Der Vorbörsenbericht
Stand: Freitag, 19. März 2010 08:22 Uhr
Kennzahlen
| SMI | 6897.74 | +0.1% |
| Euro Stoxx 50 | 2913.74 | -0.6% |
| Dow Jones | 10779.17 | +0.4% |
| Nasdaq Comp. | 2391.28 | +0.1% |
| Nikkei 225 | 10824.72 | +0.8% |
| Hang-Seng | 21336.11 | +0.0% |
| Singapur STI | 2927.37 | +0.5% |
| USD/CHF | 1.0557 | -0.6% |
| EUR/CHF | 1.4378 | -0.6% |
| 10J Eidg. | 1.93 | 0Bp |
| Erdoel (Brent) | 81.21 | -0.0% |
| Gold | 1124.20 | +0.2% |
Quelle: Thomson Reuters
Wichtige Ereignisse
| 08:45 | EZ | EZB-Präsident Trichet spricht |
| 09:30 | JP | BoJ Monatsbericht |
| 12:00 | DE | Verfall Futures und Optionen |
| 13:30 | CA | Verbraucherpreise |
| 17:30 | DE | Verfall Aktien-Optionen |
Overnight
USA: Rückläufige Erstanträge für Arbeitslosengeld schürten den Konjunkturoptimismus. Boeing stiegen 2,2%; Bernstein Research beurteilte das 787-Programm positiv. Palm brachen im nachbörslichen Handel 13,5% ein. Das Unternehmen prognostiziert für das vierte Quartal tiefere Umsätze. Fedex (+3,2%) wies einen über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn aus. Nike gewannen dank guter Ergebnisse 5,3%. Game Stop (+6%) rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzanstieg von 4 bis 6%. Nabors Industries fielen 4,8%, Helmerich & Payne 5,3%. UBS hatte die Titel von der „short-term buy“ Liste genommen. DuPont (+1,6%) rechnet für 2009 bis 2012 mit einem Gewinnwachstum pro Aktie von jährlich 20%. Die Umsätze an der Nyse waren mit 7,66 Mrd. Titeln mässig. Vor dem grossen Verfalltag wollten sich die Investoren nicht exponieren. Der Dow Jones Future liegt auf 10‘714 (-3 Punkte).
Asien: Die Börsen tendierten leicht fester. In Japan waren wegen des leichteren Yens Exportwerte gefragt. Sony stiegen 2,2%, Canon 1,9% und Honda Motor 2,1%. Immobilienwerte wie Mitsui Fudosan (-2,2%) und Mitsubishi Estate (-2,3%) blieben schwach. Die Landpreise sind in Japan 2009 weiter gesunken. Die Preise für kommerziell genutztes Land fielen auf den tiefsten je registrierten Wert. Die Erhebung reicht bis 1974 zurück. Hitachi (-1,5%) verzichtet auf die Dividende. Nikon (-2,9%) wurde von Goldman Sachs zurückgestuft.
Devisen: Mit 1,4436 Fr./€ notierte der Euro in Asien nur unwesentlich über dem gestern erreichten Tief. SNB Direktionsmitglied Jean-Pierre Danthine hatte gesagt, Schweizer Unternehmen und Konsumenten hätten sich auf höhere Kreditkosten einzustellen. Sie müssten sich auch damit abfinden, dass die Wechselkurse durch die Märkte bestimmt würden. Der Euro blieb gegenüber dem Dollar unter Druck. Rohöl für Lieferung April schloss 0,9% tiefer auf 82.20 $/Fass. Gold für Lieferung April kletterte 0,3% auf 1’127.50 $/Unze.
News Vorbörse Schweiz
Publigroup meldet einen Umsatzrückgang von 24,1% auf 1,6 (VJ 2,1) Mrd. Fr. Grund ist die markant rückläufige Vermarktung von Pressewerbung. Die Bruttomarge verminderte sich 18,9%, der Betriebsverlust konnte dank massiver Kostensenkungen im Umfang von 55,1 Mio. Fr. auf -4,5 Mio. Fr. begrenzt werden. Der Ebitda brach von 67,7 Mio. Fr. im VJ auf 7,9 Mio. ein, das Ergebnis auf Stufe Ebit rutschte von einem Plus von 40 Mio. auf -4,5 Mio. ab. Der Nettoverlust reduziert sich von 42,1 Mio. Fr. im Vorjahr auf 20,9 Mio. Die Verschuldung konnte um 20 Mio. auf 165 Mio. Fr. abgebaut werden.
Bachem: Der Pharma- und Biochemiekonzern meldet für 2009 einen Umsatzrückgang von 6,7% auf 181,8 Mio. Fr. Der Ebit reduzierte sich 27% auf 50,9 Mio. Fr, der Reingewinn fiel 22% auf 46,1 Mio. Fr. Der Generalversammlung wird eine Reduktion der Dividende von 3.20 Fr. je Aktie auf 3 Fr. beantragt. Mit den Resultaten verfehlte das Baselbieter Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Für das laufende Jahr rechnet Bachem mit einer Steigerung des Umsatzes und des Betriebsgewinnes
U-Blox: Der Umsatz des Halbleiterherstellers reduzierte sich 2009 leicht 1,3% auf 73,5 Mio. Fr. Der Bruttogewinn konnte jedoch 22% auf 38,9 Mio. Fr und die Bruttomarge von 43% auf 53% gesteigert werden, was das Thalwiler Unternehmen mit der Umstellung auf u-blox 5-basierte Module und Chipsätze begründet. Der Ebit und der Reingewinn fielen 38% auf 5,2 Mio. Fr. und 63% auf 3,3 Mio. Fr. Der Rückgang wird mit akquisitionsbedingten Betriebskosten erklärt. Diese Zahlen liegen unter den Markterwartungen. Für 2010 und darüber hinaus ist U-Blox optimistisch. Umsatz und Ebit sollen bis 2010 auf 140 Mio. Fr. und 20 Mio. Fr. steigen.
Schmolz + Bickenbach: Der Stahlhersteller verschiebt die Publikation des Jahresabschlusses vom 25. März auf den 29. April und die Generalversammlung vom 23. April auf den 24. Juni. Begründet wird die Verschiebung mit den Diskussionen über die langfristige Konzernkreditfinanzierung, die voraussichtlich bis Mitte April abgeschlossen sein sollen. Eine gesunde Kapitalstruktur soll die seit Januar 2010 verzeichnete höheren Bestelleingänge und Umsatzvolumen unterstützen.
Cosmo weist für 2009 einen konsolidierten Umsatz von 26,7 (VJ 34,2) Mio. € aus. Das operative Ergebnis (Ebitda) beläuft sich auf 6,1 (12,8) Mio. € und der Gewinn vor Steuern auf 5,3 (11,6) Mio. Unter dem Strich resultierte für das italienische, aber an der SIX kotierte Spezialitätenpharma-Unternehmen ein Nettogewinn von 4,0 (9,4) Mio. €. Cosmo ist für das laufende Jahr zuversichtlich.
Flughafen Zürich musste im Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang des Gruppenumsatzes um 4,5% auf 820,2 (VJ 855,1) Mio. Fr. hinnehmen. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda sank auf 402,2 (420,2) Mio. und auf Stufe Ebit auf 213,2 (234,1) Mio. Fr. Der Reingewinn erhöhte sich indes 57,1% auf 190,6 (121,3) Mio. Fr. Der Verkauf von 12% der 17%-Beteiligung am Bangalore International Airport hat dazu 75 Mio. beigetragen. Sonst wäre der Gewinn um 5,3% auf 114,9 Mio. Fr. zurückgegangen.
Nobel Biocare: Der Dentalimplantathersteller meldet für mehrere Produkte positive klinische Studien. Die jüngsten klinischen Daten dokumentierten die Wirksamkeit der Produkte NobelActive, All-on-4 und TiUnite.
Banque Privée E. Rothschild: Der Generalversammlung vom 29. April wird die Zuwahl Klaus Jenny (Ex-SKA, derzeit u.a. Bâloise) vorgeschlagen.
Ratings und Kursziele
| Swiss Prime Site: | UBS hebt das Kursziel von 61 auf 63 Fr. | |
| OC Oerlikon: | UBS hebt das Kursziel von 30 auf 34 Fr. | |
Charttechnik SMI
Über die vergangenen zwei Handelstage hat sich eine kleine Flaggenstruktur ausgebildet. Das Flaggen-Setup ist konsolidierungstypisch. Damit müsste der Markt in den nächsten paar Handelsstunden wieder etwas festere Tendenzen entwickeln. Im Fokus steht die Umgebung von 6930. Auf 1 bis 3 Handelstage hinaus sind auch 6960 noch in Reichweite.
Wesentliche Änderungen werden sich aus der vorherrschenden Situation kurzfristig kaum ergeben. Kursen über einer bestimmten Höhen steht nämlich bald einmal die Mittelfrist-Technik im Weg.
In der morgigen Samstagsausgabe der «Finanz und Wirtschaft» analysieren wir für Sie die Markttechnik von Roche GS und UBS.
SMI Stunden-Chart der vergangenen 30 Tage

Ausblick - kühles deutsches Konsumklima
Für die kommende Woche steht eine Vielzahl deutscher und europäischer Konjunkturdaten auf der Agenda. Zu Wochenbeginn wird das Verbrauchervertrauen der Eurozone für März veröffentlicht. Am Dienstag folgen die Einkaufsmanagerindizes von Industrie und Dienstleister (März) für Deutschland und die Eurozone. Ausserdem wird der ifo Geschäftsklimaindex für März publiziert. Am Donnerstag wird der GfK-Konsumklimaindex für April gemeldet. Im Vormonat war der Index nahezu stabil geblieben (-0,1 Punkte), die Konjunkturerwartung kühlte sich aber merklich ab. Auch die Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung verloren leicht an Wert. Verschlechtert sich der Konsumklimaindex weiter, dürften auch die Einzelhandelsumsätze schwächer ausfallen (Siehe Grafik).
Zur Lage des US-Immobilienmarktes informieren am Dienstag die Verkaufszahlen bestehender Häuser (Februar) und der FHFA Hauspreisindex (Januar), am Mittwoch die Neubauverkäufe (Februar). An diesem Tag wird auch der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (Februar) publiziert.
Auskunft zur Schweizer Konjunktur gibt die KOF-Frühjahresprognose 2010 am Freitag. Vergangenen Dienstag hatte das Seco die BIP-Prognose für 2010 von 0,7 auf 1,4% angehoben. Zudem melden zahlreiche Small- und Mid-Caps ihre Ergebnisse für 2009, darunter Meyer Burger (Montag), Kuoni, Rieter (Dienstag), Komax (Mittwoch), Interroll und Schmolz + Bickenbach (Freitag).
Schwächt sich das Konsumklima weiter ab, leidet auch der Einzelhandel.

Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:
Donnerstag, 18. März 2010
Mittwoch, 17. März 2010
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