Wirtschaft

EZB: «Es wurde keine Linie überschritten»

Aktualisiert am 21.05.2010

Der Ankauf von Staatsanleihen hat der Glaubwürdigkeit der Europäischen Zentralbank nach Ansicht ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet keinen Schaden zugefügt.

«Es wurde keine Linie überschritten», sagte EZB-Chef Jean-Claude Trichet in einem am Freitag auf der Internetseite der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» veröffentlichten Interview. «Unsere Linie ist die Preisstabilität, und unsere Glaubwürdigkeit beruht auf dem Erreichen dieses Ziels.» Die EZB kaufe Staatsanleihen nicht, um Geld in die Märkte zu leiten, wie es andere Zentralbanken täten. «Unser Kurs der Geldpolitik bleibt unverändert. Deshalb schöpfen wir die gesamte zugeführte Liquidität wieder ab.»

Die EZB hatte Mitte Mai überraschend erstmals in ihrer Geschichte mit dem Kauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt begonnen. Kritiker warfen ihr vor, sie finanziere damit indirekt die Defizite von kriselnden Ländern wie Griechenland und schüre Inflationsgefahren. (vin/sda)

Erstellt: 21.05.2010, 18:53 Uhr

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