Wirtschaft
Griechenland benötigt «sofort» Geld
Aktualisiert am 11.05.2010 14 Kommentare
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Das milliardenschwere Rettungspaket für die Euroländer ist endgültig unter Dach und Fach. Der EU-Ministerrat fällte in Brüssel den juristisch bindenden Beschluss für den europäischen Stabilisierungsmechanismus. Das in der Nacht zu Montag von den EU-Finanzministern geschnürte Paket sieht Kredite und Bürgschaften von bis zu 500 Milliarden Euro für hoch verschuldete Länder der Eurozone vor. Zusammen mit Notkrediten des Internationalen Währungsfonds (IWF) belaufen sich die Hilfen auf bis zu 750 Milliarden Euro.
Die deutsche Regierung beschloss am Dienstag den deutschen Anteil am 750-Milliarden-Rettungspaket. Deutschland will für Kredite von bis zu 123 Milliarden Euro bürgen. Die Summe könnte aber auf rund 148 Milliarden Euro ansteigen. Das wäre der Fall, wenn Länder nicht mitziehen, die selbst Hilfen zur Abwehr eines Staatsbankrotts brauchen. Die Garantiezusagen sollen auf drei Jahre befristet sein.
Griechenland braucht sofort Geld
Schon vor dem allgemeinen Rettungspaket für die Eurozone hatten EU und IWF ein konkretes Notfallpaket für Griechenland geschnürt. Nun verlautete beim Finanzministerium in Athen, dass Griechenland «sofort» eine erste Tranche beantragen werde. Die Bitte soll sich auf 20 Milliarden Euro belaufen, davon würden 14,5 Milliarden von den Eurostaaten stammen und 5,5 Milliarden vom IWF.
Griechenland erhält das Geld unter der Bedingung, drastische Sparprogramme umzusetzen. Stärkere Sparanstrengungen verlangt die EU- Kommission auch von anderen hoch verschuldeten Länder: Wie EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn dem «Handelsblatt» vom Dienstag sagte, müssen Spanien, Portugal, Italien und Frankreich Anfang kommender Woche neue Sparvorschläge vorlegen.
Vorschläge der EU-Kommission
Laut Rehn soll die Kommission künftig nicht nur die Haushalte der Mitgliedstaaten sondern auch deren Wettbewerbsfähigkeit stärker überwachen. «Wir müssen die ökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone beseitigen», sagte er weiter. Am Mittwoch wird Rehn Vorschläge zur Stärkung des Stabilitätspakts und einer besseren Koordinierung der Haushalts- und Wirtschaftspolitik präsentieren. (bru/AFP)
Erstellt: 11.05.2010, 09:07 Uhr
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14 Kommentare
Interessant wäre doch zu wissen, wieviel von dem "Hilfsgeld" in die Refinanzierung bestehender Schulden fliesst und wieviel in neue Schulden. Ich hab anderswo gelesen, 2010 sind rund 22 von 56 Mia. € NEUE UND ZUSÄTZLICHE Schulden (=Haushaltdefizit) zu erwarten. Die Sparmassnahmen machen jetzt 30 Mia aus. Na ja, immerhin sieht es so nicht aus wie ein Fass ohne Boden. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



