Wirtschaft

«Der Staat sollte WIR-Geld bei den Steuern akzeptieren»

Der Finanzexperte Bernard Lietaer verlangt Komplementärwährungen. Denn sie machen das Geldsystem sicherer und schützen Arbeitsplätze.

«Geld verändert die Beziehungen der Menschen»: Bernard Lietaer.

Dominique Meienberg

Lietaer: «WIR-Geld erhöht die Stabilität der Schweizer Wirtschaft.»

Lietaer: «WIR-Geld erhöht die Stabilität der Schweizer Wirtschaft.» (Bild: Dominique Meienberg)

Es gibt Optimisten, die halten die Krise bereits für überwunden. Sie nicht. Weshalb?
Die Leute, die heute erklären, die Krise sei überwunden, sind die gleichen, die stets behauptet haben, eine solche Krise sei gar nicht mehr möglich, weil wir angeblich aus den Fehlern der 30er-Jahre gelernt haben.

Schuld an der Krise ist, je nach Standpunkt, der Kollaps von Lehman Brothers, die Sparwut der Chinesen oder der Hedonismus der Amerikaner. Was ist Ihr Favorit?
Keiner. Alles, was Sie erwähnt haben, sind Karten in einem Kartenhaus. Sie könnten auch noch die Subprime-Krise, die Kreditkartenverschuldung und die Studentendarlehen dazunehmen. Wenn Sie eine Karte, egal welche, aus dem System entfernen, fällt das Haus zusammen. Das ist das Problem. Wir brauchen ein anderes Geldsystem.

Die Schweizer mögen ihren Franken. Was also ist nicht in Ordnung mit unserem Geld?
Gar nichts. Der Franken gehört, was die Inflation betrifft, zu den besten Währungen der Welt. Und ich habe grossen Respekt davor.

Aber?
Erstens hat selbst der Franken seit dem Zweiten Weltkrieg wegen der Inflation mehr als 50 Prozent eingebüsst. Wenn das das Beste ist, das möglich ist, dann bin ich nicht beeindruckt. Zweitens unterliegen wir einer kollektiven Illusion. Wir glauben, dass Geld nur ein Mittel zum Zweck ist, dass Geld Transaktionen erleichtert. Aber Geld ist nicht neutral. Es beeinflusst die Transaktionen, die wir machen, oder die Investitionen, die wir tätigen, und es verändert die Beziehungen der Menschen, die gegenseitig Geld austauschen.

Was sind die Folgen?
Wir investieren beispielsweise zu kurzfristig, wir können das Auseinanderbrechen von Gemeinschaften nicht verhindern, und wir schaffen es nicht, wirksam gegen die Klimakatastrophe vorzugehen.

Was hat der Schweizerfranken mit der Klimakatastrophe zu tun?
Der Schweizerfranken ist eine «nationale» Währung. Das glauben wir zumindest. Das ist falsch. Der Schweizerfranken wird nicht von der «Nation» kreiert, sondern vom privaten Bankensystem, das Darlehen von der Regierung, den Unternehmen und Privaten erhält. Die Schweizer Nationalbank ist, wie übrigens auch die US-Notenbank, eine private Institution, keine nationale.

Wir haben Maschinenfabriken, die Maschinen herstellen, und Banken, die Geld herstellen. Ist das nicht natürlich?
Nein, denn Geld ist nicht das Gleiche wie eine Maschine. Geld beeinflusst alles in einer Gesellschaft. Es ist das Metasystem, das alle anderen steuert. Der Schweizerfranken ist das Produkt eines Monopols. Nur das Bankensystem darf Geld herstellen. Mit geht es nicht darum, den Schweizerfranken abzuschaffen. Mir geht es darum, ihn zu ergänzen. Es gibt ja bereits eine ganze Menge solcher Komplementärwährungen.

Zum Beispiel?
Flugmeilen für Vielflieger oder Bonuskarten bei den Warenhäusern. Das ist Geld, das weder von den Banken geschaffen wird noch Zins abwirft.

Was unterscheidet den Franken von der Bonuskarte bei Migros oder Coop?
Die Art, wie es entsteht, und der Verwendungszweck. Schweizerfranken sind grundsätzlich für alles zu verwenden, Bonuspunkte hingegen für einen ganz bestimmten Zweck. Deshalb plädiere ich dafür, dass wir den Schweizerfranken behalten, ihn aber mit Währungen ergänzen, die eine spezifische Verwendung haben. Vielfliegermeilen und Bonuskarten zeigen, dass das möglich ist, selbst auf globaler Ebene.

Was bringt uns das?
Mehr Stabilität. Das gegenwärtige System mit den nationalen Monopolwährungen ist wie ein Wald, in dem nur eine einzige Baumsorte wächst. Das ist sehr effizient, aber auch sehr gefährlich: Wenn ein bestimmter Schädling oder eine bestimmte Baumkrankheit auftaucht, vernichtet sie schlagartig den ganzen Wald. In ähnlicher Weise hat die jüngste Finanzkrise beinahe das ganze System einstürzen lassen. Wenn wir mehr Stabilität wollen, dann brauchen wir also solche Komplementärwährungen.

Wird das System mit Komplementärwährungen nicht kompliziert? Wir müssten nicht nur Franken in Dollar, Euro oder Pfund wechseln, sondern permanent in Vielfliegermeilen, Bonuspunkte oder Ihre neu geschaffenen Währungen umtauschen?
Haben Sie je ein Problem damit gehabt, wie Sie Ihre Vielfliegermeilen einsetzen? Das einzige Mal, wo Sie daran denken, ist, wenn Sie ein Flugbillett kaufen. Es ist ein Instrument, das es gibt und das jedes Kind benützen kann. Sie werden auch nie Ihre Bonuspunkte beim Warenhaus mit Dollars oder Euros verwechseln.

Wie weiss ich, wie gross mein Vermögen ist? Jetzt reicht ein Blick auf den Bankauszug.
Keine Problem. Sie werden weiterhin Franken, Kreditkarte usw. benützen. Ich will das bestehende Geldsystem bloss sinnvoll ergänzen, um es stabiler zu machen.

Weshalb soll sich der ganze Aufwand für mich lohnen?
Ein Hammer ist ein wunderbares Werkzeug, wenn ich einen Nagel einschlagen will. Nicht jedoch, wenn ich eine Schraube eindrehen oder die Decke anmalen will.

Was heisst das aufs Geldsystem bezogen?
Wenn Sie ein globales Problem wie die Klimaveränderung angehen oder eine lokale Gemeinschaft unterstützen wollen, ist die nationale Währung dafür nicht geeignet. Sie benützen einen Hammer statt eines Pinsels, um die Decke zu streichen. Es gibt aber Währungen, die sich bestens für lokale Gemeinschaften eignen. Es ist wie bei den Vielfliegermeilen: Sie schaffen verschiedene Werkzeuge für unterschiedliche Zwecke.

Sie bezeichnen das Schweizer WIR-Geld, eine Komplementärwährung, als ein solch nützliches Instrument. Weshalb?
Es ist durch wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen, dass das WIR-Geld die Stabilität der Schweizer Wirtschaft erhöht.

Warum? WIR-Geld ist eher verpönt.
Niemand wird gezwungen, WIR-Geld zu verwenden. Und es gibt rund 75'000 Mitglieder bei WIR, die sehr verärgert wären, wenn sie ausgeschlossen würden. Das kann geschehen, wenn man gegen bestimmte Regeln verstösst. Aber natürlich gibt es auch Frustrationen mit dem WIR-Geld, es kann nicht universell verwendet werden. Dieses Problem könnte übrigens leicht und rasch behoben werden.

Wie?
Indem die Regierung WIR-Geld für die Bezahlung der Steuern akzeptieren würde. Schliesslich kauft der Staat ja auch Güter und Dienstleistungen von Unternehmen, die WIR-Geld verwenden. Ich wette mit Ihnen viel Geld: Sollte diese Komplementärwährung bei den Steuern akzeptiert werden, dann würde ihr Anteil am Bruttoinlandprodukt auf mehr als 10 Prozent steigen.

Was hätten wir davon?
Eine dramatische Reduktion der Arbeitslosenzahlen in einer Krise.

Und wie das?
Die meisten Arbeitsplätze werden von kleinen und mittleren Betrieben geschaffen. Das sind auch die Betriebe, die mit WIR-Geld arbeiten. In einer Rezession nehmen die Transaktionen mit WIR-Geld spontan zu. In einer Boom-Phase geschieht genau das Gegenteil. Warum? Wenn Sie die Wahl haben zwischen 1000 Franken und 1000 Einheiten WIR-Geld, dann nehmen Sie die Franken, weil sie einfacher zu transferieren sind. Wenn Sie aber die Wahl haben, 1000 Einheiten WIR-Geld zu haben oder bankrottzugehen, dann nehmen Sie das WIR-Geld. Genau deshalb wurde das WIR-Geld ja geschaffen: um den Bankrott von Kleinbetrieben zu verhindern.

Warum gibt es bei diesen Vorteilen nicht viel mehr WIR-Geld?
Es gibt sehr viel mehr solche Komplementärwährungen, als Sie glauben, nämlich weltweit ungefähr 5000. Was hingegen bisher fehlt, ist die Unterstützung durch den Staat.

Warum?
Die Menschen glauben seit mehr als 200 Jahren, dass es nur nationale Währungen gibt. Punkt. Zudem mögen die grossen Banken diese Ergänzungswährungen nicht.

Weshalb?
Kennen Sie einen Monopolisten, der freiwillig auf sein Monopol verzichtet?

Was geschieht mit dem Geldsystem, wenn die Banken zu mehr Wettbewerb gezwungen werden?
Das Finanzsystem und die Wirtschaft werden stabiler. Die Technologie erlaubt uns, lokale Komplementärwährungen problemlos zu verarbeiten. Der automatische Stabilisierungseffekt, den wir in der Schweiz beim WIR-Geld bereits beobachten können, wird sich verstärken.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.09.2009, 04:00 Uhr

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27 Kommentare

Thomas Meier

23.09.2009, 14:01 Uhr
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Wer sich vorurteilsfrei mit dem WIR und weiteren Ideen für einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz auseinander setzen will, sollte sich die jüngsten Veröffentlichungen von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger ansehen. Der kritische Finanzexperte ist im Oktober zu einer Vortragsreihe in der Schweiz. Dass es neue Ideen braucht, zeigt doch die Finanzkrise und die staatliche Milliardenstütze für die Banken! Antworten


Andreas Mäder

22.09.2009, 14:50 Uhr
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Nebst WIR gibt es in der Schweiz noch eine Reiher weiterer Komplementärwährungen, welche sich unter dem Begriff "Zeittausch" zusammenfassen lassen: Regionaler Austausch von Dienstleistungen, welche mittels Zeitgutschriften abgegolten werden. Auf die ganze Schweiz verteilt, existieren gut zwei Dutzend solcher Zeittausch-Organisationen. Antworten


kurt Bidi

21.09.2009, 19:28 Uhr
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WIR Geld ist etwas schwierig zu verstehen aber eine recht gute alternative, nur sollten mehr mitmachen der Staat sowieso den er nimmt WIR dort wo Firmen Pleite gehen und geben es im Bau via Architekt weiter so fällts ja nicht auf, Offen zu etwas stehem das sinn bringt da sind die parlamentarier taub... Antworten


Scavezzon Boris

21.09.2009, 18:47 Uhr
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Danke für den interessanten Artikel! Tatsächlich zweifle ich an den Wert nicht nur unserer Währung, denn ich sehe keine Deckung (ausser Schulden) mehr dahinter. Bis in die 60 Jahre war immerhin unser Münzgeld noch teilweise aus Silber... Allerdings wäre ich für eine internationale Komplementärwährung! Wie sie aussehen sollte, dass würde ich gerne unabhängigen und wirklichen "Experten" überlassen! Antworten


Willi Ammann

21.09.2009, 18:46 Uhr
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Wie J.Binder in seinem Beitrag erwähnt haben die meisten Kritiker keine Ahnung von WIR. Niemand, aber auch gar niemand wird gezwungen der WIR beizutreten. Statt über die WIR-Verrechnung zu schimpfen würden viele Firmen/Verkäufer besser auf ein Geschäft verzichten wenn WIR im Spiel ist. Ein Verzicht wäre ehrlicher als die Faust im Sack zu machen. Antworten


Johann Binder

21.09.2009, 17:13 Uhr
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Die meisten haben von der Wirbank keine Ahnung.Viel Geld haben unsere anderen Banken in der Schweiz und im Ausland vernichtet!Unsere Pensionskassen sind untergedeckt.Vor 75 Jahren wurde die Wir- Bank in der Schweiz gegründet,in der grössten Krise und sie hat bis heute überlebt.Habe mein Geld bei ihr angelegt, niemand zahlt so gute Zinsen,auch bei Postfinanz,beide sind sicherer als andere Banken. Antworten


Gero Rubli

21.09.2009, 15:56 Uhr
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WIR hat alle Attribute der seinerzeitigen Ostblock-Währungen: Eine überbewertete, nicht konvertierbare Währung für einen Markt mit mehrheitlich nicht wettbewerbsfähigen Unternehmen, die dadurch vom Markt abgeschottet werden. Ein tolles Erfolgsrezept. Vor wenigen Jahren wurde 1 WIR auf dem Graumarkt für 70-80 Rp. gehandelt, heute noch für 50 Rp. Das sollte zu denken geben. Antworten


René Kari

21.09.2009, 13:50 Uhr
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Das WIR-System ist in den Grundzügen sehr in Ordnung. Aber wie in jedem System gibt es Mängel. 10 % der Steuerschuld in WIR-Begleichen zu können ist schwer in Ordnung. Der Staat hätte genug Möglichkeiten diese WIR-Gelder wieder zu plazieren. Vorab in der Baubranche auch Personal (anstatt REKA gibt es einen WIR-check) EDV, SBB, Autobahnen etc. Antworten


samuel scherrer

21.09.2009, 13:39 Uhr
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Wer sich die Mühe nimmt einen Moment zum Thema 'Komplementärwährungen' oder 'zinsfreies Geld' zu recherchieren, wird zu sehr interessanten Erkenntnissen kommen - bis hin zu richtigen 'Aha-Erlebnissen' - das versprech ich Euch allen, liebe Mit-LeserInnen. Wenn jemals die Zeit gekommen wäre um alte Denkmuster über Bord zu werfen, dann jetzt! Antworten


Friedrich Loster

21.09.2009, 12:06 Uhr
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Herr Weiss, gingen bereits mal Unternehmen WEGEN illiquiden WIR-Beständen in die Insolvenz? Soweit mir bekannt ist, wird niemand zur Annahme von WIR-Geld gezwungen, also gehe ich davon aus, dass alle Unternehmen freiwillige WIR entgegennehmen. Ein Unternehmen geht nicht wegen den WIR in Konkurs sondern weil es ganz einfach nicht konkurrenzfähig ist... WIR bedeutet Mehrarbeit und dann Erfolg! Antworten


Federico Crestani

21.09.2009, 12:03 Uhr
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Bin gleicher Meinung wie Samuel Scherrer, auch ich kann allen empfehlen das Buch von Margrit Kennedy, GELD OHNE ZINSEN UND INFLATION zu lesen. Denn wir brauchen ein zinsfreies Geldsystem nur so ist es möglich Finanzkrisen zu verhindern. Uebrigens die div. Nationalen Währungen dürften nicht in privater Hand sein, denn Geld kann nicht arbeiten..! Antworten


samuel scherrer

21.09.2009, 11:38 Uhr
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Herr Lietaer ist ein ehem. Kaderfunktionär der EZB und als solcher gewiss berufen, den einen oder anderen kritischen Kommentar zu unseren Geldsystemen abzugeben. Tatsächlich hat das WIR System diverse Mängel welche es zu beheben gälte - die Konvertierbarkeit ist nur einer davon, wobei das ganze rechtlich nicht so einfach ist. Das ist auch Herr Lietaer bewusst, sein Lob gilt dem korrekten Ansatz. Antworten


Kurt Weiss

21.09.2009, 11:33 Uhr
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Hat der Mann schon mal in einer Branche gearbeitet, die von der Seuche WIR geplagt ist? Womit verdient dieser "Finanzexperte" sein eigenes Geld und ist er bereit, in WIR honoriert oder salariert zu werden? Kennt er keine der unzähligen Betriebe, etwa in der Gastronomie, im Bau oder im grafischen Gewerbe, die wegen illiquiden WIR-Beständen in die Insolvenz gingen? Antworten


Robert Josef Stadler

21.09.2009, 11:21 Uhr
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Ich benutze WIR seit über 20 Jahren und finde diese Komplementärwährung äusserst sinnvoll. Wenn jemand an der Kompetenz von Professor Dr. B. Lietaer zweifelt, sollte er sein Buch "Das Geld der Zukunft" lesen. Er beschreibt darin unter anderem die Gefahr eines weltweiten Zusammenbruchs des Geldsystems bereits 1999! Antworten


Urs Tobler

21.09.2009, 11:15 Uhr
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Kilkenny, Irland, diskutiert die Einfuehrung einer Lokalwaehrung. Voraussetzung ist, dass die Lokalbehoerden die Waehrung garantieren und diese akzeptieren bei der Bazahlung von Gebuehren. Angestellte bekommen einen Teil des Lohns in Cats, mit Discount um es interessant zu machen. Geschaefte nehmen Cats entgegen und anstatt Waren und Dienstleistungen von Aussen einzukaufen bleibt das Geld hier. Antworten


Tom Kuhn

21.09.2009, 10:52 Uhr
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Wie bitte? Und so nennt man sich Finanzexperte? Das WIR-"Geldsystem" ist tatsächlich eine Alternative sowie wenn wir Salz, Muscheln etc. als Zahlungsmethode akzeptieren würden. WIR ist ein Marketinginstrument und keine Währung. Anscheinend verstehen sogar Experten nicht, dass jedes Währungssystem auf der Tauschwirtschaft basiert. Welchen Wert haben WIR-Anteile, wenn alle es sofort loswerden wollen Antworten


Friedrich Loster

21.09.2009, 10:44 Uhr
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Der Mann weiss wovon er spricht! Antworten


Werner Meier

21.09.2009, 10:08 Uhr
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Da versucht, einer uns sein WIR-Guthaben zu verhökern. Und was soll der Staat damit? Abschreiben oder anderen verschachern? Antworten


max thalmann

21.09.2009, 10:08 Uhr
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und wie soll der staat das wir-geld wieder loswerden Antworten


Markus Niederberger

21.09.2009, 10:07 Uhr
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Alles was hier gegen WIR vorgebracht wird beweist nur, dass das System das erreicht, was es will: Niemand hortet WIR, das Geld bleibt im Fluss. Geld als Blut der Wirtschaft, so wie es sein soll. Geld das auf einem Konto oder in einem Fund hockt und Zinsen und Zinseszinsen abwerfen soll, ist dagegen ein Krebsgeschwür, das die Wirtschaft aussaugt. Antworten


Bernhard Kobel

21.09.2009, 10:04 Uhr
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WIR-Geld ist nicht flüssiges und überbewertetes Geld! Im Moment ist ein WIR-Franken etwa 60 Rp. wert und solange die WIR-Bank (sic!) juristisch zur verhindern sucht, dass es einen Wechselkurs für ihre Parallel-Währung gibt, bleibt WIR-Geld für mich eine Schmarotzerwährung, die verboten gehört. PS: Gerne wüsste ich noch wo Hr. Litaer seine Brötchen verdient und woher er sein Wissen über WIR hat Antworten


Pascal Meister

21.09.2009, 09:48 Uhr
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Lustige Idee, WIR bei den Steuern zu akzeptieren. Denn vermutlich ist WIR die praktischste Variante, um Steuern zu sparen. Man beschafft sich WIR auf dem (gemäss WIR verpönten) Markt zu 60-75% des Nominalwerts und setzt die Ausgaben zu 100% ab. Solange WIR nicht konvertibel ist (wie z.B. Coop-Bonuspunkte es sind, frei verkäuflich), sollte man WIR schlicht verbieten. Endlich. Antworten


Paul Kleger

21.09.2009, 09:38 Uhr
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Das WIR ist eine gute, mittelständische Zahlungsart und wenn man als Geschäftsmann damit umgehen kann, ist es ganz lukrativ. Niemand wird dazu gezwungen, nur der Staat will dieses Zalungsmittel nicht freiwillig annehmen. Die Steuern, Lohnabgaben etc. auf diesem generierten Umsätzen nimmt er aber gleichwohl, natürlich in "harter Schweizer Alltagswährung": Antworten


Alain Mohler

21.09.2009, 09:24 Uhr
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Theoretisch mag das ja sein, aber 1. die WIR ist auch eine Bank und 2. auf das eigene WIR-Guthaben bezahlt man hohe Zinsen, was absolut absurd ist. So wie es jetzt ist schiebt jeder dem anderen die WIR zu. Die WIR können auch nicht in Franken umgetauscht werden. Sogar die WIR-Bank selber nimmt für ihre Spesen keine WIR. Um die WIR als Komplementärwährung zu etablieren müsste sie reformiert werden. Antworten


Christoph Keller

21.09.2009, 09:06 Uhr
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WIR-Händler (illegal und verboten, aber Anfragen gibt es immer wieder) bieten FR. 50.- für Fr. 100.- WIR. Super System. Niemand will WIR. Ein absoluter Zwangssystem. Wer schon WIR hat gibt WIR, wann er immer den Lieferanten dazu zwingen kann. Fast niemand nimmt freiwillig WIR. Dieser Experte hat noch nie selber Geld verdienen müssen. Antworten


samuel scherrer

21.09.2009, 08:54 Uhr
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Sehr lobenswert, wieder mal ein Artikel über echte Alternativen zum vorherrschenden Wirtschaftssystem. Auch wenn sich wohl leider so schnell nichts ändern wird, ist es schon nur aus gesellschaftspolitischen Gründen lobenswert, die Diskussion über Themen wie 'Grundeinkommen' und 'Komplementärwährungen' aufrechtzuerhalten. Lesenswert das Buch: Margrit Kennedy, 'Geld ohne Zinsen und Inflation' Antworten


Hans Schmid

21.09.2009, 07:33 Uhr
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Leider rein theoretische Ökonomie, die in der Praxis nicht richtig funktionieren will. Zu umständlich, zu ineffizient und zu hohe Transaktionskosten. Letztlich ist auch daas Risiko zu gross (Rechtsunsicherheit betreffend Bonuspunkte, bei einer Pleite verfallen die Bonuspunkte etc.). Insbsondere vor dem Hintergrund, ob das WIR System überhaupt eine Zukunft hat. Antworten



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