Wirtschaft

Die Schweizer schauen wieder aufs Portemonnaie

Aktualisiert am 09.11.2010 11 Kommentare

Der neue Konsumentenindex zeigt: Die Schweizer schätzen die wirtschaftliche Lage pessimistisch ein. Mehrere Faktoren drücken den Konsumenten auf die Kauflust.

Nach stetigem Aufstieg folgt ein klarer Dämpfer: Entwicklung des Konsumentenindex der Seco. <i>(Grafik: Seco)</i>

Nach stetigem Aufstieg folgt ein klarer Dämpfer: Entwicklung des Konsumentenindex der Seco. (Grafik: Seco)

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Die schlechten Prognosen erwirken Zurückhaltung: Der Konsumentenindex nahm im Oktober d

Die Konsumenten in der Schweiz sind wieder etwas skeptischer: Sie rechnen mit einer wenigen guten Wirtschaftslage und mehr Arbeitslosen. Auch die eigene finanzielle Lage schätzen sie negativer ein als noch im Sommer.

Der Index der Konsumentenstimmung, der quartalsweise bei rund 1100 Haushalten ermittelt wird, sank im Oktober auf den Stand von &7 Punkten. Im Juli lag er bei &16 Punkten, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

Prognosen verunsichern Konsumenten

«Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Schweizer Franken und auch die Börsenentwicklung machen sich bemerkbar», sagt Peter Steiner vom Ressort Konjunktur des Seco. Die weniger optimistische Sicht der Konsumenten liegt damit im Einklang mit den oft nach unten korrigierten Prognosen der Konjunkturforscher.

«Insgesamt hat der Index aber immer noch ein hohes Niveau», sagt Peter Steiner. So entspreche der Stand in etwa jenem des dritten Quartals 2007 (&8). Vor einem Jahr lag der Indexwert bei -14, im Oktober 2008 sogar bei -35.

In den Index fliessen vier Fragen ein: Zum einen werden die Umfrageteilnehmer nach der Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage in den kommenden 12 Monaten gefragt. Auf diese Frage bezogen zeigte der Index im Oktober mit &19 Punkten einen weniger optimistischen Wert als im Juli mit &33 Punkten.

Weiter wird nach der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen innert eines Jahres gefragt. In der Oktober-Umfrage gingen die Haushalte dabei von einer höheren Anzahl aus als noch im Juli.

Etwas weniger Sparmöglichkeiten

Die eigene finanzielle Lage wurde von vielen ebenfalls schlechter eingeschätzt (&3, Juli &10). Die Erwartungen zu künftigen Sparmöglichkeiten sind aber nur leicht gedämpfter ausgefallen. Der Index erreichte mit &24 in etwa den Juli-Stand (&27).

Weiter befragen die Statistiker die Haushalte jeweils nach der Preisentwicklung oder auch der Arbeitsplatzsicherheit. Diese Antworten fliessen aber nicht in den Gesamtindex ein. Es zeige sich bei diesen Subindizes ein uneinheitliches Bild, schreibt das Seco.

So verbesserte sich die Einschätzung der vergangenen Konjunkturlage deutlich, während die Einschätzungen zur aktuellen Sparmöglichkeit leicht negativer ausgefallen sind. Auch rechnen die Haushalte für die kommenden 12 Monate mit höheren Preisen.

Kaum verändert haben sich aber die Antworten zur Frage, ob es jetzt günstig sei, grössere Anschaffungen zu machen. Der Index blieb mit &3 in etwa auf dem gleichen Stand (&1 im Juli). Die Einschätzung der Arbeitsplatzsicherheit hat sich ebenfalls kaum verändert (mrs/sda)

Erstellt: 09.11.2010, 08:28 Uhr

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11 Kommentare

kurt imsteg

09.11.2010, 08:58 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ja, der Sonderfall CH wird jetzt für lange Zeit verharren und tiefer fallen. Die Rechnung für fehlgeschlagene Politik (insbesondere PFK, einseitiges Abstützen auf Finanzsektor etc.) wird nun knallhart präsentiert. Wird keine kurze Sache geben. Also: Warm anziehen! Antworten


hans meier

09.11.2010, 10:09 Uhr
Melden

wen wunderts: exorbitante krankenkassen-erhöhungen, mwst-erhöhung, höherer lohnabzug für die alv, höherer lohnabzug zur deckung der misswirtschaft der pensionskassen, prämienerhöhungen bei vielen versicherungen, erhöhung der lebenskosten auf breiter ebene und der bund korrigiert dann ende jahr den index des teuerungsausgleichs nahe null, damit auch ja keine lohnerhöhungen gefordert werden können Antworten



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