Wirtschaft
Ende der Wirtschaftsflaute nicht in Sicht
Aktualisiert am 17.04.2009 5 Kommentare
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Die Schweiz sei für diese Situation aber relativ gut gewappnet, sagte SNB-Präsident Jean-Pierre Roth heute an der GV der Notenbank in Bern. Bei seinem letzten Auftritt vor den Aktionären dämpfte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, der Ende Jahr zurücktreten wird, Hoffnungen auf einen raschen Aufschwung. In laufenden Jahr müsse mit der stärksten Rezession seit 1975 gerechnet werden. Neben sinkenden Exporten und rückläufigen Investitionen sei auch davon auszugehen, dass der Konsum schrittweise zurückgehen werde, weil die Unsicherheit über die Entwicklung der Kaufkraft der privaten Haushalte wachsen werde.
Zwar gibt es laut Roth hier und dort Anzeichen einer Stabilisierung, und der Rückgang des Bruttoinlandprodukts dürfte in näherer Zukunft allmählich an Intensität verlieren. Eine eigentliche Wende dürfte jedoch erst nächstes Jahr eintreten. Die Erholung werde zudem langsam vor sich gehen, weil die gegenwärtigen Schwierigkeiten nicht einfach zyklischer Natur seien. Sie seien auch die Folge einer tiefen Vertrauenskrise.
Schweiz ist «relativ gut gewappnet»
Der SNB-Präsident zählte aber auch eine Reihe von Gründen auf, die dafür sprechen, dass die Schweiz für die Bewältigung der Krise «relativ gut gewappnet» ist. So sei die Exportindustrie sowohl preislich wie auch technologisch wettbewerbsfähig. Die Unternehmen hätten in den letzten Jahren gute Ergebnisse erzielt und verfügten über gesunde Finanzen. Im Unterschied zu anderen Ländern bildete sich in der Schweiz gemäss Roth in den letzten Jahren keine Immobilienblase. Einen Vorteil sieht der Notenbankchef in der auf KMU beruhenden Firmenstruktur, die Flexibilität bringe. Schliesslich seien die Finanzen der öffentlichen Hand saniert und die Zahlungsbilanz in einem soliden Zustand.
Auch wenn die Nationalbank den Absturz nicht verhindern konnte, zog der oberste Stabilitätshüter eine positive Bilanz der Geldpolitik. Die auf den Geldmarktsatz ausgerichtete Politik habe sich in der von der Verschlechterung auf dem Kreditmarkt geprägten Phase als besonders zweckmässig erwiesen. Sie habe es erlaubt, die Schweizer Wirtschaft teilweise von den Auswirkungen der Finanzkrise abzuschirmen.
Schlechtere Bedingungen am Kapitalmarkt
Eine «Kreditklemme» ist nach den Worten des SNB-Präsidenten in der Schweiz nach wie vor nicht zu beobachten. Allerdings hätten sich die Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen am Kapitalmarkt deutlich verschärft. Deshalb habe die Nationalbank am vergangenen 12. März beschlossen, in jenen Marktsegmenten zu intervenieren, die die markantesten Ungleichgewichte aufwiesen. Roth bekräftigte zudem, dass die gleichzeitig zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder aufgenommenen Interventionen am Devisenmarkt nicht eine wettbewerbsorientierte Abwertungspolitik seien. Vielmehr gehe es darum, den Deflationsgefahren dezidiert zu begegnen und einen erneuten Anstieg des Frankenkurses gegenüber dem Euro zu verhindern.
UBS-Rettungspaket gegen Kritik verteidigt
Roth rechtfertigte ausserdem das Rettungspaket zu Gunsten der UBS. Die von der Nationalbank finanzierte Auslagerung der Problemaktiven könne erst in ein paar Jahren abschliessend beurteilt werden. «Falls sie am Ende einen Gewinn abwirft, wird man sich vielleicht fragen, ob sie wirklich nötig gewesen sei», sagte Roth laut Redetext und fügte hinzu: «Falls aber Verluste entstehen, wird man zum Schluss kommen, dass mit dieser Massnahme das Schlimmste hat verhindert werden können.» (raa/ap)
Erstellt: 17.04.2009, 13:19 Uhr
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Wirtschaftsflaute. Na und? Mit der Konjunktur ist es wie bei der Wahlbeteiligung: wenn sie schrumpft, sind die Leute einfach zufrieden, mit dem was sie haben. Was hat das mit Krise zu tun? Klar: es gibt weniger Arbeitsplätze. Aber Arbeitslosigkeit ist nur politisch-organisatorische Unfähigkeit. Die vorhandene Arbeit verteilen, und schon gibt es keine Arbeitslosigkeit mehr. Wohlstand statt Wachstum Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



