Wirtschaft
Exportindustrie legt zu – trotz des starken Frankens
Exportwachstum im Juli
Exportwachstum im Juli
Prozent
Quelle:Eidgenössische Zollverwaltung
Tiefere MwSt gefordert
Der Schweizerische Verband für visuelle Kommunikation (viscom) fordert in einem Schreiben an den Bundesrat unter anderem Entlastung bei der Mehrwertsteuer und den Sozialversicherungsbeiträgen. Wenn die grafischen Unternehmen einen Prozentpunkt weniger AHV-, IV- und EO-Beiträge leisten müssten, könnten sie «direkt und unbürokratisch» 25 Millionen Franken sparen. Ebenfalls profitieren könnte die Branche von einem tieferen Mehrwertsteuersatz, ist viscom überzeugt.
Heute gilt bereits ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 2,5 Prozent für Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter. Angesichts der Bedeutung des Werbemarktes für die grafische Industrie müsse auch für Werbung ein reduzierter Mehrwertsteuersatz gelten, fordert viscom. (sda)
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Dem starken Franken zum Trotz hat die Schweizer Exportindustrie im Juli 2011 um 3,3 Prozent zugelegt, dies unter Berücksichtigung eines Arbeitstags weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Insgesamt exportierte die Schweiz im Juli Güter und Dienstleistungen im Wert von 16,6 Milliarden Franken, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. Inflationsbereinigt betrug das Exportwachstum 9,2 Prozent - den einen Arbeitstag weniger eingerechnet.
Dass die Schweizer Exportindustrie aber weiterhin unter Druck ist, zeigt die Preisentwicklung: Die Preise der Exportgüter sanken im Juli um 5,3 Prozent, was auf die Margen der Unternehmen drücken dürfte.
Uhrenbranche top
Immer noch allein auf weiter Flur an der Spitze befindet sich die Uhrenindustrie. Mit einem Plus von 21,2 Prozent übertraf sie gar ihre über die Monate Januar bis Juli gerechnete Wachstumszahl von 19,5 Prozent. Damit trug sie einen wesentlichen Anteil am in den ersten sieben Monaten des Jahres erwirtschafteten Schweizer Exportwachstum von 3,6 Prozent auf 116,9 Milliarden Franken.
Die Maschinen- und Elektronikindustrie vermochte im Juli immerhin 1,3 Prozent mehr Exporte abzusetzen. Und auch bei der Metallindustrie hielt sich der durch die Frankenstärke verursachte Schaden mit einem Minus von 2,7 Prozent in Grenzen. Für die chemische Industrie einschliesslich der Pharmasparte zeichnete sich hingegen mit einem Rückgang von 5,8 Prozent ein düstereres Bild.
Auch Importe gestiegen
Die Juli-Importe schliesslich stiegen arbeitsbereinigt um 2,4 Prozent auf 13,8 Milliarden Franken. Gleichzeitig gingen die Preise der importierten Güter um 3,5 Prozent zurück. Unter dem Strich verbleibt in der Handelsbilanz ein Überschuss von 2,8 Milliarden Franken. (miw/sda)
Erstellt: 23.08.2011, 14:12 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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