Wirtschaft

Die Reichsten der Welt sind ein wenig ärmer geworden

Von Ralf Kaminski, New York. Aktualisiert am 12.03.2009 4 Kommentare

2008 gab es 1125 Milliardäre, nun sind es laut «Forbes» nur noch 793. Und Bill Gates hat trotz Verlusten den Spitzenplatz zurückerobert.

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Die zehn Reichsten der Welt. Bill Gates, Microsoft, 40 Milliarden Dollar.
Bild: Keystone

   
Bill Gates überholt Warren Buffet und erobert sich so den Spitzenplatz in der Liste der reichsten Leute zurück.

Bill Gates überholt Warren Buffet und erobert sich so den Spitzenplatz in der Liste der reichsten Leute zurück. (Bild: Keystone)

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Innerhalb eines Jahres haben die Reichsten der Welt 2 Billionen Dollar verloren: Die 793 Milliardäre sind gemeinsam nur noch 2,4 Billionen Dollar schwer. Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich auf der «Forbes»-Liste der Reichsten den ersten Platz zurückerobert, den er 2008 nach 13 Jahren an Warren Buffett verloren hatte (siehe Tabelle) – obwohl beide in den letzten 12 Monaten hohe Verluste hinnehmen mussten (Gates 18 Milliarden, Buffett 25).

Die USA bleiben das Land mit den meisten Superreichen (359), haben aber auch am meisten verloren (125). Russland hat zwei Drittel weniger und somit nur noch 32 Milliardäre; Indien hat noch halb so viel: 24 statt 53. Europa, letztes Jahr Heim von 298 Milliardären, hat noch 196. Die Verluste der Schweiz halten sich in Grenzen: Laut «Forbes» leben hier 9 Milliardäre mit einem Gesamtvermögen von 30,3 Milliarden – letztes Jahr waren es noch 11 mit 44,8 Milliarden. An der Spitze ist weiterhin Ex-Serono-Chef Ernesto Bertarelli mit 8,2 Milliarden (Platz 52), gefolgt von Medizinaltechnik-Unternehmer Hansjörg Wyss mit 5,7 Milliarden (Platz 83). Zu arm geworden für die Liste sind Zahntechnikunternehmer Thomas Straumann sowie das Transportindustrie-Ehepaar Gianluigi und Rafaela Aponte.

Vermögendes Kalifornien, weniger reiche Frauen

Die Stadt mit den meisten Milliardären ist nicht mehr Moskau (27), sondern New York (55), gefolgt von London (28). Die höchste Konzentration an Superreichen findet sich allerdings in Kalifornien: 77 (2008: 101). Nur 72 auf der «Forbes»-Liste sind Frauen (zuvor 99), die reichste ist mit 17,6 Milliarden Alice Walton (Platz 12), die Tochter des Wal-Mart-Gründers Sam Walton. Unter den 20 Reichsten der Welt belegen Amerikaner 10 Plätze.

Trotz der Wirtschaftskrise gibt es auch 38 Neu-Milliardäre, 21 davon in den USA. Einige Alteingesessene sind sogar reicher geworden, darunter Michael Bloomberg (Platz 17), der als New Yorker Bürgermeister zwar nur 1 Dollar im Jahr verdient, aber dessen gleichnamiges Unternehmen neu und höher bewertet worden ist. Auch der reichste Japaner, Tadashi Yanai (Platz 76), hat mit seinen Uniqlo-Kleiderläden zugelegt. Noch immer aber sind die beiden wichtigsten Quellen für Reichtum die Finanzindustrie und der Immobilienmarkt. Im Schnitt sind die Milliardäre 63 Jahre alt – 2008 hatten die vielen jüngeren Superreichen aus Russland und China das Durchschnittsalter auf 61 gedrückt.

Zum ersten Mal seit 2003 hat die Zahl der Milliardäre sich verringert. Prominenteste Abgänge sind Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der sich nur ein Jahr halten konnte, der frühere Citigroup-Boss Sandy Weill und der ehemalige AIG-Konzernchef Maurice Greenberg. Die zehn grössten Verlierer haben letztes Jahr gemeinsam 238 Milliarden Dollar rückwärts- gemacht – das ist mehr als das Bruttoinlandprodukt von Irland oder Israel.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.03.2009, 08:32 Uhr

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4 Kommentare

Ronnie König

12.03.2009, 09:50 Uhr
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Könnten die nicht mehr für diese Welt tun? Sie haben ja das Geld von der ganzen Welt bekommen. Antworten


Tom Feigel

12.03.2009, 09:00 Uhr
Melden

Sollen wir jetzt für sie singen gehen ? Ohne Insider- bzw. Frontrunning-Wissen hätten diese Leute nie und nimmer so viel Geld verdient. Banker sind ein wichtiges Hilfsmittel , um den sogenannten Flow zu spielen. Mehr sage ich dazu nicht, weil mir langsam die Angelegenheit zu doof ist. Antworten



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