Wirtschaft
Deutschland will Griechenland entmachten
Aktualisiert am 28.01.2012 82 Kommentare
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Die Verhandlungen Griechenlands mit den Banken über den Schuldenschnitt sind am Samstag ohne Ergebnis beendet worden. Der Geschäftsführer des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, war in Athen mit Ministerpräsident Lucas Papademos und Finanzminister Evangelos Venizelos zusammengekommen.
Noch am Freitagabend hatten sowohl Athen als auch der Bankenverband erklärt, es seien «grosse Fortschritte in technischen, juristischen und anderen Themen erzielt» worden. Nach dem Ende des Gesprächs am Samstag verlautete aus griechischen Regierungskreisen, die Gespräche würden fortgesetzt. Eine Übereinkunft werde in der kommenden Woche erwartet, erklärte der IIF.
Banken bieten tieferen Zins
Dallara soll als Vertreter der Banken einen etwas günstigeren Zins für die neuen Anleihen vorgeschlagen haben, die die alten griechischen Staatsanleihen ersetzen sollen. Nach Informationen aus griechischen Bankquellen war ein Zinssatz von 3,8 Prozent im Gespräch.
Noch vor wenigen Tagen habe Dallara 4,0 Prozent im Durchschnitt vorgeschlagen. Die Zinsen sollten aber steigen, wenn die griechische Wirtschaft wieder wachse. Der Zinssatz für die neuen Papiere ist ein zentraler Streitpunkt.
Überwachung Athens durch EU?
Unterdessen bahnt sich zwischen Griechenland und anderen Euro- Staaten ein Streit um eine stärkere Überwachung Athens durch die EU an. Auf eine solche Kontrolle der griechischen Finanzpolitik durch die EU dringen Deutschland und andere Staaten, wie am Samstag aus europäischen Kreisen verlautete.
Die «Financial Times» hatte über einen deutschen Vorschlag berichtet, wonach die Finanzminister der Euro-Länder vor Zahlungen aus dem geplanten zweiten Hilfspaket einen Beauftragten ernennen sollen, der ein Veto gegen finanzielle Entscheidungen der griechischen Regierung einlegen kann.
«Die Haushaltskonsolidierung muss unter ein strenges Steuerungs- und Kontrollsystem gestellt werden», heisst es laut «Financial Times» im Vorschlag. Weil Athen seine Zusagen bisher nicht zufriedenstellend eingehalten habe, müsse es akzeptieren, «für einen gewissen Zeitraum» die Souveränität über seinen Haushalt abzugeben.
Griechenland und EU-Kommission gegen Beaufsichtigung
In griechischen Regierungskreisen wurde bestätigt, dass der Eurogruppe ein inoffizielles Arbeitsdokument vorgelegt wurde, das die Übernahme der Kontrolle über die griechische Finanzpolitik durch die EU vorsieht.
Für Griechenland komme eine solche Möglichkeit aber nicht in Betracht: «Es ist ausgeschlossen, dass wir das akzeptieren, diese Kompetenzen fallen unter die nationale Souveränität», hiess es in Athen. Auch die EU-Kommission wies Forderungen nach einem europäischen Haushaltskontrolleur für Griechenland zurück.
«Verwaltende Aufgaben müssen weiterhin voll in der Verantwortung der griechischen Regierung liegen, die gegenüber ihren Bürgern und Institutionen verantwortlich ist. Diese Verantwortung liegt auf ihren Schultern und so muss es bleiben», teilte der Sprecher von EU- Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel mit.
Zweites Hilfspaket könnte teurer werden
Gemäss dem deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» könnte das zweite Griechenland-Hilfspaket deutlich teurer werden als bisher geplant. Demnach rechnen die Experten der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank inzwischen damit, dass das Rettungspaket grösser ausfallen muss als Ende Oktober auf einem EU-Gipfel beschlossen.
Statt der 130 Milliarden Euro benötige Athen vermutlich 145 Milliarden Euro, schrieb das Magazin. Grund sei eine Verschlechterung der Wirtschaftslage in Griechenland.
(mrs/sda)
Erstellt: 28.01.2012, 19:10 Uhr
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82 Kommentare
Ja, der deutsche Steuerzahler darf alles begleichen, weil Deutsche Banken nicht auf ihre Forderungen verzichten wollen. Die Erkenntnis, dass dieses Steuerzahler Geld schlussendlich Deutschen Elite-Boni zugute kommt, sollte eigentlich allen Griechenland-Bashern Trost genug sein. Antworten
Deutschland sollte sich die Anspielung auf den "Gauleiter" verbitten.Zum einen scheinen manche immer noch nicht mitbekommen zu haben,dass der WK II seit 67 Jahren zu Ende ist.Zum anderen soll GR die Souveränität vorübergehend an die EU,nicht an D abgeben.Ein himmelweiter Unterschied.Drittens gibt es nicht wenige Griechen,die durchaus für so eine temporäre Souv.abtretung an fähige EU-Beamte sind. Antworten
Das hilft alles nichts.
Am Ende darf der deutsche Steuerzahler alles begleichen.
Blöd nur, dass der auch schon lange faktisch zahlungsunfähig ist. Und der Rest von Europa sowieso.
Und das Geld, das wir auf der Bank haben? Schon mehrfach verliehen!
Keine Ahnung, wie das alles ausgeht, aber glaubt ernsthaft noch jemand an ein Happy End?
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Tja, man kann halt nicht gleichzeitig, das Geld von anderen Leuten ausgeben und die absolute Souveränität über das eigene Land und Verhalten. Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing, geht das Sprichwort. Haben die Griechen wirklich geglaubt, sie könnten sich Olympische Spiele, einen aufgeblasen Beamtenapparat und eine hochgerüstete Armee auf Pump leisten, OHNE einen Verlust an Souveränität? Antworten
D möchte dass fähige Beamte (aus Europa) den Griechen zeigen wie man das Finanzressort führt.
Ich habe schon Interviews mit griechischen Bürgern gesehen in denen Griechen gefordert haben daß ihrer Verwaltung auf die Sprünge geholfen wird.
60 Mrd Euro Steuerschulden sind noch einzutreiben, das kanns nicht sein! Der Normal-Grieche muß seine Steuern doch auch zahlen.
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Ein griechischer Philosoph wurde einmal von einem Schüler gefragt, Meister soll ich heiraten oder soll ich nicht heiraten. Dieser antwortete ihm, heirate oder heirate nicht, du wirst es immer bereuen. So ähnlich kann man dies bei der Beurteilung der griechischen Souveränitätsfrage sehen. Antworten
Und Sokrates "ich weiss, dass ich nichts weiss";
musste sogar den Schierlingsbecher trinken ...
Bis jetzt ist ja noch nichtmal Geld nach GR geflossen.
Man schaue sich mal die Bilanzen des Staates an.
Deutschland wird seinem schlechten RUf mal wieder voll gerecht und macht sich jeden Tag aufs Neue unbeliebt. Das sage ich als Deutscher. Pfui.
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Berger: Bei einem GR-Default werden die Garantien und Bürgschaften umgehend schlagend. Dann wird auch Stimmung in DE kippen und vermutlich zusammen mit FR den Euro verlassen. Der Resteuro wertet dann auf einen kümmerlichen Resteuro ab. Die Spareinlagen der Gross-Banken sind verkonsumiert und weg. Der GR-Default dürfte im Februar/März kommen und anschliessend PT wird dasselbe erleiden, etwas später
Deutschland wäre gut beraten, aus der EU auszutreten und auch die D-Mark wieder einzuführen.
Ich sehe nicht, dass Europa D "verdient" hat, wenn wie akt. das wohl mit Abstand bestaufgestellte Land innerhaltb der EU nur kritisiert und auffordert, noch mehr Schulden anderer zu übernehmen, anstatt dass jedes dieser Lädner erstmal in medias res geht und endlich anfangt, radikal umzudenken.
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@Schneider: In dem Moment wo D die DM wieder einführt wird diese so 40% aufwerten und 1 Jahr später haben sie dann 12% Arbeitslose. dann noch ein Austritt aus der EU, dann ist der gemeinsame Markt auch weg. Auch D exportiert immer noch mehr nach NL, FR, IT und GB als nach China, aber das wollen viele Nationalisten nicht begreifen,
Für die Erstellung der Liste brauchten sie Monate. Im November war Deadline für die Steuersünder. Und nochmals brauchten die Griechen 2 Monate bis die Liste veröffentlicht wurde. Zudem beinhalten viele Beträge Bussen, die bei einem Deal reduziert werden. Andere hocken eh schon im Gefängnis. Toll wäre, wenn sie durch die Liste 1 Mia reinbekommen würden. Mehr ist nicht drin. Eine Farce.
Wenn eine Privat Person,seine Finanzen nicht mehr in den Griff bekommt,bekommt sie doch auch einen Beistand oder sogar einen Vormund: Deutschland hat doch bestimmt Pensionierte Finanzbeamte,die in Sachen,Steuern,Rentenkassen usw kontrollieren könnten Antworten
@huber: Es ist wie bei Sozialhilfeempfängern. Wenn man Unterstützung will, gibt es Auflagen. Auch eine Gemeinde die sich verschuldet hat kommt in der Schweiz unter Zwangsverwaltung
Herr Huber, warum gibt es noch immer Staaten die innigst darum bitten in den Euro-Raum aufgenommen zu werden? Handelt es sich bei diesen Ländern Ihrer Meinung nach um Masochisten od. erwarten diese Kandidaten nicht wie alle anderen auch einen Profit? Wenn Griechenland wie die Osteuropäer seine Wettbewerbsfähikeit erhöhen würde, anstatt seine Oliven an Italien zu verscherbeln, wäre allen geholfen!
Die grössten Profiteure des EURO heissen Deutschland und Frankreich. Heute weiss man/frau dass beinahe alle europäischen Länder ihre Zahlen "frisiert" haben. Und kürzlich fand man bei einer konkursiten Bank 55 Milliarden! Meinen Sie, das ist ein Rechenfehler (Milliarden nicht Millionen)?
Nochmal..., weder Deutschland noch die Schweiz sollten ein Interesse an weiteren Transferleistungen nach GRI und anderer Staaten haben, solange die Budgetkontrollen nicht klar geregelt sind. Die Schweiz müsste sich um einen weiteren Wertverfall des Euro Sorgen machen (Export, SNB-Interventionen, Inflation) Deutschland um seine die Staatsverschuldung und steigende Kreditzinsen. Keiner kommt davon!
Würden Sie Milliarden an Krediten vergeben, ohne eine Kontrolle auszuüben?
Eine merkwürdige Interpretation der deutschen Hilfsmaßnahmen zur Stabilisierung Europas, lieber Herr Huber, mit dem Kopf noch im zweiten Weltkrieg?
@R. Huber: Dann haben Sie das wichtigste nicht gelesen. Im Artikel heisst es "Deutschland und andere Staaten". Auch die Niederlande und Finnland wollen GR überwachen, und einige andere. Da Sie Finnland kein Machtstreben vorwerfen, ist es vielmehr so, dass die Schweizer ihre Vorurteile und Parteilichkeit gegen D niemals zu verlieren scheinen.
Da kommt mir nur ein Wort in den Sinn: Neokolonialismus! Griechenland sollte sich von EU und € befreien; zumindestens bis das Land wieder Fuss gefasst hat. Unter Bevormundung und Sparmassnahmen wird das Land nie eine neue Wirtschaftsstruktur aufbauen können. Antworten
Alex Renge: Deutschland steht ja selber nicht weit von der Pleite. Wenn jemand weiss wie man haushaltet sicher nicht Deutschland - dann schon eher die Schweiz. Die Besorgnisse von Lesern würde ich schon ernster nehmen, aber nicht dass Deutschland Kriege führen würde sondern selber Pleite geht aufgrund von bekannter Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit.
ich bin auch dieser meinung, dass griechenland aus der eu austreten soll und den konkurs anmelden muss. dann können sie den dinar neu einführen und von vorne anfangen. die jetzigen schulden müssenten sie nicht zurückzahlen. schlimmer kann es nicht mehr kommen für griechenland. die schweiz muss sich von den zahlungen zurückziehen, denn die schweizer sind ein suveräner staat und haben bezahlt.
@H. Schefer: Was eine freie GR-Regierung alles leisten kann, haben wir ja in den letzten Jahren gesehen. Aber es ist schön, dass Sie der GR-Verwaltung zutrauen, ganz alleine eine neue Wirtschaftsstruktur aufzubauen. Und Sie haben Recht: Sparmassnahmen sind doch nur lästig. GR sollte sich noch viel mehr verschulden als bisher schon. Am besten bei der UBS, die machen das gern.
@H. Schefer: Dann machen Sie den Bock zum Gärtner. Wie effektiv die griechische Regierung und Verwaltung selbst sind, haben wir ja inzwischen gesehen. Oder was glauben Sie, wer den Schlamassel erst verursacht hat?
Genau das. Ich schreibe schon seit Jahren, dass das was wir in der EU beobachten ist der pure Neokolonialismus nur mit den anderen Mitteln als frühe. Die Ziele sind die gleichen.
Für Griechenland wäre eigentlich der Konkursverwalter die passendste Figur. Das Land hat schliesslich genug Inseln, die man als Konkursdividende den Gläubigern überlassen könnte. Vielleicht käme sogar die Schweiz noch in den Genuss eines solchen exterritorialen Gebietes. Dort könnte man z.B. ein eidegenössisches Gitmo-Hotel eröffnen und vergnügungssüchtigen IRS-Agenten Wasserkuren anbieten. Antworten
Warum nicht gleich alle Griechen zu Leibeigenen erklären?
Deutschland zahlt, das Volk wird ausgenommen. Deutschland muss und wird untergehen, so ist es gewollt. Griechenland wird langsam die Souveränität entzogen, andere Länder folgen. Die EU-Diktatur kommt. Ausser den Banken wird hier niemand gerettet. Das ganze (Finanz-) System kann gar nicht gerettet werden, so ist es konstruiert. Geld aus dem Nichts schöpfen und noch Zins dafür verlangen, Frechheit!! Antworten
GR hat ungefähr das Bruttosozialprodukt des deutschen Bundeslandes Hessen. Warum also muss eine so kleine Volkswirtschaft "gerettet" werden mit abermilliarden EURO? Warum sollte ihre Insolvenz EU und EURO bedrohen? Da ist so vieles, welches ich mir gern von Schweizern erklären lassen würde. Die deutsche Presse ist unerträglich. Ich sage nicht, dass sie lügt, aber sie unterschlägt systematisch . Antworten
@casutt: Es gibt noch ein anderes Szenario: Wenn einer oder mehrere schwache Staaten aus dem Euro aussteigen, könnte das eine massive Aufwertung des Euro zur Folge haben. Und mit sozialen Unruhen muss man so oder so rechnen. Denn je mehr die Wirtschaft entfesselt wird, umso mehr werden wie Leute, die das alles bezahlen, verlieren: Die kleineren Steuerzahler, die keine "Fluchtmöglichkeit" haben.
Das sofortige Fallenlassen von Griechenland würde Italien und Spanien anstecken. Die zwei Länder wären aber zu gross um geholfen zu werden. Die Welt in Europa würde stillstehen. Mit grossem Applaus von ewigen Schnödern müssten Banken vor dem Kollaps verstaatlicht werden, doch das schlägt dann auch eins zu eins auf den Konsum und die Industriefirmen durch. Die Liquidität wäre sofort eingefroren.
@casutt. Ach, soziale Unruhen haben wir jetzt nicht? Die Krawalle in Frankreich und England schon vergessen? Einmal abgesehen davon, dass Griechenland die Schleuse der meisten Asylbeantrager in Europa geworden ist. Dieser Kontrollvorschlag zeigt nur zu deutlich, dass die EU den Griechen gar nicht zutraut, sich alleine aus der Misere arbeiten zu können. In meinen Augen zu Recht.
@susi eder: griechenland fallen zu lassen, ware rein wirtschaftlich gesehen, kein problem für die eu. die bedrohung liegt im vertrauensverlust. wenn die griechen scheitern, rücken länder wie italien, spanien, frankreich u. zuletzt gar deutschland in den fokus der insolvenz. der euro wäre geschichte, die eu wohl ziemlich zerstritten, soziale unruhen kaum zu verhindern, könnte gar im krieg enden...
Deutschland profitiert von der EU. Stimmt! Dafür muss das Land aber etwas liefern. Was machen die eigentlich falsch, wenn sie erfolgreicher sind als die andern? Sollen sie halb Europa mit Steuergeldern finanzieren? Sind wir Schweizer nicht gleich erfolgreich? Die Deutschen können machen was sie wollen – es ist immer falsch! Das ist der Fluch ihrer Vergangenheit! Keine «Freude herrscht»! Oder doch? Antworten
Die Sache ist einfach. Der € ist unterbewertet für ein Land wie Deutschland. D.h. Deutschlands Industrie kann billig produzieren. Dazu "importiert" das Land billige Arbeitskräfte trotz Arbeitslosigkeit (~7%). Für fast alle andern EU-Länder ist der € überbewertet. Das ergibt Probleme beim Export. Kurz: Es lebe die gemeinsame Währung die von Prof. Hankel (googeln) kritisiert wurde.
Danke, Herr Lützenberger, ungefähr so siehts aus und zusätzlich noch eine nahezu unkontollierte Zuwanderung von analphabetischen "Fachkräften" aus dem Moslemraum. Wir sparen bereits hart für die nächste Heizöllieferung und bekommen gesagt, wie unermesslich gut es uns geht.
Man kann die Welt nicht per politischem Dekret gleich machen wollen.
Einen schönen Sonntag noch.
"Deutschland will Griechenland entmachten" hoffe nicht, sonst kommen mir ganz böse Erinnerungen auf. Ich denke es ist nötig, dass endlich alle EU-Länder sich gegen die arrogante Art von Deutschland und Frankreich zur Wehr setzen. Deutschland lässt die eigene Bevölkerung finanziell Bluten um die Macht in Europa zu erlangen. Da frage ich mich schon, ob die Deutsche Bevölkerung Blind und Stumm sind;- Antworten
Saxer: Ihren paranoiden Deutschenhass teile ich nicht. Und Ihre Ansichten eh nicht. Ich möchte auch nicht, dass das als Mehrheitsansicht der Schweizer herüberkommt. Kritik ja, Polemik nein danke.
Herr Fitzgerald, Da kommen mir auch noch ein anderes reiches Land in den Sinn, wo eine ähnliche Ansicht herrscht. Mit der Ausrede der zu geringen Grösse und des zu geringen Effekts ist man dort aber bestenfalls zu symbolischen "Solidaritäts"-Beiträgen in den IWF (vielleicht) bereit und sah sich jahrelang in der Rolle des Wirtschaftsprofiteurs und als Paradekritikers bereits ausreichend engagiert.
Mit den deutschen ist es immer das gleiche, kaum gehts mal ein paar Monate obsi, meinen sie, die ganze Welt hängt am deutschen Tropf. Ab den Kommentaren hier könnte man sich kaputtlachen, wenns nur nicht so tragisch wäre.
Soviel Stumpfsinn habe ich selten gelesen. Das ganze Theater geht eigentlich nur darum, die Kosten von Fehlinvestitionen (hauptsächlich der Banken und Eliten) der Allgemeinheit unterzujubeln. Es läuft der größte Diebstahl der Geschichte am hellen Tageslicht ab und niemand scheint es zu erkennen. Zentralbanken fördern die 1% zulasten der einfachen Sparer und Bürger. Antworten
Tom, dreh nicht alles auf den Kopf. Es ist die Kernaufgabe einer Bank Sorgfalt bei der Vergabe von Krediten zu üben. Niemand kann eine Bank zwingen in fragwürdige Staatsanleihen zu investieren (niemand MUSS). Jetzt soll das Risiko vom Investment getrennt werden und der Allgemeinheit untergejubelt werden. Die Zentralbanken fördern diese Verletzung des Geistes von Rechtsstaatlichkeit.
Ihre Aussage ist ja so etwas von falsch! Am Anfang standen wie so oft Wahlversprechen, die dann mit vielen Krediten finanziert wurden. Durch den Euro konnten die Griechen Schulden zu tiefen Zinsen aufnehmen, wie noch nie in der neueren Geschichte. Es hiess immer die Schulden werden begliche. Banken und Versicherungen MUSSTEN vom Regularot aus für Geschäfte Staatsanleihen in ihre Bücher nehmen.
@T. Hatziisaak: Falsch. Der grösste Gläubiger von GR sind die griechischen Banken und Sozialversicherungen. Auch die GR-Notenbank gehört dazu. Wenn die Regierung pleite geht, bricht also sofort das gesamte GR-Bankenwesen zusammen. Dann erst kommen französische, deutsche, italienische Gläubiger.
Tja, warum wohl nicht? Vielleicht, weil DE der grösste Gläubiger von GR ist, und weil DE will, dass die Infrastrukturprojekte, die in GR mit deutschen Grossfirmen realisiert werden mussten, bezahlt werden. DE ist nun Schuldner besagter Grossfirmen, aber DE hätte wissen müssen, dass GR aufgrund fehlender Wirtschaftskraft diese Investitionen niemals refinanzieren kann. EU = Erratische Union.
Weil das nicht so einfach ist und denn Deutschland auch bockt, weil viele deutsche Banken (und fronzosen) sehr viel Geld in GR lagern
GRI sollte austreten, dann müsste man hier wenigstens nicht ständig die armseligen Nazi-Vergleiche anstelle von vernünftigen Argumenten ertragen, wenn DEU mal wieder nicht widerstandslos das Geld rausrückt. Anderereseits wäre es interessant bei weiterer Verschuldung die langen Gesichter, der Ignoranten zu sehen, wenn die SNB noch ein paar 100 Milliarden einsetzen muss um den Franken zu schwächen. Antworten
@Lieber Herr Baur, wie recht sie haben, es gibt eben wirklich Menschen die glauben noch tatsächlich, man könne Geld einfach drucken / aus dem Nichts materialisieren und sich nicht vorstellen können wie man eine Kurs Untergrenze halten kann.
In der Regel dieselben die auf Atomstrom verzichten können, da sie ihr Strom einfach aus der Steckdose nehmen.
Das offizielle Deutschland wird langsam zum neoliberalen Amokläufer.
Was sage und machen eigentlich die deutschen Bürger? Fallen wirklich alle auf die schäbigen völkischen Hetzer in den Medien herein oder erkennen sie doch langsam an ihrem Lohnzettel, wie sie 20 Jahre lang um ihren Anteil am Wohlstand geprellt wurden und im Grunde dieselben Interessen und Gegenspieler wie die Griechen haben?
Antworten
Das ist jetzt eben Teil des "Teile und Herrsche" der Eliten. Man teilt die Bevölkerung in Gruppen (ethnische funktionieren meist sehr gut, religiöse geht auch) und bringe diese mit Hilfe der von den Eliten kontrollierten Massenmedien gegeneinander auf. Damit sind diese dann vollständig mit sich selber beschäftigt und die Elite kann weiterwursteln.
Glaube ich nicht. Merkel wird in die Enge gedrängt von denen, welche D zur Melkkuh erklärt haben.
Zu 2: Hier in D interessiert sich die Politik nicht die Bohne für die arbeitenden Steuerbürger.
Kaum jemand glaubt noch dem Medien-Mainstream, jedoch sind wir davon mittlerweile umsponnen wie von einem gigantischen Spinnennetz.
Kein Tag vergeht ohne Erwähnung der NS-Vergangenheit in HEUTE.
Das ist mir mit den Rettungsschirmen alles egal, Hauptsache es herrscht Frieden in Europa. Krieg kostet nicht nur mehr Geld, sondern auch viel Blut.Wie schnell kommt ein Herdenführer hinterm Ofen hervor und führt die Herde in den Abgrund. Beispiele kennen wir genug.
Wenn ich mich recht erinnere zahlen die Deutschen schon seit 60 Jahren und zwar auch schon für die Vorläufer dieses Wahnsinns.
@A. Muri: Sie haben absolut Recht. Die Griechen und auch die Deutschen werden seit vielen Jahren von ihren Regierungen ausgenommen, zum Wohl von ein paar wenigen. Die "einfachen" Leute sind sich viel näher, als die meisten glauben - und zwar über Ländergrenzen hinweg.
Paparis: Aber ihr schafft es, Europa wirtschaftlich in den Abgrund zu ziehen.
Aber sie haben es im 2. Weltkrieg doch geschafft ;)
Gr und D sollten sich aus dem Weg gehen:
GR geht pleite und zahlt weder Schulden , noch Renten, Gehälter, Sozial und Infrastrukturleistungen.
D spart sich das Steuergeld der kleinen Leute, Risiken und vor allem üble Nachrede.
Schon wieder dieser ewige Deutschschweizer Komplex wegen des "grossen Kantons". Falls Sie es nicht bemerkt haben, ist Deutschland seit zirka 65 Jahren ein demokratisches Land, das nur unfreiwillig in die Rolle des Europäischen Zahlmeisters geraten ist, zur Unterstützung von Ländern, die einfach unfähig sind Ihre Finanzen unter Kontrolle zu halten. Wer zahlt hat auch ein Recht zur Mitsprache.
@T. Dubach: Stimmt. Seit einigen Jahren werden 0,2 % der Gehaltserhöhungen zweckgebunden für "Versorgungsrücklagen" verwendet, aber im Kern ist Ihre Aussage richtig: Die Beamtenpensionen haben einen Konstruktionsfehler. Da in den 70ern viele Beamte eingestellt wurden, wird sich das in absehbarer Zeit auswirken.
Herr Renge, gemach, gemach. Mehr Grossdeutschland bedeutet auch, dass die Staatsverschuldung eigentlich doppelt so gross ist wie offiziell ausgewisen. In Ihrem gelobten Land werden Pensionen aus dem laufenden Budget bezahlt und sind nicht mittels Einzahlungen durch Arbeitnehmer und-geber "gefunded". Das hat nichts mit Pedanterie, Effizienz oder Sturheit zu tun, sondern mit Cleverness.
@W. Amann: Dann erinnern Sie sich ja sicher auch an die "Schweizer-Hiebe": Als D sich nach dem Krieg nicht wehren konnte, wurde der Schwarzwald von unseren lieben Nachbarn gerodet. Und bei der Gelegenheit wurde auch gleich der Flughafen Zürich mit Nordausrichtung gebaut. Es hat einen anderen Grund, dass CH gegenüber Grossmächten kritisch eingestellt ist: Weil man nämlich selber keine ist.
@R. Fritz: Da blöken ausgerechnet die am lautesten, die am wenigsten davon mitbekommen haben. In der Opferrolle gefällt man sich eben am besten, nicht? Und wo es sie nicht gibt, wird sie eben künstlich konstruiert. CH ist noch perfektionistischer, effizienter und unnachgiebiger als D. Glauben Sie mir, lieber Gross-D als Gross-CH.
@Renge,bei Ihren Kommentaren können Sie jeweils auf Seitenhiebe gegen die Schweiz nicht verzichten.Sie müssen aber wissen dass sich noch viele Schweizer an ein Grossdeutschland erinnern können.Und Ihre Ahnen auf Nahrungsmittelhilfe aus der Schweiz angewiesen waren als das D-Reich in Trümmern lag.Das ist mit ein Grund warum Schweizer gegenüber
"Grossmächten" kritisch eingestellt sind.
@Alex Renge: Was in Europa mit einer Gross-Schweiz abgehen würde wissen wir nicht, was aber mit Gross-Deutschland abgehen kann, da haben wir so unsere Erfahrung!
@P. Kaegi: Immer noch besser als eine Gross-Schweiz, das wäre wirklich schlimm. Die EU besteht aus vielen Ländern, aber die verstecken sich hinter D: Finnland wollte gleich für jede Zahlung ein Pfand von GR, der NL-Finanzminister de Jager gibt recht rabiate Interviews über GR, die Slowaken wollen von GR-Hilfen gar nichts wissen, und F verfolgt knallhart seine Eigeninterressen, genau wie auch GB.
Wenn man das ganze aus finanzieller oder wirtschaftlicher Sicht betrachtet, ja dann ist die EU mehr oder weniger Deutschland. Und im Normalfall ist es überall in der Wirtschaft so, dass derjenige der am meisten Geld liefert, auch am meisten zu bestimmen hat. Wenn das denn Griechen nicht passt dann sollen sie aus der EU raus und selber schauen wie sie wieder auf die Beine kommen.
Wer zahlt, schafft an. Eine alte Regel, die auch hier gilt. Wenn Griechenland weiter so unverantwortlich wirtschaftet, dann hat es auch die vollen Konsequenzen zu tragen. Abgabe der Finanzsouverenität oder pleite gehen. So einfach aber auch sehr heilsam und lehrreich für die Schlampereien. Antworten
Wenn es GR nicht selbst hinbekommt müssen Europäer zugunsten der Griechen eben die Arbeit tun.
Es geht doch nicht so weiter daß griechische Poltiker die Steuern für die Normalverdiener immer mehr erhöhen während die Großverdiener noch 60 Mrd Euro Steuerschulden haben.
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