Wirtschaft
«Griechenland, Irland und Portugal sind nur ein kleiner Vorgeschmack»
Vor Finanzkrise gewarnt
Die BIZ fungiert als Plattform des Austausches für Notenbanker in aller Welt. Sie wurde zunächst zur Abwicklung der deutschen Schulden aus dem Ersten Weltkrieg gegründet, übernahm aber später zunehmend andere Aufgaben. Unter anderem verwaltet sie heute einen nicht unbeträchtlichen Teil der Goldreserven zahlreicher Zentralbanken.
Sie hat sich vor allem in den vergangenen Jahren auch in der Öffentlichkeit einen guten Ruf erworben, weil sie als eine der ersten internationalen Finanzinstitutionen vor der jüngsten Finanzkrise warnte – mehrere Jahre bevor die Finanzblase am US-Immobilienmarkt Mitte 2007 schliesslich platzte. (sda)
Artikel zum Thema
- Obamas härteste Bewährungsprobe
- Trichet: Ansteckungsgefahren durch Schuldenkrise sehr hoch
- IWF-Vize: Schuldenlast nicht das grösste Problem Griechenlands
- «Lagarde hat die Griechen beleidigt»
- Lagarde macht den Griechen Dampf
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die bislang auf einige Länder der Eurozone begrenzte Schuldenkrise kann nach Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zum Auslöser einer weitaus grösseren Finanzkrise werden.
Sollte die Politik die hinter den Schwierigkeiten Griechenlands und anderer Staaten liegenden Probleme nicht anpacken, sei eine Katastrophe denkbar, warnt die BIZ in ihrem heute in Basel veröffentlichten Jahresbericht.
Wehe, es wackelt ein Grosser
«Um es klar zu sagen: Die Marktturbulenzen rund um die Schuldenkrise in Griechenland, Irland und Portugal sind nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was bevorstünde, wenn die Anleger ihr Vertrauen in die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen einer grossen Volkswirtschaft verlieren würden.»
Notwendig seien beherzte Massnahmen «gegen die übermässige Verschuldung des privaten wie auch des öffentlichen Sektors, um eine solide Grundlage für ein hohes, ausgewogenes reales Wachstum und ein stabiles Finanzsystem zu schaffen», heisst es in dem Bericht.
Risiko Rezession gilt nicht
Dazu müssten die Staatsdefizite in den von der Krise am stärksten betroffenen Ländern unverzüglich und entschieden abgebaut werden. Dass rigorose Sparmassnahmen wie in Griechenland die Konjunktur belasten oder gar zu einer Rezession führen können, lässt die BIZ nicht als Gegenargument gelten: «Das grösste Risiko ist nicht 'zu viel zu früh' zu tun, sondern 'zu wenig zu spät'». (rub/sda)
Erstellt: 26.06.2011, 20:00 Uhr
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!



