Wirtschaft
Der stärkste Einbruch seit dem Euro-Start
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Im vierten Quartal schwächte sich der ohnehin zaghafte Aufschwung wieder ab: Die Wirtschaft wuchs im Vergleich zu den drei Vormonaten lediglich um 0,1 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag bekanntgab. Im dritten Quartal hatte die Wachstumsrate noch 0,4 Prozent betragen.
Vor allem Deutschland erwies sich als Bremsklotz: Hier stagnierte das Bruttoinlandprodukt zum Jahresende. In Frankreich wuchs die Wirtschaft dagegen dank kräftiger Zuwächse beim Konsum um 0,6 Prozent.
Angezogene Handbremse
Experten zufolge ist der strenge Winter zum Teil für den Dämpfer verantwortlich. Dazu kommen Kalendereffekte: 2009 fielen beide Winterferien-Wochen in den Dezember, in vielen anderen Jahren erstrecken sich die freien Tage bis in den Januar.
Für das erste Vierteljahr sei daher wieder mit einem etwas grösseren Plus zu rechnen, sagte Commerzbank-Experte Christoph Weil. «Das Bild einer mit angezogener Handbremse wachsenden Euro- Wirtschaft wird aber auch in den kommenden Quartalen Bestand haben.»
Griechenland sackt ab
Dabei spielt eine Rolle, dass einige Länder der Euro-Zone immer noch in einer Krise stecken. So schrumpfte etwa die italienische Wirtschaft überraschend im vierten Quartal wieder, nachdem sie im Sommer zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder gewachsen war.
In Griechenland verschärfte sich die Lage im Schlussquartal 2009 sogar wieder, das Bruttoinlandprodukt ging um 0,8 Prozent zurück, nach minus 0,5 Prozent im Sommerquartal. Auch Spanien steckt in der Rezession fest, dort sinkt die Wirtschaftsleistung nunmehr seit sieben Quartalen.
«Das zeigt, dass diese Länder nicht nur mit ihren Haushaltsdaten kämpfen, sondern auch mit einem sehr schwachen wirtschaftlichen Umfeld, und das macht es für sie umso schwieriger, ihre Finanzen in Griff zu bekommen», sagte Citigroup-Ökonom Jürgen Michels. (cpm/sda)
Erstellt: 12.02.2010, 16:09 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



