genommen werden. Ich bin weder Finanz, noch Mathematik Experte. Aber es ist doch nur logisch, dass diese Exponentialfunktion irgendwann "aus dem Ufer läuft", laufen muss.
Mein Tipp: Spielt mal mit einem Zinseszins Rechner im Web rum, schaut welche Summen sich da anhäufen und überlegt wer das erarbeiten soll...
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Dem kann ich nur beipflichten! Das Problem ist nur, dass eine Abkehr vom Zinseszins-Geschäft eine radikale gesellschaftliche Änderung bedeutet. Leider ist es jetzt reichlich spät, sich in der heissen Phase der Krise erst langsam mit einem neuen Gesellschaftsmodell zu beschäftigen. Da haben alle vor 20 Jahren geschlafen. Noch ist es nicht zu spät. Aber jetzt Vollgas bitte mit neuen Ideen!
@Meier: Bravo! Endlich mal einer der es schnallt. Ein System mit Zinseszinsen MUSS irgendwann kollabieren, dies ist mathematisch nachvollziehbar. Die Frage ist nur wann.
@Zbinden 18:19: Richtig! Es ist absolut nicht nachzuvollziehen, weshalb die Staaten in Europa und anderswo wertvolle allgemeine Mittel (Steuern) zur Rettung von völlig überzahlten virtuellen und eigentlich nutzlosen Finanzstrukturen ausgegeben haben.
@Strate 18:19: Selbstverständlich kommen wir da noch heile raus. Denn sehr bald haben die Politiker schlicht nicht mehr die Mittel um das zu tun, was die Banken wollen. Dann müssen sie sich definitiv nach dem richten, was die Zivilgesellschaft braucht.
@Lehmann 16:36: Theoretisch ja. Aber in der Praxis sind schnell alle "Retter" und "Zu-Rettenden" identisch und mittellos. Dann kann man sich endlich wieder mal seriös überlegen, was eigentlich der ganze Sinn von Wirtschaft eigentlich wäre und sich etwas nützliches überlegen, wie das organisiert werden soll, so dass es mal funktioniert.
Man sollte sicherlich nicht nur die Banken verurteilen, sondern vor allem die Politiker, die es den Banken ermöglicht haben zu dem zu werden, was sie heute sind. So war es der ehemalige Chef der FED und ein ehemaliger US Präsident, die dafür plädiert haben alle US Bürger sollten eine Immobilie besitzen ohne auch nur einen Cent Eigenkapital zu haben, was vor allem zu der Lehmann Katastrophe führte. Antworten
@Harmsen: Tja, wenn Sie nur Recht hätten... Tatsache ist aber, dass diese "Krise" (ich meine: "Bereinigung"), die wir jetzt (endlich) erleben, bereits damals eingetreten wäre, wenn diese Hypothekengeschichte nicht gestartet worden wäre. Sie hat das aktuelle unmögliche System nicht kaputtgemacht, sondern künstlich bis heute verlängert - zum Profit einiger Privater.
Schon vor 20 Jahren haben Experten prophezeit, dass Europa das Armenhaus der Welt werde. Auch damals wollte keiner Hinhören - der Wohlstand hat alles vernebelt, das Leben auf Pump war zu verlockend!
Die heutigen Politiker verstehen das Drama selbst nicht mehr und Ihr Eingreifen dient nur dazu die nächsten Wahlen zu überstehen. Keiner Wagt auszusprechen, was bereits Tatsache ist. Wir sind Pleite!
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Eigentlich waren die Finanzhilfen nicht gedacht fürs Weitermachen, sondern, dass Geld da ist bei der Veränderung. Wenige haben das begriffen, nur nutzt das jetzt nicht viel. Wir sind in einem Übergang. Die alten Formen der Wirtschaft haben langsam ausgedient. Also muss das Geld nicht weiterhin dort rein gepumpt werden. Es sollte für neues und die Arbeitslosen verwendet werden. Keine Jets in CH! Antworten
Nach rund 3 Beiträgen sind wir schon wir beim 1A Sündenbock Banken angelagt. Wenn die Sachlage so einfach wäre, dass man immer nur den Banken die Schuld zuschieben könnte. Nun hört doch endlich mal auf die Banken für alles und jedes verantwortlich zu machen. Tausende von Bankangestellten machen täglich einen guten Job, vielen Dank dafür an alle Bankangestellten macht weiter so! Antworten
@Winter 15:28: Die Piraten in Somalia leisten auch Top-Arbeit: flink, effizient, geschickt, mit viel Know-How dahinter, risikofreudig und doch auf Sicherheit bedacht - ich bin dagegen, dass man sie schlecht macht. Sie ernähren ganze Stadtbevölkerungen und ermöglichen lokale Wirtschaftskreisläufe. Alle Achtung!
@Winter: Die Banken in Kombination mit ungedecktem Papiergeld sind in der Tat eine ganz zentrale Ursache der gegenwärtigen Probleme, ob Sie es nun wahrhaben wollen oder nicht.
Wer sehen will, was für einen "guten Job" die Bankangestellten machen, soll auf youtube nach "Die Bank gewinnt immer" suchen. Ist zwar aus Deutschland, aber ich habe nicht den Eindruck, dass es hierzulande ehrlicher zugeht.
@K. Winter: Ihre Loyalität zu Banken (Ihr Arbeitgeber?) ist ... interessant. Wenn ein Kleinbetrieb mit dem Argument "wir machen gute Arbeit" von einer dieser Banken Kredit will, fliegt er hochkant hinaus. Merken Sie's jetzt? "Gute Arbeit" leisten reicht nicht. Schon gar nicht, wenn die Kunden dabei abgezockt werden. Die Banken haben Ihren Kredit in Sachen Seriosität und Glaubwürdigkeit verspielt.
Die Banken sind in der Tat das Problem, wenn dem nicht so wäre, müsste man sie nicht andauernd bailouten.
Und dass man Entwicklungshilfe stoppen könnte müssten die ganzen Touristenzentren etwas machen... Die Firmen die die Hotels bauen sind in der 1. Welt, die Hotels stehen oft in der 3. also sollte man den Ertrag aus diesen Hotels auch mind 50% in dieses Land investieren... Kapital binden, es wäre den Ländern geholfen, aber es wird verendet um die Boni der Chefs zu zahlen. Antworten
Leider haben weltweit die Banker noch zu viel Macht. Sie beeinflussen die Politiker falsch. Ab sofort 25 % Eigenkapital fuer jede Bank auf der Welt. Fuer 2 Jahre kein Investmentbanking, keine Hedge-Fonds, keine Devisenspekulation. Einen Nord- und einen Suedeuro ! Und siehe und da ! In 5 Jahren ist die Finanzkrise vorbei und es wuerde wieder mehr real gearbeitet als gezockt und spekuliert ! Antworten
Das ist immer noch die gleiche Krise, keine neue und schuld sind auch nicht die Staaten und deren Budgets, sondern die Art und Weise der Finanzierung dieser Budgets - nämlich auf Pump. Das musste sich rächen, sobald in erheblichen Masse Steuersubstrat verloren ging und das ist mit der Finanzkrise passiert. Anstelle von Steuereinnahmen müssen die Staaten nun die Banken stützen - wieder auf Pump. Antworten
@Ferhadi: was für ein bizarrer Kommentar. Die Staaten verschulden sich aufs massivste um die Begehrlichkeiten einiger Politiker zu finanzieren. Übrigens: welche Parteien protestieren ständig gegen die Einführung von Schuldenbremsen...?
Im Standard gabs einen guten Artikel wie man die Staatschulden ohne Probleme tilgen kann, man nehme 20% des Kapitals das die Reichen besitzen und schon schwupps die Staatschulden getilgt... gut so einfach wirds nicht sein weil die ja wieder in Staatsanleihen investiert haben etc aber so ähnlich könnte man es machen und bei den Ausgben schrauben, zurück drehen. Antworten
und den multimillionaeren wuerde es nicht mal weh tun
Immer der Begriff Krise.
Nach Jahren der Krise beginnt man sich doch auch mal Gedanken zu machen, ob nicht das System an sich das Problem ist.
Die SP lag mit ihrem Programm der Überwindung dieses Abzockerkapitalismus wohl gar nicht so falsch.
Antworten
Claire Brehm
Woher kommen die teilweisen, hohen Staatsschulden? Richtig die Milliarden wurden vom Staat zur Rettung der Banken gebraucht. Nun monieren dieselben die hohen Staatsschulden. Pervers as ganze.
@McCarthey, Mauern florieren unter dem Neoliberalismus am besten: von Ceuta, Mexiko über Israel bis zu den gated-communities weltweit. Mauern wird man nicht neu erfinden müssen.
@Brehm: MIt Abstand am meisten staatliches Geld in den letzten Jahren wurde für die und von den Hohepriester des freien Marktes ausgegeben (inkl. Mia Boni). Dagegen ist die staatliche Wohlfahrt ein Klacks.
Die Probleme liegen bekanntlich auch bei den hohen Staatsschulden.
Gerade die Sozialisten geben gut und gerne Geld aus das nicht vorhanden ist.
Recht so! Dieses Ventil habt Ihr Kapitalismus-Kritiker euch verdient! Eine balsamierte Leiche wie den Sozialismus über Jahre schön zu reden zeugt von Ausdauer. Da wollen wir Kapitalisten euch diese Freude nicht vergellen. Trotzdem wird sie von kurzer Dauer sein. Auch diese Krise ist Teil des Zyklus und wird vorübergehen.
Und mit was genau soll der kaptialismus denn überwunden werden? Was kommt danach? Und wird nach der überwindung dann wieder eine mauer gebaut, damit die massen nicht fliehen?
Wie immer, in einer solchen Situation. Die Investitionen laufen lassen, auch wenn Kurse noch stärker einbrechen sollten. Ausser, eine Firma steht wirklich vor dem Konkurs. Dann Anteile verkaufen (betrifft nur wenige Firmen). Wenn alles ausgesessen ist, höchsten nochmal zuätzliche Positionen "low" kaufen, und dann geht's wieder aufwärts. Antworten
Henry C.K. Liu bezeichnet die speziellen Finanzierungsinstitutionen wie den ESFS als "Neutronenbomben". Man versuche "High Leverage" mit "Higher Leverage" zu kurieren. Das sei hochgradig riskant. Griechenland sei nur der Zünder an der Schuldenbombe. Ein Zahlungsausfall von Griechenland würde auf die anderen PIIGS Staaten ausweiten. Antworten
Das System ist auf beiden Seiten krank: Banken, die sich von massloser Gier leiten lassen und Staaten, die sich über Sozial- und Wirtschaftssysteme einen Lebensstandart halten, den sie sich gar nicht leisten können. Ein paar Zahlen zu Greece: BIP $ 310 Mrd., Anteil öffentlicher Sektor 40%, Budgetdeffizit 8,1% = $ 25 Mrd. Greeces' Abstieg ist sicher, wenn der reiche Onkel seine Checks einstellt. Antworten
Berechnungen zeigen dass in GR pro Jahr ca. Mrd Steuern hinterzogen werden, also wenn sie endlich dieses Problem angehen würden, hätte GR nen Überschluss von 5Mrd
"Damals wie heute wurden die Risiken falsch eingeschätzt. Dieselben Fehler wie vor 3 Jahren machen. Nichts dazu gelernt." Vielleicht bräuchte es in den Regierungen mehr Fachleute mit gesundem Menschenverstand als Politiker? Man kann jedenfalls nicht erkennen, dass die Politiker fähig oder willens wären, diese Krise zu meistern. Europa wird pol. nie zusammenwachsen, zu unterschiedlich die Kulturen. Antworten
vieles ist panikmacherei, der wirtschaft geht es gut nur die banken haben probleme. schulden koennen aber auf jeden fall bezahlt werden. alle euro laender zusammen haben nur 8 billionen schulden usa dagegen hat 15 billionen. es geht amerika vorallem darum von den eigenen groesseren problemen abzulenken. Antworten
Habe letzthin einen Bericht über die Spanischen Sparkassen gelesen. Angeblich haben sich die Bosse dieser Banken kurz vor der staatlichen Übernahme sich noch bedient und eine lebenslängliche Rente im 6 stelligen Bereich zugestanden. Solche Machenschaften müssen überall unterbunden werden und wenn dazu rohe Gewalt eingesetzt werden muss. Antworten
@Winter: Oh doch, wenn einer 30Jahre eine Pension von €370000 bezieht kommt was zusammen. Zudem haben viele dieser Herrschaften durch ihre risikoreiche Tätigkeit Schäden im Mrd Bereich angerichtet. Grundsätzlich haben die Bosse bis hinuter in Firmen von 50MA ihre Löhne stark erhöht haben was die normalen AN mit Lohndiät bezahlten, was der Staat durch weniger Steuereinnahmen zu spüren bekommt.
Lieber Herr Wetter
ich glaube nicht dass genau das den Braten feiss macht. Bleiben wir doch bei den wirklichen Problemen.
Vielleicht müsste man den Leuten auch mal erklären, dass es dieses Mal die Schuld der Politiker und deren Wähler war und nicht der Banker. Die meisten Banken sind faktisch gezwungen Staatsanleihen zu kaufen. Und in den neuen ach-so-tollen Bankenregulierungen wird das sogar noch mehr der Fall sein. Antworten
Nun, die Staaten sind in Schwierigkeiten, weil sie die Banken finanzieren mussten/müssen und durch die Finanzkrise erheblich Steuersubstrat verloren ging. Damit kommen auch Staaten in Schwierigkeiten, die vorsichtig gewirtschaftet haben. Man hätte sich nie auf die Gewinnversprechungen und Wachstumsvorhersagen der Banker verlassen dürfen.
Es wird erst was draus, wenn erkannt wird, dass 2008 nicht eine andere Krise war und wir dort nicht mit einem glimpflichen Auge davongekommen sind. Die jetzige Krise ist eine _direkte_ Folge der falschen Reaktionen auf die Krise von 2008.
In Wahrheit sind wir seit 1971 in einer Fiat Geld Krise, die seit dieser Zeit immer weiter aufgeblasen wird. Fürwahr: ein glückliches Ende ist nicht in Sicht.
Antworten
Könnten Sie bitte die Wirtschaftsfakultät der Uni übernehmen? Oder gleich besser sich im BIZ bewerben? :D Fehlt nur noch, dass sie die Angebots/Nachfragekurve auch kritisieren oder Gleichgewichte in chaotischen Systemen als Hirngespinst entlarven wollen...
@Martin Müller: Die schlimmeren Kriesen hatten ihre Ursprünge in Kriesen wie dieser. Ich bin auch nicht für Panikmache, nur die Augen vor einer realen Gefahr zu verschliessen bringt niemanden weiter. Deshalb, aktuelle Situation akzeptieren, dazu stehen und Lösung (ja, ich habe sie auch nicht) suchen... Antworten
Die "Big too fail" Lösung unseres Parlaments taugt nichts, sie tritt erst 2019, d.h. in acht Jahren, in Kraft, risikogewichtet verteht sich, d.h. die Banken bestimmen, unter teilw. gütiger Mithilfe der "FINMA" , wo ihre Risiken liegen. Die Risiken sind enorm, wenig EK bedeutet eine hohe EK Rendite! Es müssen härtere Regeln her, das EK muss in einem realis. Verh. zur gesamten Bilanzsumme stehen! Antworten
So ist es! Wie leicht sich die Eigenkapitalvorschriften ausgehebeln lassen, You Tube:“ Vorsicht Schattenbank - Unbequeme Wahrheiten“. Ab 06.00. Das Finanzmonster hat eben „die beste Lobby der Welt“ und die verzockt unseren Wohlstand, mit an Bord die meisten Politiker. Wir haben uns ja an irrwitzige Summen schon gewöhnt;) Typ: google: br-online Wer stoppt die Spekulanten? Ab 14.00 sehr interessant!
Die riesigen Bankgewinne sind nur mittels grossen Risiken möglich - oder durch Ausplündern der Realwirtschaft, PK-Vermögen und Spareinlagen. Letzteres hat ihre Grenzen erreicht. Eine griffige Too-Big-to-Fail-Regelung würde dazu führen, dass wir wieder unsere eigenen Güter produzieren müssten, um Wertschöpfung zu generieren. Wegen Bildungsaubbau und Deindustrialisierung geht das aber nicht mehr.
Hört doch auf mit den Römern, Griechen und Ägyptern, oder den chinesischen Dynastien. Das Problem von Europa hat überhaupt nichts mit dem zu tun, und mit diesen Sprüchen gibt es keine Lösung. Die einzige Lösung ist, am richtigen Ort zu sparen, und am richtigen Ort zu investieren, und den Leuten in gewissen Ländern zu erklären, dass nun die sieben mageren Jahre folgen, nach 30 oder 40 fetten. Antworten
Jetzt sagen sie das selbe wie ich, einfach in anderen Worten :-)) woher kommt denn das mit den sieben mageren Jahren? genau aus der Geschichte! Das Auf und Ab der Gesellschaft hat es schon immer gegeben und wird es immer geben... solange der Mensch immer nach mehr Eigentum und Reichtum strebt... und Dies! bringen Sie nicht aus dem Menschen raus!!!
@FS: Am richtigen Ort sparen/investieren? Wer sagt, was richtig ist? Lassen Sie mich raten: Ein Politbüro? Oder darf es auch eine Lobby sein? Als ich ins Gymansium ging konnte ich nie begreifen, warum das römische Volk sehenden Auges in den eigenen Untergang marschiert ist. Jetzt sehe ich es. Auch dem modernen Westmenschen ist der Zusammenhang zwischen Wertschöpfung und Güterproduktion entglitten.
Eines hat man aus der Geschichte immer noch nicht gelernt.Sämtliche Grossreiche gingen früher oder später zu Grunde. Und die EU mit ihrem Euro und ihren Banken ist nichts Anderes.Die "Gesellschaft", sprich Regierungen und Banken, in der EU ist vom Wohlstand verwöhnt und träge geworden.Wie auch bei den Römern zu Ihrer Zeit. Aber aus jedem Zusammenbruch ergeben sich neue Chancen und Möglichkeiten. Antworten
dem artikel liegt ein denkfehler zugrunde. es handelt sich nicht um zwei verschiedene krisen, sondern um ein und dieselbe. der kausale zusammenhang zwischen der hypotheken-/bankenkrise von damals und der staatschuldkrise von heute ist ja offenkundig. siehe grosse depression, double dip... Antworten
Ich freu mich auf das Buch "Die Unfehlbaren" Teil 2. Teil 1: wie Banker und Politiker nach der Lehman Pleite versuchten das Finanzsystem und v.a. sich selbst zu retten. Eigentlich machen mir die sog. Elite Gebildeten mehr Angst als die Ungebildeten. Antworten
Das ist der Preis der Globalisierung. Irgend einer muss doch bezahlen. Und bei den Banken triffts die richtigen. Kreieren Geld in ihren Büchern und finanzieren konkursite Geschäfte. Leider trifft es auch die die nichts falsch gemacht haben. Der Neoliberalismus ist der Totengräber des Kapitalismus. Und die 3. Welt hat auch noch Rechnungen offen. Wir haben nichts mehr zu lachen. Aber viel Arbeit! Antworten
@König: mit konkursite Geschäfte meinen Sie wohl konkursite Staaten. Der Neoliberalismus besagt, dass man die Banken nicht retten darf sondern fallen gelassen müssten = Grundprinzip des Kapitalismus, keine staatl. Eingriffe. Es wurden leider Banken (und deren Mitarbeiter) gerettet. Eigentlich eine sozialistische Intervention...?
"Doch damals wie heute wurden die Risiken falsch eingeschätzt." Als Konsequenz sollte das ganze Euopäische Parlament entlassen werden, alle Politiker, alle CEO's. Macht ein Ingenieur einen Fehler, kann er sich von seinem Beruf sofort verabschieden. Aber nein, für Politker und CEO's gelten offenbar Sondergesetze, wenn auch inoffiziell. Antworten
Die Umverteilung der Mittel der Allgemeinheit an die Finanz"dienstleister" ist voll im Gange. Es besteht aber noch eine Hoffnung. Ein Grundsatz der Biologie besagt, dass ein Parasit kein Interesse daran hat (resp. haben sollte), sein Wirtstier so weit auszusaugen, dass es stirbt. Antworten
Herr Zumstein. Ich arbeite auch auf einer Bank. Ich zähle mich nicht zu den "ausnahmlos ALLEN" wie 10-tausende in dieser Branche auch nicht! Hauptsache alle verunglimplichen, ist ja einfach in einem Blog nicht differenzieren zu müssen (oder zu können).
Wollen Sie etwa die Finanzindustrie mit einem Parasiten vergleichen? In unserer realen Wirtschafts- und Finanzwelt leben und arbeiten Menschen und diese sind ausnahmslos ALLE von Gier getrieben und Gier frisst bekanntlich Hirn! Da bleibt am Schluss nicht einmal mehr ein Parasitenhirn übrig...!!! Deswegen ist Ihre Hoffnung unbegründet!
Herr Berger, der Unterschied zu einem Parasiten aus der Biologie ist, dass der Parasit seinen Angriff diesbezüglich selber reguliert, um nicht selbst auszusterben. Wie wir aber inzwischen wissen, fehlte den Banken die Fähigkeit ihre Kultur zu ändern. Daraus folgert, nicht die Banken sind das Kern-Problem, sondern das System dahinter.
Was ich nicht glaube, dass bei den Banken eine Kettenreaktion ergibt, wenn eine Bank Konkurs geht. Dies ist einfach Bloedsinn. Geht eine Bank Konkurs, werden die solventen Banken profitieren. Am Schluss gibt es wahrscheinlich nur noch 20 gute gesunde EU Banken ! Warum nicht. Eine Gesundschrumpfung ist immer noch besser, als gutes Geld Schlechtem nachzuwerfen. Antworten
Falsch! Banken brauchen kurzftistige Liquidität (um die Löhne, Mieten zu zahlen) an einem Tag können so locker mehrere 100 Mio. nötig sein. In einer Krise werden sich die Banken misstrauen und werden sich ggenseitig kein kfr. Kapital mehr leihen. --> Es kommt zu einem Liquiditätsengpass (danach Bankrun) und alle Banken können dicht machen. Alles oder nichts.
Belächelt und verachtet hat man den US-Finanzminister in Wroclaw (Breslau), er hätte sich nicht einzumischen, drohte Schäuble und andere. Wenn die EURO-Zone nicht auf Amerika hört, wird sie 100%-ig untergehen, wenn sie hört, nur zu 49%. Wer die Geschichte nicht kennt ist dazu verdammt, sie immer zu wiederholen. Antworten
Komisch wenn ich ein Haus Kaufe muss ich auch 20 % Eigenkapital bringen. Die Banken Pokern aber mit knapp 2% Eigenkapital und machen einen großen Aufstand wenn man per Gesetz nur 10 % hartes Kapital fordert.
He Politiker wacht endlich auf!!!! Nicht die Banken haben das sagen sondern die Politiker und das Volk!!!
Antworten
Falsch. Ich kenne Leute, die haben mit 1,5 % Eigenkapital eine Hypothek gekriegt, Raum Bern, Frühling 2008.
Ach was, auch diese Krise werden wir meistern und sie wird wie alle davor, vorbeigehen. Der Herr Diem gefällt sich in letzter Zeit als Unheilsverkünder. Allerdings sind gerade diese ewigen Schwarzmaler nicht Betrachter, sonder Teil der Krise. Aber schlechte Nachrichten verkauften sich schon immer besser. Aber keine Angst Herr Diem, die Welt geht nicht unter, es gab schon schlimmere Krisen. Antworten
Ach was, das genau solche Aussagen sind populistisch, schnell noch einen Sündenbock suchen und den Lieblingsfeind gleich mit abschiessen. Sie Herr Derungs werden das Ende der EU nicht miterleben, dieses Gebilde wird gestärkt aus dieser Krise hervorgehen!
So, wie ich Diem verstehe, prophezeit er nicht den Weltuntergang, sondern - zwischen den Zeilen - jener der EU und ihrer Einheitswährung in ihrer heutigen Form. Dass das Gebilde eine Fehlkonstruktion ist, wussten wir (bis auf ein paar Träumer der Classe politique) eigentlich schon länger; das aber an prominenter Stelle, und dann erst noch im Tagi, auszusprechen - das ist erst heute möglich.
Der Raubzug geht munter weiter. Die Nationalbanken stellen der Finanzbranche fast gratis Geld zur Verfügung, aber Länder wie Griechenland müssen horrende Zinsen bezahlen wenn sie von eben dieser Branche Geld leihen wollen. Wo der Gewinn landet wissen wir alle nur zu gut. Eine Schweinerei die seinesgleichen Sucht. Occupy Paradeplatz!! Samstag, 15. Oktober. Antworten
es gab nie ein Happy-End von 2008, Herr Diem Meier. Es gab vorübergehend wiederholt die Möglichkeit für Banker und Reiche sich den Geldranzen wieder vollpumpen zu können, aber auf Kosten etlicher Staatshaushalte und über den Sozialabbau. Die Geschichte der ausgegrenzen Menschen ist eine andere als die Geschichte der reichen Eliten, unten knallten seit 2008 keine Champagner-Korken mehr. Antworten
Endlich wird es fuer alle klar Sichtbar. Es geht gar nicht um Griechenlands Retung in dessen Krise. Die Banken in Europa muessen wieder gerettet werden. Aus dem Dessaster 2008 haben sie nichts gelernt und mubter weitergezockt, im Wissen das die Steuerzahler sie ja wieder retten wuerden. Nun sind wir wieder soweit. Antworten
Anscheinend hat man nichts gelernt. Die Banken sollen nicht gerettet werden! Man hört immer wieder das die Märkte nicht funktionieren...Eines der wichtigsten Lehren des freien Marktes ist der Bankrott. Wenn er durch ein Staat verhindert wird werden falsche Signale am Markt gegeben. Damit wird auch die Risikobereitschaft grösser. Der Ursprung dieses durcheineanders liegt an den Intervenentionen.
Man kann den Akteuren der internationalen Politik kaum Inkompetenz vorwerfen. Handelt es sich doch um gebildete Doktoren, Akademiker, Eliten mit dem besonderen Zugang zu geheimen heiklen Informationen, die oftmals nicht in der Historie erwähnt werden. Daher unterstelle ich den politischen Eliten Absicht dem Druck die Banken zu retten nachzugeben und die Renten- und Sozialkassen zu plündern! Antworten
Ja, so ist es. Das ist nicht 2008. Das ist schlimmer. Und das Fatale ist, dass man verdrängt, statt den Leuten die Wahrheit zuzumuten. Folge dieses verkehrten Krisenmanagement wird der Volkszorn auf den Strassen sein. Viele Menschen können mit der Wahrheit umgehen. Enthält man sie ihnen hingegen vor, empfinden sie das als Betrug. Man nimmt ihnen die Chance der Vorbereitung. Dann wird heftig. Antworten
Den Leuten wird eine Wahrheit zugemutet. Rentenkürzungen, Entlassungen, Lohnkürzungen, Budgetkürzungen, Preissteigerungen, Inflation, Schuldendienst via Steuer- Abgaben- und MWSterhöhungen. So passiert in etlichen Ländern, nicht nur in der EU aber immer mit den selben Strategien.

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