Wirtschaft

Deutsche finanzieren unsere Spitäler mit

Die Schweiz profitiert von eingewanderten Ärzten – insbesondere aus Deutschland. Die Rechnung dafür zahlt die deutsche Allgemeinheit.

Die Schweiz lockt immer mehr deutsche Ärzte an. 2008 arbeiteten über 3500 von ihnen in hiesigen Spitälern. Mittlerweile stellen sie weit mehr als die Hälfte der ausländischen Humanmediziner (siehe Grafik). Im Universitätsspital Zürich beispielsweise sind derzeit über 80 Prozent der ausländischen Kaderärzte Deutsche.

Für Deutschland ist das ein grosses Problem. Für die hohen Ausbildungskosten erhält der deutsche Staat keinen Gegenwert, wenn die Ärzte gleich nach Ausbildungsende ins Ausland ziehen. Wie hoch diese Kosten sind, hat das Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo) jetzt berechnet.

Hohe Einbussen

Eine 30-jährige Ärztin, die während ihrer Fachausbildung das Land verlässt, zuvor nur wenig Steuern und Sozialabgaben gezahlt hat und von einer kostenlosen Ausbildung profitieren konnte, belastet die Allgemeinheit mit 436'000 Euro. Bliebe sie in Deutschland, würde sie über ihre gesamte Lebenszeit einen positiven Beitrag von 639'000 Euro leisten. Per Saldo entgehen dem deutschen Staat damit Einnahmen von 1,075 Millionen Euro. Fazit der Studie: «Die Auswanderung (...) verursacht erhebliche Belastungen der öffentlichen Haushalte und Sozialkassen.»

Damit wird klar, wie stark die Schweiz von den aus Norden zugewanderten Ärzten profitiert: keine Ausbildungskosten, dafür Steuereinnahmen und Beiträge an die Sozialversicherungen.

Das Bundesamt für Gesundheit geht davon aus, dass jeder Medizinstudent in der Schweiz den Fiskus im Laufe der Ausbildung im Schnitt 720'000 Franken kostet. Für die Weiterbildung zum Facharzt kommt schnell einmal noch eine halbe Million hinzu. Hätte man die deutschen Mediziner an hiesigen Universitäten ausbilden müssen, hätte dies das Budget von Bund und Kantonen mit geschätzten 4 Milliarden Franken belastet.

Teurere Ausbildung in der Schweiz

Auch wenn die Ausbildungskosten zwischen den beiden Ländern nicht ganz vergleichbar sind, weil die Erhebungsmethoden abweichen: Max Giger, Präsident des Schweizerischen Instituts für medizinische Weiter- und Fortbildung (SIWF), ist überzeugt, dass die Ausbildung in Deutschland um einiges günstiger ist als in der Schweiz. Und das ohne grössere Abstriche in der Qualität. Die Kosten der Ausbildung von Doktoren ins Ausland abzuwälzen, hält Giger für bedenklich. Er weist darauf hin, dass ein grosser Teil der aus Deutschland abwandernden Ärzte durch Fachleute aus Osteuropa ersetzt wird. Dort wiederum klaffe nun eine Lücke im Gesundheitswesen. «In Rumänien verlassen fast 40 Prozent der Ärzte das Land direkt nach dem Studium», verdeutlicht Giger.

Ansetzen müsse man einerseits bei den Kapazitäten. Die nationale Strategie des Wissenschaftsrats aus dem Jahr 2006 sieht vor, die Studienplätze um 20 Prozent zu erhöhen. Die Schweizer Universitäten passen ihr Angebot entsprechend in kleinen Schritten an. Für Giger ist das zu wenig. «120 Schweizer Ärzte mehr pro Jahr bringen uns nicht viel weiter.» Die Universitäten müssten zusätzlich die Effizienz der Studiengänge erhöhen: «672 Diplome bei einer Aufnahmekapazität von 800 Medizinstudenten an den schweizweit fünf Fakultäten sind schlicht zu wenig. Die Universitäten sollten einen Output von über 90 Prozent erreichen», kritisiert Giger. Für FDP-Ständerat Felix Gutzwiller reicht die Aufstockung um 20 Prozent ebenfalls nicht aus. «30 Prozent sind das absolute Minimum. Dies würde unser Bildungssystem allerdings massiv verteuern.» Doch das, so ist sich der Gesundheitspolitiker gewiss, dürfte auf Widerstand in der Politik stossen.

Politik will reagieren

Auch in Deutschland ist die Politik gefordert, wie die Autoren der Ifo-Studie schreiben: «Unsere Berechnung zeigt, wie wichtig es ist, die Abwanderung (...) zu verhindern. Dafür muss die Politik durch die Gestaltung des Steuer- und Abgabensystems die richtigen Anreize schaffen. In Anbetracht der zunehmenden Zahl von qualifizierten Auswanderern besteht dafür ein hoher Handlungsbedarf», schreibt Christian Holzner, Ifo-Bereichsleiter «Sozialpolitik und Arbeitsmärkte».

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.09.2009, 09:49 Uhr

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52 Kommentare

majo naef

24.09.2009, 17:58 Uhr
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@Beat Zbinden ich bin da gar nicht froh - warum auch? Den numerus Clausus habe nicht ich eingeführt. Bleiben sie mal auf dem Teppich lieber Beat. @ Pierre Meier - genau so sehe ich das auch. Den deutschen Aerzten geht es finanziell teilweise gar nicht gut. Vor allem den Hausärzten. Viele gehen auch nach Schweden. Irgend was ist da nicht mehr im Gleichgewicht. Antworten


Rudolf Widmer

22.09.2009, 09:52 Uhr
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Mir gehen die Leute langsam auf den Geist,die immer über die deutschen meckern. Ich bin Schweizer,und ich bin froh,dass wir deutsche Arbeitskräfte haben,schliesslich sprechen sie die gleiche Sprache,was ein riesen Vorteil ist,und sind kulutrell von der Arbeitsweise sehr änhlich.Wir sollten froh sein,haben wir die chance solche Leute zu uns kommen zu lassen für unsere wirtschaft. Antworten


Severin Wälchli

22.09.2009, 08:29 Uhr
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@Simon Meyer: Tatsächlich, Ärzte mögen teilweise gut vedienen. Sehr gut verdienen sogar. Bedenken Sie aber, dass in einem Spital die meisten Einsätze von Assistenz-Ärzten geleistet wird. Und glauben Sie mir, für die 50 Stunden (was gemäss Vertrag deren Sollzeit ist, also nicht mit 42 oder gar 40 Stundenwoche!) Arbeitszeit verdienen die nicht viel. Antworten


Konrad Ziegler

22.09.2009, 07:00 Uhr
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Die grösste Schweinere ist , dass willige zukünftige Schweizer Ärzte ihr Studium gar nicht beginnen können, weil die Schweiz knausert und statt selber auszubilden, lieber billige und willige Deutsche importiert. Dass dabei Know How verloren geht, das kommt niemandem in den Sinn. Es ist ein Schande, wie mit unseren Jungen umgesprungen wird, kein Wunder wenn der Sozialfriede alt-jung leidet. Antworten


Heinz Frey

22.09.2009, 00:26 Uhr
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Dass wir hier auf Deutsche Mediziner angewiesen sind,bestreite ich.Klar ist,dass wir Schweizer selber verantwortlich dafür sind,dass hier zu wenige(?)Ärzte sind.WIR waren es,die den Numerus Clausus einführten und so die Zahl der Studienplätze für Ärzte künstlich tief halten.WIR waren es,die (via Parlament) einen Ärztestopp einführten.Und schliesslich bevorzugen Deutsche Ärzte Deutsche Assistenten. Antworten


Beat Zbinden

21.09.2009, 22:15 Uhr
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Anstatt einfach mal froh zu sein, dass die deutschen Ärzte die Gesundheitsversorgung in unserem Land sichern, beschweren sich manche wieder nur. Das Problem sind hier sicher nicht die Deutschen (egal, aus welchem Grund sie in die Schweiz kommen). Das Problem liegt in der völlig verfehlten Bildungspolitik der Schweiz, die zu einem gigantischen Akademikermangel in verschiedenen Bereichen geführt hat Antworten


Karin Merz-Frei

21.09.2009, 21:38 Uhr
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@Anita.Beeler. Hut ab davor, dass Sie den Mut haben zu sagen, wie leider seit langem schon die Realität aussieht. Zudem, bereits ein Drittel der Medizinstudenten sind Deutsche. Die Verdrängung hat also schon auf dieser Ebene eingesetzt. Wie sollen so genügend Schweizer oder Studenten aus anderen Nationen noch Ärzte werden können/wollen. Hier wären eigentlich unsere Politiker und die FMH gefordert. Antworten


Mark Baumann

21.09.2009, 21:26 Uhr
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Ist doch super für uns Schweizer wenn gut ausgebildete Ärzte in die Schweiz kommen! Den Mangel an Schweizer Nachwuchs ist wohl auch dahin zurückzuführen, dass sich viele intelligente Studenten lieber für einen besser bezahlten Job in der Privatwirtschaft entscheiden mit geregelten Arbeitszeiten. Das ist sehr schade aber verübeln kann man es ihnen nicht. Die Rahmenbedingungen sind das Problem! Antworten


Anna Uhland

21.09.2009, 17:45 Uhr
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@ Hs Ulr Schmutz: Dagegen spricht, dass wir die Schweizer nicht haben wollen. Antworten


Heinrich Baur

21.09.2009, 17:33 Uhr
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@Anita Beeler - Das Assistenzproblem bei den Ärzten kann ich nicht beurteilen, in gewissen naturwissenschaftlichen Bereichen waren die Universitäten zu meiner Zeit allerdings um jeden deutschprachigen Assistenten froh, um wenigstens Praktika und Übungen für die Studierenden (auch Medizinern) in ihrer Muttersprache zu sichern. Schweizer waren in meiner Arbeitsgruppe zu ca. 20% vertreten. Antworten


Hanspeter Estermann

21.09.2009, 17:09 Uhr
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Jeder hat sein Recht,dort zu arbeiten wo er besser getellt ist oder glücklicher ist.Die Deutschen sind an dieser Situation nicht schuldig-sondern unsere durchwegs unfähigen Politiker.Bes.diejenigen -welche in med.Grem-ien etwas zu sagen haben.Als Schwerkranker,bin ich sehr zufrieden (mit äusserst wenigen Ausnahmen )was die med. Grenzgänger leisten,incl.Pflege.Herzlichen Dank. Antworten


Stefan Müller

21.09.2009, 17:05 Uhr
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Der Arztberuf ist einfach zu unattraktiv: Numerus Clausus, langes und hartes Studium, lange "Internships", harte Arbeitswochen, enorm viel Verantwortung (evt. Gerichtsprozesse), im Verhältniss zur investierten Zeit nicht gerade top Salär, wenig Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung (eigene Praxis), der Respekt (Status) geht auch immer weiter flöten... Ein Job für Idealisten ! Antworten


Dani Kilcher

21.09.2009, 16:02 Uhr
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Numerus Clausus lässt grüssen ... plötzlich zu wenig CH Ärzte ?? Wen wunderts ? Dass D Ärzte scharenweise kommen, ist angesichts der Verhältnisse auch nicht verwunderlich. Liebe Stimmbürger da habt ihr heftig mitgeholfen, Tür und Tor stehen offen. Antworten


Jakob Meier

21.09.2009, 15:19 Uhr
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Unverständlich für CH-Bürger ohne Einsicht in das Spitalwesen: Weshalb gibt es überhaupt keine jungen Schweizer Ärzte mehr ? Wer kann mir das erklären? Antworten


Stefan Lang

21.09.2009, 15:08 Uhr
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Angesichts der verfehlten Bildungspolitik müsste es in der Bevölkerung einen Aufstand geben. Das System ist vorwiegend darauf ausgerichtet, Lehrlinge zu produzieren, in der heutigen komplexen Welt ist aber oft ein Hochschulstudium gefragt. Selbst im Finanzsektor arbeiten in den oberen Etagen immer mehr Deutsche. Wie man den Lebensstandard dauerhaft halten will in CH, ist mir schleierhaft. Antworten


Hs Ulr Schmutz

21.09.2009, 14:40 Uhr
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Dank der Politik der verflossenen 30 Jahre ist die Schweiz eh zu einem voll synthetischen Gebilde verkommen. Auf längere Sicht gar nicht überlebensfähig. Pro Tage benötigen wir mehr als 25'000 LKS im Grenztransit um diese Intensivstation am Leben zu erhalten. Was spricht dagegen, dass wir uns als 17. Bundesland in Deutschland integrieren ? Schätze, dass es in spätestens 10 Jahren Tatsache ist. Antworten


Marcello Re

21.09.2009, 14:29 Uhr
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Es ist schade, dass nie erwähnt wird, wieso eigentlich einen Arztmangel in der Schweiz herscht. Ich bin froh, dass Kollegen aus Deutschland kommen, denn wer würde noch mehr Überstunden machen? Leider oder zum Glück studieren immer wie mehr Frauen Medizin, welche dann nur Teilzeit arbeiten. Aber der Grund interessiert ja niemand! Antworten


Peter Mueller

21.09.2009, 14:29 Uhr
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Woher kommt denn eigentlich immer so ein Blödsinn? Quellensteuer (QS) zahlen Personen mit steuerrechtlichem Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz (solange ohne Niederlassungsbewilligung C). Wer in CH wohnt zahlt voll Quellensteuer. Wer in D wohnt und in CH arbeitet (Grenzgänger) zahlt 4.5% QS, wobei die Quellensteuer aber an die deutsche Steuer angerechnet wird (gem. Doppelbesteuerungsabkommen). Antworten


Anton Burkhard

21.09.2009, 14:20 Uhr
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Meiner Erfahrung nach geht's den aus Deutschland kommenden Aerzten/-innen und Pflegern/innen nur darum, hier in der Schweiz erstens eine (Schweizer-)Arbeitsstelle zu haben und zweitens viele gute Fränkli zu verdienen. Gerade letzteres bleibt für sie auch nach Abzug der Sozialleistungen und Steuern genug übrig... Antworten


Ronald Muessle

21.09.2009, 13:47 Uhr
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Würden in Deutschland wir Ärzte(vor allem Hausärzte u. Ärzte für Allgemeinmedizin)vernünftig und adäquat ihrer akademischen Ausbildung bezahlt,wäre dies kein Problem für die Sozialkassen und den R.O.I. für die Staatskasse!Da in der Schweiz nicht nur die Bezahlung eine ganz andere Qualität hat,sondern auch die Arbeits-Umstände deutlich besser zu sein scheinen,wandern wir eben südwärts!Logisch,oder? Antworten


Thomas Bisang

21.09.2009, 12:41 Uhr
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Die Politik müsste mal im Gesundheitswesen vorwärts machen und die schnelle Mengenausweitung von (unnötigen) Behandlungen stoppen. Es bräuchte dann weniger Ärzte und sonstiges medizinisches Personal. Das bedeutet weniger Zuzugüger, weniger Druck auf die Infrastruktur, weniger notwendige Neubauten etc. etc. Migration kostet enorm viel, nur weiss man nicht wie viel genau! Antworten


Stefan Lang

21.09.2009, 12:21 Uhr
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Solange sich an der Bildungspolitik nichts ändert, wird man auch weiterhin auf ausländische Fachkräfte angewiesen sein. Der Import von Akademikern mag zwar kurzfristig ein ökonomischer Gewinn für die Schweiz sein, langfristig aber wird es sich rächen, dass der einheimische Nachwuchs nicht gefördert wird. Ein absoluter Wahnsinn für ein Land, welches die Mittel dazu durchaus hätte. Antworten


Pierre Meier

21.09.2009, 12:16 Uhr
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In der tollen Berechnung fehlen die Angaben über die Quellensteuer die 5 Jahre lang an Deutschland abgeführt werden, bzw. ein hoher Prozentsatz davon. Antworten


Anita Beeler

21.09.2009, 12:08 Uhr
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Dazu kann man auch noch Anfügen dass junge Schweizer Ärzte oft Mühe haben eine Assistenz-Stelle zu finden weil Deutsche Chefärzte ihre Landsmänner bevorzugen. Dasselbe passiert auch an den Unis/ETH/Fachhochschulen; Deutsche Leiter einer Forschungsgruppe stellen Deutsche Assistenten an obwohl es sehr wohl genügend gut ausgebildete und arbeitslose Schweizer hat! Eine Akademikerin mit Einsicht. Antworten


Karl Linder

21.09.2009, 12:06 Uhr
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Wir sind quasi Real Madrid in Europa und können uns dank der Gehälter / Steuerkosten die besten Leute leisten; Seien wir froh! So sind nunmal die Spielregeln. Wir profitieren einerseits, indem wir die Ausbildungskosten einsparen, andererseits zahlt die Schweiz für unterprivilegierte Migranten deutlich mehr an Sozialkosten, als sie einnimmt. So hält sich die Waage einigermassen. Antworten


Lutz Müller

21.09.2009, 11:59 Uhr
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@Matthias Körner …nicht befähigt waren? Das glauben auch nur sie als Deutscher. Die Deutschen sind so grossartig, dass sie es schaffen, ihre eigene Heimat zu zerstören. Das hattet ihr doch schon zweimal geschafft. Nun tut ihr es ein drittes Mal. Bravo. Antworten


Peter Mueller

21.09.2009, 11:44 Uhr
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Die Schweiz ist auf Ärzte aus dem Ausland angewiesen, so einfach ist das! Antworten


Dan Wunderli

21.09.2009, 11:41 Uhr
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Das ist ein Grundsatzproblem. Wenn mir der Staat ein teures Studium finanziert, sollte ich später als guter Steuerzahler zurück zahlen. Wenn ich auswandere, geht diese Rechnung nicht auf. Qualifizierte Einwanderer können dies 'lösen'. Ein Lösungsansatz könnte sein, die teuren Ausbildungen mehr durch zinslose Darlehen vom Staat zu finanzieren. Die muss ich in Raten zurückzahlen, egal wo ich bin Antworten


Kaspar Scheidegger

21.09.2009, 11:16 Uhr
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Gleichzeitig erschwert man ausgebildeten schweizer Fachärzten die Berufsausübung im Land indem man sie wegen dem Zulassungsstop nicht praktizieren lässt und wundert sich dann dass der Nachwuchs fehlt. Nachhaltiges Wirtschaften ist schwierig wenn man nur von Wahl zu Wahl und von Budgetjahr zu Budgetjahr denkt. Antworten


Urs Huggentobler

21.09.2009, 11:09 Uhr
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Deutschland ist selber Schuld. Vor 16 Jahren kam ich als Arzt in die CH, wegen einer 100-Std.-Woche in D und einem Lohn, für den in der CH kein Bauarbeiter auch nur die Hand aus der Hosentasche nehmen würde. In der Zwischenzeit hat sich die Lage weiter verschärft. Wen wunderst da, dass viele ins Ausland abwandern? D besteht bald nur noch aus Hartz-IV-Empfängern und der ausgesaugten Mittelschicht. Antworten


Ernst Pauli

21.09.2009, 10:44 Uhr
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Wir sollten den Deutschen Aerzten dankbar sein und ihnen nicht noch zusätzlich den schwarzen Peter zuweisen. Es spricht ja niemand von schlechterer Qualität. Ausländer-Hasser sollten eher mal bei ihren eigenen Politikern aufräumen, die für das Debakel zuständig sind. Antworten


Peter Gut

21.09.2009, 10:42 Uhr
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@Tom Würgler - Sehr viel hat das miteinander zu tun! Das ist das Märchen der Arbeitgeber, das sie uns da erzählen. Schlussendlich wird es ein hässliches Eigentor werden, das uns noch sehr viel kosten wird. Denn auch die Deutschen werden ihnen bestätigen können, dass das Abitur einfacher als unsere Matur abzuschliessen ist... Unsere Ausbildung ist schlecht, nicht die Schweizer ungebildeter! Antworten


Gion Saram

21.09.2009, 10:41 Uhr
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Sie stimmten für die Personenfreizügigkeit und jetzt jammern sie wenn genau diese Freizügkeit auch in Anspruch genommen wird. Die gleichen Klagen über mangelnden einheimischen Branchennachwuchs hörten wir bereits vor 40 Jahren, als die ausländischen Gastarbeiter den Nachwuchs in der Baubranche ersetzten. Das Wehklagen ist jetzt bloss grösser weil es um Akademikerberufe geht. Antworten


Mario Della Casa

21.09.2009, 10:33 Uhr
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Wenn dem deutschen Arzt vom Finanzamt die Hosen bis auf die Knöchel runtergezogen gezogen werden, muss man sich nicht wundern, dass er sein Glück ausserhalb Deutschlands (und ich denke, nicht nur in der Schweiz) sucht. Antworten


Heinrich Baur

21.09.2009, 10:18 Uhr
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@T. Widmer - Die Schweiz steht nicht in Deutschlands Schuld, wenn Ärzte und tausende weiterer Wissenschaftler z.B. in Chemie/Pharma mit teurer Ausbildung in die Schweiz kommen. Es sollte jedoch fair über die Sozialkosten und Beiträge diskutiert werden, die ca. 10.000 Arbeitslose verursachen. Übrigens, häufig sind schon unter den naturwissenschaftlichen Doktoranden in der Schweiz mehr Ausländer?! Antworten


Mathias Körner

21.09.2009, 10:15 Uhr
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Wie verbohrt ist man in diesem Land, dass man die eigenen klugen Kinder nicht auf die Gymnasien lässt und dann noch stolz darauf ist. Arme Kinder, die später dafür die besten Lehrstellen der Welt besetzen dürfen, allerdings nur, wenn sie welche finden. Schaut doch einmal in Eure Fachhochschulen, dort lehren so viele Deutsche, weil Schweizer bis anhin dafür gar nicht befähigt waren. Antworten


Ronald Lack

21.09.2009, 10:10 Uhr
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Es ist ganz einfach, Deutschland soll den abwanderungswilligen Aerzten die Kosten und gebühren zurückverlangen, ebenfalls sollten in der Schweiz diejenigen die ihre Studien abbrechen ebenfalls zur Kasse gebeten werden mit Rückzahlung der Stipendien. (dies nicht nur in Arztberufen, ewige Studenten oder solche die den Abschluss erst nach 8 Jahren oder später machen. Antworten


ruth leemann

21.09.2009, 10:06 Uhr
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Schweizer Qualität ist gefragt. Deutsche Ärzte wollen den gleich grossen Lohn wie die Schweizer und das kostet uns auch etwas - von Gewinn kann keine Rede sein - im Gegenteil die Gesundheitskosten steigen und steigen - wo soll das hinführen. Antworten


Hans Muster

21.09.2009, 09:59 Uhr
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Den Deutschen sei zu den Kosten gesagt, dass dies auch nur so ist, wenn die Ärzte in Deutschland Arbeit finden. Sonst fallen diese nämlich dort auch dem Sozialamt zur "Last". Unter Umständen wird sogar noch gespart oder zumindest das Minus nicht noch grösser, wenn sie in der Schweiz arbeiten. Ob es in Deutschland für die Ärzte genügend Stellen gibt kann ich aber natürlich nicht beurteilen. Antworten


Ulrich Raumer

21.09.2009, 09:54 Uhr
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Es zeigt sich eindeutig, dass mit dieser hohen Konzentration an Deutschen Ärzten durch sich bildende Seilschaften automatisch weitere deutsche Ärzte in die Schweiz einfliessen und dadurch Schweizer Ärzte verdrängt werden. Ausländisches Personal ist dank einer gewissen Abhängigkeit einfacher zu kontrollieren. Jeder Ausländer ist potentiell eher geneigt, seine Landsleute zu bevorzugen, wie auch wir. Antworten


Reto Lippold

21.09.2009, 09:48 Uhr
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Der Nationalrat hat vor gar nicht langer Zeit beschlossen, den Numerus Clausus für Mediziner weiter eng zu halten. In Zürich z.B. konnten von 900 Bewerbern nur 200 das Studium aufnehmen. Ausländische Ärzte und Ingenieure zu importieren mag finanziell attraktiv sein, die Schweiz führt es in eine Abhängigkeit. Wenn Geld und Wille für Ausbildung fehlen hat das mit nachhaltiger Politik nichts zu tun. Antworten


Tom Würgler

21.09.2009, 09:41 Uhr
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@ Hans Meier: was haben bitteschön Ärzte und Jugendarbeitslosigkeit zu tun?? Im übrigen wären wir ohne Zuwanderung arm wie eine Kirchenmaus. Wenn Sie rund um sich Wohlstand sehen, dann hat das mehr mit Zuwanderung denn mit helvetischer Grossartigkeit zu tun. Zum Glück gibt es qualifizierte Immigranten, die unseren massiven Mangel an Nachwuchs kompensieren. Antworten


Hans P. Grimm

21.09.2009, 09:39 Uhr
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Die Politik + Wirtschaft möchte sich allgemein von der Berufsbildung verabschieden. Ami-System, nur Wohlhabende können dann ihre Kids ausbilden, der grosse Rest wird ausgebildet aus dem Ausland importiert. Schweizer und Niedergelassene sind dann nur noch für Niedriglohnjobs vorgesehen oder sollen Auswandern, werden nicht mehr gebraucht und sind unerwünscht. Antworten


Simon Meyer

21.09.2009, 09:37 Uhr
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eine möglichkeit wäre auch, die rahmenbedingungen in der CH zu ändern. um kosten im gesundheitswesen zu sparen, könnte man die löhne der ärzte runtersetzen (z.b. auf das reale niveau in deutschland). erstens verdienen schweizer ärzte ziemlich gut und zweitens arbeiten sie ja nicht des geldes wegen, sondern um den menschen zu helfen. einiges mehr als der durchschnitt würden sie immer noch verdienen Antworten


Peter Gut

21.09.2009, 09:25 Uhr
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@Thomas Widmer - Wir bezahlen längst! Und wie! Die Ausbildung der Deutschen steht auch sonst hoch im Kurs in der Schweiz. Das bedeutet, dass unsere Ausbildung weniger wert ist und wir Schweizer im eigenen Land keine Arbeit mehr finden... Wann kommt endlich die Ventilklausel zum Zug? Schweinerei! Antworten


peter ess

21.09.2009, 09:18 Uhr
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Angesichts der gemeinsamen Sprache, zu mindest im D sprachigen CH, bietet sich die CH gerade als Arbeitsort an. Antworten


Hans Meier

21.09.2009, 09:07 Uhr
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Auch schon mal überlegt, weshalb bei uns die Jugendarbeitslosigkeit steigt und steigt? Könnte vielleicht ein Grund sein, dass man lieber in Deutschland fixfertige Arbeitnehmer holt, statt dass man Schweizerinnen (teuer) ausbildet und anlernt? Wie alles, hat auch diese Medaille zwei Seiten. Ob für Massenarbeitslosigkeit und die sozialen Folgen die deutschen Beiträgen längerfristig auch reichen??? Antworten


Miriam Amrein

21.09.2009, 08:46 Uhr
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Das ist Augenwischerei: Wenn die Ärzte im Ausland die gleichen Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen in der Heimat hätten, muss doch keiner glauben, dass sie in die Schweiz kämen. Mit den anderen Arbeitskräften ist es übrigens genau gleich! Antworten


Thomas Widmer

21.09.2009, 08:39 Uhr
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Und nun ? Muss die Schweiz wieder für alles bezahlen ? Wenn es für die Deutschen attraktiver ist in der Schweiz zu arbeiten ist das nicht ein Problem der Schweiz oder will hier jemand wieder ein schlechtes Gewissen einreden ? Antworten


Boris Günther

21.09.2009, 08:04 Uhr
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Wenn doch nur die Politiker Deutschlands auch wie die Autoren denken würden... "Dafür muss die Politik durch die Gestaltung des Steuer- und Abgabensystems die richtigen Anreize schaffen" Tun sie aber nicht, sondern vergrämen mit der Steuer- und Abgabenpolitik viele. Gruss von einem Deutschen der hier gerne lebt und arbeitet, und seine Ausbildung im grossen Kanton hatte... Antworten


Lucie Braun

21.09.2009, 07:49 Uhr
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was hier nicht zu sprache kommt sind die gründe weshalb soviele deutsche ärzte in der schweiz arbeiten wollen. m.e. müsste man das auch berücksichtigen. niemand wird gezwungen hier in die schweiz zu kommen und da zu arbeiten. liegt da der schluss nicht nahe, dass hier die bedingungen um einiges besser sind als in deutschland? da müsste doch die politik in D einges tun um das zu verändern! Antworten


Peter Gloor

21.09.2009, 07:48 Uhr
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Wie das BAG auf Kosten von 60000,-/Jahr für die Weiterbildung kommt ist nicht nachvollziehbar und scheint frei erfunden zu sein. Jeder der schon mal in einem Spital gearbeitet hat weiss, dass die Assistenzärzte den Spitalbetrieb aufrecht erhalten und den 24h*7 Tage Dienst abdecken. Weiterbildung ist eher pro forma, tatsächlich schuften sie unter sklavenähnlichen Bedingungen zu niedrigen Löhnen. Antworten



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