Der Vorbörsenbericht

Der tägliche Morgenreport der «Finanz und Wirtschaft» zur Lage an den internationalen Aktienmärkten.

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Stand: Donnerstag, 31. Juli 2014 07:44 Uhr

Finanz und Wirtschaft

Aktuelle Kennzahlen

SMI8410.27-1.03%
Euro Stoxx 503071.56-1.41%
Dax9223.26-1.96%
Dow Jones Ind.16563.30-1.88%
Nasdaq 1003892.50-2.10%
Nikkei 22515523.11-0.63%
EUR/CHF1.2162-0.03%
USD/CHF0.9078-0.09%
EUR/USD1.33960.05%
Gold USD/Unze1284.210.16%
Brent Oel105.50-0.29%

Wichtige Ereignisse
vom 31.07.2014

SCHWEIZ
06:30   APG SGA: Ergebnis H1
06:45   Dufry: Ergebnis H1 (Conf. Call 14.00 Uhr)
07:00   Energiedienst: Ergebnis H1 (Detailzahlen)
07:30   SNB: Ergebnis H1
08:00   Swiss Air Lines: Ergebnis H1, Zürich
18:00   Pargesa: Ergebnis H1
INTERNATIONAL
07:00 B Anheuser-Busch Inbev Q2-Zahlen
07:00 F BNP Paribas Q2-Zahlen
07:00 F Alcatel-Lucent Q2-Zahlen
07:00 D Siemens Q3-Zahlen
07:00 D Hochtief Q2-Zahlen
07:00 D FMC Q2-Zahlen
07:00 D Fresenius Q2-Zahlen
07:00 D Celesio Q2-Zahlen
07:30 D Drägerwerk Q2-Zahlen (endgültig)
07:00 D Evonik Q2-Zahlen
07:00 D Nemetschek Q2-Zahlen
07:00 D Deutsche Annington Q2-Zahlen
07:20 F Air Liquide Halbjahreszahlen (Pk 9.00 h)
07:30 F Sanofi Q2-Zahlen (Call 8.30 h)
07:30 A Erste Group Bank Halbjahreszahlen
07:30 D Dürr Q2-Zahlen (Call 14.30 h)
07:30 D Takkt Q2-Zahlen
07:30 D Hugo Boss Q2-Zahlen
07:30 D Lufthansa Q2-Zahlen (Call 9.30 h)
07:30 D Metro Q3-Zahlen (Call 10.00 h)
07:30 D DMG Mori Seiki Q2-Zahlen
07:30 E Telefonica Halbjahreszahlen
07:30 F Carrefour Halbjahreszahlen
07:30 I Generali Halbjahreszahlen (Call 12.00)
07:45 I Eni Halbjahreszahlen
08:00 D Statistisches Bundesamt Einzelhandelsumsatz 06/14
08:00 E Santander Q2-Zahlen
08:00 GB AstraZeneca Q2-Zahlen
08:00 GB BAE Systems Halbjahreszahlen
08:00 GB Diageo Jahreszahlen
08:00 GB Lloyds Banking Group Halbjahreszahlen
08:00 GB BG Group Halbjahreszahlen
08:00 GB Rolls-Royce Halbjahreszahlen
08:00 GB Centrica Halbjahreszahlen
08:00 GB Shell Q2-Zahlen (Call 10.00 h)
08:00 GB Thomas Cook Q3 Interim Statement
08:00 GB BT Group Q1-Zahlen
08:00 J Sony Q1-Zahlen
08:00 J Panasonic Q1-Zahlen
08:00 J Toshiba Q1-Zahlen
08:00 D ProSiebenSAT.1 Q2-Zahlen (Call 10.30 h)
08:30 D Continental Q2-Zahlen
08:45 F Erzeugerpreise 06/14
09:55 D Arbeitslosenzahlen 07/14
10:00 D VDMA Auftragseingang 06/14
11:00 EU Arbeitslosenzahlen 06/14
11:00 EU Verbraucherpreise 07/14 (vorab)
11:00 I Verbraucherpreise 07/14 (vorläufig)
12:00 I Erzeugerpreise 06/14
12:00 USA T-Mobile US Q2-Zahlen
14:00 CDN Bombardier Q2-Zahlen
14:00 USA Exxon Q2-Zahlen
14:30 USA Arbeitskostenindex Q2/14
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
15:45 USA Einkaufsmanagerindex Chicago 07/14
17:35 F Lagardere Halbjahreszahlen
17:40 F Vinci Halbjahreszahlen
17:40 F L'Oreal Halbjahreszahlen und -umsatz
17:45 F Areva Q2-Zahlen
18:00 I Enel Halbjahreszahlen
TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE
B: Solvay Q2-Zahlen
BR: Vale Q2-Zahlen
D: Volkswagen Q2-Zahlen
D: PSI Q2-Zahlen
E: Banco Espirito Santo ao Hauptversammlung
F: EdF Halbjahreszahlen
F: Capgemini Halbjahreszahlen
F: GDF Suez Halbjahreszahlen
GB: BT Group Q1-Zahlen
GB: Rolls-Royce Halbjahreszahlen
I: Geox Halbjahreszahlen
I: Finmeccanica Halbjahreszahlen
KR: Samsung Q2-Zahlen
NL: Randstad Q2-Zahlen
USA: Exxon Mobil Q2-Zahlen
USA: Teva Pharmaceutical Q2-Zahlen
USA: Mastercard Q2-Zahlen
USA: Kellogg Q2-Zahlen
USA: Conoco Philips Q2-Zahlen
USA: Colgate-Palmolive Q2-Zahlen
USA: LinkedIn Q2-Zahlen
USA: Expedia Q2-Zahlen
USA: Tesla Motors Q2-Zahlen
USA: Time Warner Cable Q2-Zahlen
SONSTIGE TERMINE
10:30 D Pk des Bundesverbands der Schuh und Lederwarenindustrie zur
Schuhmesse GDS, Düsseldorf
14:00 D Erster Verhandlungstermin Daimler gegen den Südwestrundfunk (SWR),
Stuttgart
D: Tarifverhandlungen Deutsche Bahn AG - Lokführergewerkschaft GDL,
2. Runde, Frankfurt

Overnight

Wallstreet bekundete am Mittwoch Mühe, das BIP-Wachstum von 4% auf Jahresbasis im zweiten Quartal einzuordnen. Der Freude über den kräftigen Schub standen Befürchtungen gegenüber, das Fed könne die Zinsen früher anheben als gedacht. Das geringe Zinsniveau ist ein wesentlicher Treiber der Hausse.

Per saldo schloss der Dow Jones Industrial 0,2% niedriger. Der S&P 500 beendete den Handel unverändert, der Nasdaq Composite zog 0,5% an. Für Aufsehen sorgten die Aktien Twitter (+20%): Die Zahl der Nutzer und die Werbeeinnahmen des Kurznachrichtendiensts sind kräftig gestiegen.

Die asiatischen Aktienmärkte tendieren im heutigen Handel ebenfalls uneinheitlich. In Tokio notieren der Nikkei 225 und der Topix, unterstützt durch eine leichte Yenabschwächung zum Dollar, im Plus (+0,3 und +0,2%). Der Shanghai Composite dagegen tendiert seitwärts, der Hang Seng (–0,1%) leicht schwächer.

Dass der Kospi Index in Seoul 0,4% unter dem Schlussstand vom Mittwoch steht, liegt primär an Samsung Electronics (–3,8%): Der Konzern hat wegen einer Verlangsamung seines Mobiltelefongeschäfts die Gewinnerwartungen verfehlt.

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse Group: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 24.74 -1.55%) kooperiert mit verschiedenen Behörden im Zusammenhang mit deren Ermittlungen zu den sog. Dark Pools. CS beantworte entsprechende Anfragen von verschiedenen Regierungs- sowie Aufsichtsbehörden, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht hervorgeht. Ferner zählt die CS zu den über dreissig genannten Angeklagten einer Sammelklage vom April 2014 vor einem New Yorker Gericht, in der es um die Verletzung von Börsengesetzen im Zusammenhang mit dem Hochfrequenzhandel geht. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass auch die Deutsche Bank (DBK 25.265 -1.42%) und die UBS  bei den Untersuchungen kooperieren und angeklagt sind. Lesen Sie hier meht zum Thema.

Bankensektor: Die Ratingagentur Moody’s stuft den Ausblick für das Schweizer Bankensystem auf «negativ» von zuvor «stabil» zurück. Nach Einschätzung der Ratingexperten nimmt die Bereitschaft der Schweizer Regierung ab, in einem Notfall einzuspringen. Moody’s begründet diese Annahme mit den Bemühungen Berns, einen Abwicklungsmechanismus für den Bankensektor zu installieren, der eine Lastenteilung mit den Gläubigern vorsieht. Mehr zum Thema hier.

Dufry (DUFN 156.1 -3.82%): Der Reisedetailhändler Dufry hat im ersten Halbjahr 1708 Mio. Fr. (+2,4%) umgesetzt. Dazu meldet er einen Ebitda von 221 Mio. (+1,5%), einen Ebit von 103 Mio. (–2,4%) und einen Gewinn von 27,5 Mio. Fr. (–4,8%). Die Zahlen liegen bestenfalls am unteren Rand der Erwartungen. In der Integration von Nuance sieht sich Dufry auf Kurs. Unverändert erwartet das Management, dass sich das organische Wachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen wird. Lesen Sie hier mehr.

Novartis: Der Pharmakonzern Novartis (NOVN 79.55 -1%) hat Ergebnisse einer klinischen Proof-of-Concept-Studie mit KAE609 (Cipargamin) gegen Malaria publiziert. Sie zeigten, dass KAE609 bei komplikationsfreien Malariapatienten die Parasiten Plasmodium falciparum und Plasmodium vivax rasch eliminiere. Novartis fährt in der Bekämpfung der Tropenkrankheit mehrspurig: mit zwei Wirkstoffen und einem neuen Ansatzpunkt, der gegenwärtig untersucht wird.

APG: Das Aussenwerbeunternehmen APG hat im ersten Semester 149,5 Mio. Fr. Umsatz erwirtschaftet, 2,5% weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das internationale Geschäft nahm rund ein Viertel ab. Das Betriebsergebnis erhöhte sich 13% auf 32,1 Mio. Fr., was eine Marge von 21% ergibt. Das Nettoergebnis stieg ein Fünftel auf 25,3 Mio. Fr. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Schweizerische Nationalbank: Die Schweizerische Nationalbank SNB (SNBN 1079 -0.09%) weist für das erste Halbjahr einen Gewinn von 16,1 Mrd. Fr. aus. Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 12,6 Mrd. Fr. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 3,5 Mrd. Fr. Lesen Sie hier.

Energiedienst: Der Elektrizitätsversorger Energiedienst (EDHN 31 1.31%) weist für das erste Halbjahr 530,3 Mio. € Umsatz aus, 2,5% weniger als in der Vorjahresperiode. Der Betriebsgewinn (Ebit) verringerte sich 30,7% auf 27,5 Mio. €, der Gewinn sank 30% auf 22,2 Mio. €.

Die Schweizer Börse bleibt am Freitag feiertagsbedingt geschlossen. Es wird auch kein FuW-Morgen-Report erscheinen. Die normalerweise am Freitag publizierte Vorschau Unternehmen wird daher schon der heutigen Ausgabe angefügt (vgl. unten). Die FuW wünscht einen schönen 1. August!

Ausblick Zinsen und Devisen sowie Unternehmen

Ausblick Zinsen und Devisen

In ihrem monatlichen Investmentausblick geht Credit Suisse (CSGN 24.74 -1.55%) davon aus, dass die Renditen von Staatsanleihen anziehen, in Einklang mit ihrer Erwartung einer Erholung der Weltwirtschaft und steigender Inflation. In Grossbritannien und den USA werde es daher wohl eher früher als später zu einer ersten Zinserhöhung kommen. Am kurzen Ende seien die Renditen von Anleihen dieser Länder bereits gestiegen.

In mittleren und langen Laufzeiten ist in den meisten Hauptwährungen bisher indes die gegenteilige Bewegung auszumachen. CS führt dies unter anderem auf die anhaltende Lockerung durch die Bank of Japan und die Europäische Zentralbank (EZB) zurück. In Verbindung mit den jüngst schwächeren Wirtschaftsdaten in Europa führe dies zu einer Deckelung der Renditen in diesen Regionen. Das aktuelle Niveau der Staatsanleihenrenditen entspricht jedoch noch nicht den Annahmen für Wachstum und Inflation, zumal in den USA und Grossbritannien bei Letzterer ein Aufwärtsrisiko besteht.

Es gibt aber auch Ökonomen, die an einem raschen Ende der Tiefzinsperiode zweifeln. Dahinter steckt die Idee, dass der sogenannte Neutralzins, bei dem die Geldpolitik weder stimuliert noch bremst, tiefer ist als in früheren Zinszyklen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ausblick Unternehmen

In der ersten Augustwoche wird dem Ergebnis von Nestlé besondere Beachtung zufallen. Der Nahrungsmittelhersteller wird am Donnerstag Einblick in seine Leistungsentwicklung geben und dabei Befürchtungen einer schleppender werdenden Expansionskraft entgegentreten wollen. Die Analysten von UBS (UBSN 15.67 -1.76%) prognostizieren, dass der Multi das erste Mal in zwanzig Jahren in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren weniger als 5% organisches Umsatzwachstum erreicht. Zu erwarten sei, dass er die Struktur überprüfe, um sicherzustellen, dass die Komplexität der Gruppe nicht die strategische Flexibilität behindere. Gemäss der UBS-Einschätzung werden sich die Aktien im Vergleich zum Konsumgütersektor eher unterdurchschnittlich entwickeln.

Ebenfalls am Donnerstag meldet Adecco das Zwischenergebnis. Der Arbeitskräftevermittler gilt als Spiegel der Beschäftigungslage und der Konjunktur aller wesentlichen Länder. Investoren werden in den Leistungswerten deshalb auf Zeichen achten, die eine Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage erlauben. Noch vor dem Zahlenzeigen Adeccos werden am Freitag dieser Woche die neuesten US-Arbeitsmarktdaten publiziert, von denen allenfalls erste Impulse auf den Aktienkurs bereits zu Beginn nächster Woche ausgehen werden.

Von den Semesterzahlen der grossen Versicherer wird Aufschluss über die Auswirkungen der Niedrigzinslage erwartet, die sich im laufenden Jahr nochmals akzentuiert hat. Dies ist bedeutsam, da die Unternehmen der Assekuranzbranche 20 bis 35% des Jahresgewinns aus dem Ertrag der Anlage des Versicherungsvermögens erzielen. Swiss Re tritt am Mittwoch vor die Anlegerschaft. Auszugehen ist von einem wiederum starken Ergebnis der Hauptsparte Schadenrückversicherung, da im bisherigen Jahresverlauf Naturereignisse mit schweren Schadenfolgen ausgeblieben sind. Der Zwischenbericht von Zurich Insurance folgt am Donnerstag. Vom global aktiven Allspartenversicherer werden keine berauschenden betrieblichen Resultate erwartet. Um die Anleger dennoch zu überzeugen, dass die im Branchenvergleich unüblich hohe Dividendenausschüttung weitergeführt werden kann, muss der Konzern Fortschritte im Reorganisationsprogramm aufzeigen. Er zielt damit auf eine erhebliche Trimmung der Betriebskosten.

Zwischenergebnisse präsentieren nächste Woche auch Banque Cantonale du Jura, Belimo (BEAN 2406 -0.87%) und OC Oerlikon (OERL 12.3 -1.2%), AFG sowie Interroll (INRN 568 0.53%) und Thurgauer Kantonalbank.

 

Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:

Mittwoch, 30. Juli 2014
Dienstag, 29. Juli 2014

Disclaimer

Diese Publikation dient ausschliesslich der Information.
Copyright © Verlag Finanz und Wirtschaft AG Disclaimer
Redaktion: report@fuw.ch

(Erstellt: 01.08.2014, 13:00 Uhr)

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