Wirtschaft

«Die UBS ist zu gross für die Schweiz»

Aktualisiert am 16.04.2009 13 Kommentare

Die an der gestrigen GV angekündigte Strategie der UBS, weiter als Universal-Grossbank tätig zu sein, hält Bankenexperte Manuel Ammann für riskant für das Land. Er ist überzeugt, dass die aktuelle nicht die letzte Finanzkrise ist.

Quelle: SF1.

Die Strategie der UBS, am Investmentbanking festzuhalten und weiter als Universal-Grossbank tätig zu sein, hält Bankenexperte Manuel Ammann für volkswirtschaftlich riskant. «Die UBS ist eigentlich zu gross für die Schweiz», sagte er am Mittwoch in der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens. Um das Bankensystem zu stabilisieren, brauche es stattdessen viele kleine Banken, bei denen die Gefahr von Klumpenrisiken weniger gross sei.

Der Professor der Universität St. Gallen ist überzeugt, dass die Welt noch mehr Finanzkrisen erleben wird – unter anderem, weil in den letzten Monaten «problematische Anreize» geschaffen wurden. Durch das Einspringen der Staaten seien falsche Signale an die Banken gesendet worden – wer scheitere, dem helfe im Notfall der Staat. Jetzt seien die Banker noch gebrannt von den aktuellen Erfahrungen. Doch sobald es einige Jahre wieder gut laufe, würden wieder Risiken eingegangen.

Die aktuelle Finanzkrise sei in ihren schlimmsten Teilen überwunden. «Von einem Kollaps des internationalen Finanzsystems ist nicht mehr die Rede.» Mit negativen Nachrichten aus der Finanzbranche müsse man jedoch vorerst weiter rechnen.

(oku)

Erstellt: 16.04.2009, 06:53 Uhr

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13 Kommentare

Alexander Kyriakidis

15.04.2009, 22:19 Uhr
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Es ist immer wieder erstaunlich, wie jetzt, nachdem die Wirtschaft auf der Intensivstation liegt, von Experten das Wort ergriffen wird und Ratschläge erteilt werden. Ich frage mich, wo denn die reflektierenden Stimmen aus dem Elfenbeinturm vor Ausbruch der Krise waren. Wenn die UBS zu gross für die Schweiz ist, dann müsste ja Liechtenstein noch ein viel grösseres Problem haben. Antworten


willi aerne

15.04.2009, 23:53 Uhr
Melden

Leider ist davon auszugehen, dass Ammann recht hat. Wenn die Regulierungen nicht zweckdientlich geändert/verschärft werden, ist das gegenwärtige Vorgehen der Staaten eine direkte Aufforderung zum "Moral Hazard" Spiel: Weiter hohe Risiken eingehen kein Problem, weil ja im Pannenfall der Steuerzahler als "last resort" ausgebeutet werden kann! Antworten



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