Wirtschaft

Heftiger Streit unter Starökonomen

Die Wirtschaft weiter mit Staatsausgaben stimulieren oder sparen? Diese Frage spaltet die Ökonomenzunft. Folgt die Politik der falschen Seite, hätte das drastische Konsequenzen.

Der Meister, seine Kritiker und sein Schüler: John Maynard Keynes (oben), Kenneth Rogoff (unten links), Niall Ferguson (unten mitte), Paul Krugman (unten rechts).

Keystone/Reuters

Zur weiteren Konjunkturentwicklung bestehen wieder beträchtliche Unsicherheiten. Sie sind eng verknüpft mit der Frage, was die Wirtschaftspolitik tun soll. Hier sind führende Ökonomen heftig zerstritten. Der Streit ist in den letzten Tagen und Wochen erneut eskaliert. Im Wesentlichen stehen sich zwei Lager gegenüber, die sich gegenseitig für inkompetent halten. Die eine Seite kann etwas unscharf als keynesianisch bezeichnet werden, weil sie sich an den Lehren des 1946 verstorbenen britischen Ökonomen John Maynard Keynes orientiert. Dessen Grundlehre ist, dass Märkte nicht immer zu einem gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht mit Vollbeschäftigung finden und dass dann staatliche Massnahmen nötig werden. Die andere Seite bestreitet dies und glaubt grundsätzlich an ein Gleichgewicht, zu dem Märkte auch nach Krisen wieder zurückfinden. Für diese Ökonomen sind staatliche Massnahmen die wahre Gefahr.

Bis zum Ausbruch der Finanzkrise hatten die Keynesianer bei den Ökonomen nur noch eine geringe Bedeutung. Im Gegensatz dazu dominierten komplexe Modelle, die belegen sollten, dass die Märkte automatisch zu einem Gleichgewicht ohne konjunkturelle Arbeitslosigkeit zurückfinden müssten. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise glaubte aber kaum mehr jemand daran und die Keynesianer erlebten eine Renaissance. Weltweit leiteten Regierungen angesichts des Einbruchs sofort Ankurbelungsprogramme ein, wie es sie in diesem Ausmass noch nie gegeben hat.

«Die Keynesianer haben nichts gelernt»

Nach dem anfänglichen Erfolg der Keynesianer in den ökonomischen Auseinandersetzungen haben sich ihre Gegner wieder machtvoll zurückgemeldet. Zeugnis davon ist eine Debatte, die das britische Wirtschaftsblatt «Financial Times» lanciert hat. Dort titelte der auch als Buchautor berühmte Harvard-Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson seinen Beitrag mit der provozierenden Aussage: «Die heutigen Keynesianer haben nichts gelernt». Es sei deprimierend («depressing») dass diese Ökonomen die Entwicklung der Wissenschaft seit den 70er- und 80er-Jahren verpasst hätten.

Von der anderen Seite tönt das genau umgekehrt: «Ökonomen, die ihre ganze Karriere mit Gleichgewichts-Konjunkturtheorien verbracht haben, entdecken jetzt, dass sie all ihre Ersparnisse beim Betrüger Bernie Madoff investiert haben», schrieb maliziös Nobelpreisträger Paul Krugman auf seinem Blog. Wie Ferguson hält auch er den Zustand der Wirtschaftswissenschaften für bedenklich. Allerdings meint er damit die Fehlentwicklung, die seiner Ansicht nach mit den Gleichgewichtsmodellen eingesetzt habe. Krugman ist neben Joseph Stiglitz – ebenfalls Nobelpreisträger – der bekannteste Keynesianer. Die Nobelpreise besagen allerdings nicht viel, denn auch die Gegenspieler ihrer Theorie haben für ihre Modelle einige davon eingeheimst.

Die wenigen Gemeinsamkeiten

Genau betrachtet gibt es selbst zwischen diesen mittlerweile stark verfeindeten Lagern in wichtigen Punkten einen Konsens: Die Konjunkturpolitik sollte in der Regel den Notenbanken über die Geldversorgung überlassen bleiben, überbordende Staatsschulden sind auf die Dauer schädlich, und ein langfristiges Wachstum lässt sich weder mit Geldpolitik noch mit staatlichen Ankurbelungsmassnahmen steigern.

Die Analyse der Keynesianer fusst vor allem auf der Ansicht, dass die Wirtschaft in den USA und in Europa in einer so genannten «Liquiditätsfalle» stecke (siehe Artikel zum Thema, «In der Falle»). In dieser Situation bleibt die Geldpolitik der Notenbanken wirkungslos. Die Leitzinsen sind bereits nahe bei Null, die Inflation sinkt, und es droht eine Deflation. Unternehmen wie Konsumenten lassen dann das Geld lieber auf der hohen Kante liegen, statt es auszugeben. In dieser Lage können nur staatliche Investitionen die Nachfragelücke wieder schliessen, die durch die Zurückhaltung von Konsumenten und Unternehmen entsteht, nur so lässt sich die Arbeitslosigkeit abbauen.

Das Rätsel der tiefen Langfristzinsen

Wenn die Regierungen jetzt zu früh mit Sparen beginnen, würde sich die Schuld kaum abbauen lassen, da auch die Wirtschaft wieder in die Rezession zurückfiele. Erst wenn der Wirtschaftsmotor wieder normal brumme, sei Sparen angesagt. Das stärkste Argument der Keynesianer ist das Zinsniveau. Dass auch die langfristigen Zinsen in den grossen Wirtschaftsräumen tief bleiben, ist für sie Beleg genug, dass sich die Märkte nicht vor einem drohenden Staatsbankrott oder einer aus dem Ruder laufenden Inflation fürchten.

Die Gegner der Keynesianer lassen das nicht gelten. Sie unterstellen in ihren Modellen sowohl Konsumenten, wie auch Unternehmen, dass sie schon jetzt Geld auf die Seite legen, weil sie die höheren Staatsschulden später mit Steuern berappen müssen. Daher bezweifeln sie, dass staatliche Investitionen die Gesamtnachfrage deutlich erhöhen. Generell würden Stimulierungsmassnahmen wegen der damit verbundenen Schuldenlast das labile Vertrauen in die Wirtschaftspolitik weiter unterminieren. Das Problem dieser Argumentationsweise sind die Langfristzinsen, die bei solchen Unsicherheiten hoch sein müssten.

Die Kosten explodierender Schulden

Tatsächlich befinden sie sich aber auf historischen Tiefstständen. «Die Zinsen entwickeln sich nicht gleichmässig mit der Verschuldung, die Lage kann sich sehr plötzlich verschlechtern, wenn ein Land es damit übertreibt», schreibt Kenneth Rogoff in der Debatte der «Financial Times». Rogoff hat dieses Jahr gemeinsam mit der Ökonomin Carmen Reinhart ein viel beachtetes Buch («This Time is Different») über Finanzkrisen der letzten 800 Jahre veröffentlicht. Die wichtigste Schlussfolgerung: Eine Staatsverschuldung von über 90 Prozent gemessen am Bruttoinlandprodukt führt zu einer deutlichen Einbusse des langfristigen Wirtschaftswachstums. Kein Wunder, sieht er hier die grösste Gefahr.

Die Politiker der grossen Wirtschaftsmächte sind sich nicht einig, welcher der beiden Schulen sie folgen sollen. Daher tun sie etwas von Beidem. Sie reduzieren zwar die Staatsausgaben, aber zu wenig, um die steigende Staatsverschuldung einzudämmen, doch zu viel, um der Wirtschaft deutlich Schub zu verleihen. Dafür werden sie gleich von den Ökonomen beider Lager kritisiert. Denn es ist alles andere als sicher, dass sich in diesem Fall der Kompromiss auszahlt – beide Lager können nicht Recht haben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.07.2010, 12:55 Uhr

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24 Kommentare

Nadine Binsberger

22.07.2010, 19:07 Uhr
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@Signer 01:51: meinen Sie das qualitativ gewandelte Klima? Oder die vielfältigen radioaktiven oder gentechnologischen Gefahren? Oder die qualitativ immer schneller kaputt gehenden Apparate oder die vielfältig vergiftete oder gepanschte Nahrung? Wachstum wird durch beliebigen Materialverschleiss, trickreiche Finanzblasen und fiese Ausbeutung erzeugt. Echter Fortschritt ist ohne Wachstum möglich. Antworten


Bruno Bänninger

22.07.2010, 15:41 Uhr
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Das Eine tun und das Andere nicht lassen. Z.B.: die Ausgaben für Verwaltung und Behörden dürfen nicht mehr wachsen, sondern müssen generell auf eine vernünftige Relation zum BIP gebracht werden. Fakt: die Personalkosten des Bundes sind 2009 um 8% gewachsen! Wenn die Bürger die laufenden Kosten des Staates nicht mehr erarbeiten können droht mehr Schuldenwirtschaft und noch weniger Investitionen Antworten


Reinhard Kalinke

22.07.2010, 10:57 Uhr
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Die Natur des Wachstums ist ziemlich klar - es geht um die Vermehrung von Geld bzw Kapital. Es geht nicht um Wohlstand und nicht um die Befriedigung von Bedürfnissen - diese sind nur Mittel zum (Selbst-) Zweck der Geldvermehrung. Und hatte und hat auch stets einen steigenden 'Umweltverbrauch' als weiteres Mittel zur Folge. Antworten


Martin zumbuehl

22.07.2010, 08:28 Uhr
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Krugman ist der beste Ökonom. Er hat nicht nur akademisches, sondern auch praktisches Wissen und sein Satz: “Was Ökonomen in den letzten 30 Jahre kreierten, war im besten Fall wertlos“ kann ich aus CH Bank Erfahrung doppelt unterstreichen. Was gebraucht wird, ist gesunder Menschenverstand, die Aneignung von praktischen Fähigkeiten, Selbstwahrnehmung, Selbstdisziplin, Selbstmotivation & Einfühlung Antworten


Daniel Signer

22.07.2010, 01:51 Uhr
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Wer auch immer solche Wachstumskritik betreibt, scheint keine Ahnung von der Natur des Wachstums zu haben. Es geht nicht um unendliche Steigerung der Mengen sondern um wachsende Vielfalt und Qualität. Wir essen auch nicht 1000x mehr als die Höhlenmenschen, aber das Wachstum seither müsste man schon als gigantisch bezeichnen, die immateriellen Güter noch nicht mal berücksichtigt! Antworten


Nadine Binsberger

21.07.2010, 23:50 Uhr
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Beide Lager sind im Unrecht. Seit Jahrzehntausenden strebt der Mensch nach Wohlstand. Dazu musste er viel leisten und arbeiten. Wachstum war angesagt Jetzt haben wir ihn erreicht. Niemand muss mehr und mehr konsumieren. Das Niveau ist perfekt. Man könnte sogar durch langlebigere und wartungsarme Produkte ( =weniger Arbeit =mehr Freizeit) den Wohlstand weiter steigern. Wohlstand statt Wachstum! Antworten


lucius mayer

21.07.2010, 18:57 Uhr
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Beide Schulen tanzen um das Goldene Kalb des ewigen Wirtschaftswachstums. Wann kommt endlich die Einsicht, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen und dass das Wuchern der Pandemie Menschheit ein Ende haben wird. Wahrscheinlich ziemlich bald. Antworten


Reinhard Kalinke

21.07.2010, 18:42 Uhr
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"Denn es ist alles andere als sicher, dass sich in diesem Fall der Kompromiss auszahlt – beide Lager können nicht Recht haben. " Sie könnten aber beide Unrecht haben. Und der Streifen zwischen Renditeerwartung und Zinsfuß inzwischen so schmal, dass er realwirtschaftlich gar nicht mehr beackert werden kann. Dann bliebe wirklich nur ein Systemwandel - oder Vernichtung von Kapital im großen Stil... Antworten


Peter Müller

21.07.2010, 16:37 Uhr
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Die Lösung ist ganz einfach: Die privaten Notenbanken (allen voran die FED!) müssen verstaatlicht werden! Wenn man dazu noch die Casino-Bank-Spiele verbietet, wird es uns allen bis in alle Ewigkeit, blendend gehen! Es wird dann halt keine Multimilliardäre mehr geben, aber wen stört das?? Antworten


willi aerne

21.07.2010, 15:34 Uhr
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@max meier: Richtig. Es ist unfair, zu behaupten, die Keyn'sche Theorie sei falsch, wenn die lieben Politiker sie falsch bzw. gar nicht anwenden. In guten Zeiten sollten eben wie bei Josef im alten Ägypten Reserven angelegt werden für die mageren Jahre. Da keine geäufnet wurden, mussten statt dessen neue Schulden auf die alten gepackt werden, um den Zusammenbruch zu vermeiden. Antworten


Uwe Brock

21.07.2010, 15:32 Uhr
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und auch im "reichsten" Land der Welt wird dank der Budgetplafonierung schon seit Jahren gespaart auf Teufel komm raus. Dabei ist es nicht mal so, das hier zuwenig Geld vorhanden wäre. Nein. Es ist wie in vielen anderen Ländern auch, einfach falsch verteilt. Dies dank der bürgerlichen Steuersenkungsmassnahmen der vergangenen Jahre generell zu Gunsten der höchsten Einkommen und Vermögen. Antworten


stephan schwan

21.07.2010, 15:24 Uhr
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Solange die Löhne stagnieren oder sogar sinken, gibt es keine Lohn-Preis-Spirale und somit keine Inflation, die die Schulden tilgen helfen würde. Bleibt ein Systemwechsel, da der Zinskapitalismus an Grenzen stösst. Geld nur als Tauschmittel, ohne die Möglichkeit zum Horten oder zur Spekulation. Langfristig die Abschaffung des Geldes, alle arbeiten leben genau wie bisher, verlangt aber hohe Ethik. Antworten


willi aerne

21.07.2010, 15:22 Uhr
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Peter Lynch hat doch Recht mit seiner Aussage, es wäre nicht das Dümmste, wenn man alle Ökonomen dieser Welt einfach aneinander reihen würde. Streng gesehen ist die Ökonomie keine Wissenschaft, sonst wären ja nicht solche gegensätzlichen Theorien und Meinungen vorhanden. Bei den Modellen ist das Rechenverfahren definiert. Der Rest ist GiGo (Garbage in Garbage out)! Antworten


Patrick Ryf

21.07.2010, 14:54 Uhr
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Bevor sich die Politiker für die eine oder andere Schule entscheiden, würde ich ihnen empfehlen, sich mit einer dritten Denkschule, nämlich der ÖSTEREICHISCHEN NATIONALÖKONOMIE auseinanderzusetzen. Besonders zu empfehlen sind die Schriften von Ludwig van Mises. Die Exponenten dieser Denkschule haben die jetztige Krise präzise vorausgesagt, was in tausenden von Artikeln im Internet dokumentiert ist Antworten


Lukas Schaffner

21.07.2010, 14:35 Uhr
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Schon wieder ein PRO-Keynes-Artikel. Von wegen Konsens! Was ist mit der "Österreichischen Schule", die die Einflussnahme der Zentralbanken als Marktmanipulation ganz ablehnt? Die makroökonomischen Analysen der Anhänger der ÖS haben ganz im Gegensatz zu den Keynes-Anhängern die Häusermarktblase in den USA korrekt erkannt und vorhergesagt. Auch sie sind Gegner der massiven Verschuldung des Staates. Antworten


Andre Schmid

21.07.2010, 14:28 Uhr
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Die Frage ob ein inflationärer oder deflationärer Kurs gefahren wird ist müssig. Am Schluss steht sowieso die Deflation, auch wenn dies die Folge einer Hyperinflation ist. Da Politiker den Preis immer lieber erst später bezahlen, wird es umso teurer. Sofortiges Sanieren der Staatsdefizite wäre ein langer, schmerzhafter Prozess. Dann dochlieber den Totalkollaps irgendwo down the road, oder? Antworten


Max Meier

21.07.2010, 14:17 Uhr
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....Keynes hat übrigens nie gesagt, dass der Staat permanent Nachfragestimuli durch Staatsintervention betreiben soll. Er sagt einzig, dass dies kurzfristig helfen kann, aber dass ein Ausgleich schnellstmöglich angestrebt werden soll. Bei all den Falschzitaten wird er sich wohl im Grab umdrehen. Antworten


Max Meier

21.07.2010, 14:04 Uhr
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Wir betrachten hier ein kummuliertes Problem der letzten vierzig Jahre-staatlicher und privater Konsum konsequent über dem Wachstum der Realwirtschaft. Was jetzt diskutiert wird ist müssig, weder A noch B hat Recht. Es gibt keine Lösung ohne dramatische Konsequenzen. Die Wahl bleibt einzig zw. "lange Zeit den Gürtel enger schnallen" oder einem "Supergau in naher Zukunft". Die Pol. werden B wählen. Antworten


Hansuli Anderegg

21.07.2010, 13:57 Uhr
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Was sagen oder meinen denn die Oekonomen tatsächlich? Da ist von staatlichen Investitionen die Rede, die auch längerfristig produktiv wirken. Sparen, resp. Schulden zurückzahlen ist nicht das gleiche wie die Reduktion von Staatsausgaben , z.B. von privaten Konsumsubventionen oder die Eliminierung von unproduktiven Wasserköpfen. Oder ist Griechenland vorbildlich für Keynesianer? Antworten


Peter Fröhlich

21.07.2010, 13:54 Uhr
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Das Ganze ist eben ein Teil des Evolutionsprozesses. Wie ein Organismus wachsen muss, manchmal Krank ist und am schluss stirbt, strebt auch der Wirtschaftsprozess und damit die Menschheit einem Ende entgegen. Auf einem Planeten mit beschränktem Platz, beschränkten Recourcen und beschränkter Intelligenz kann es kein unbeschränktes Wachstum geben. Übrigens - Krebs ist unbeschränktes Wachstum........ Antworten


Urs Haeny

21.07.2010, 13:52 Uhr
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Kein Wunder, sind die langfristigen Zinsen tief. Die Unmengen von nichtswertigem Geld, von den Notenbanken gedruckt, überschwemmen die Märkte. Niemand kann auf Dauer mehr Geld ausgeben, als er einnimmt. Auch Staaten nicht. Sparen ist angesagt. Antworten


Fred Büchi

21.07.2010, 13:46 Uhr
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Ich schätze, dass Krugman und Stiglitz erkannt haben, dass der Kapitalismus nach dem Zusammenbruch dessen, was Kommunismus genannt worden ist, keine Ueberlebenschance hat. Sie trauen sich wohl nicht, das offen auszusprechen, dürften aber nach den Erfahrungen der letzten Monate richtig liegen. Antworten


Heinz Gerber

21.07.2010, 13:32 Uhr
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Ich glaube eher dass z. B. USA und andere Staaten sich in einer Stagflation befinden oder kommen könnte. Beste Indikatoren dafür sind eine stagnierende Wirtschaft sowie steigende Rohstoffpreise welche eine Inflation bewirken. Antworten


Michael Haefliger

21.07.2010, 13:25 Uhr
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Der einzige Grund warum wir künstlich Tiefe Zinsen haben, sind die Interventionen der Zentralbankster. Haben diese Babel-Economisten (Die Verwirrung der Oberstudierten aller Couleur erinnert an die Sprachverwirrung von Babylon) schon mal was von "Quantitative easing" gehört? Die FED kauft seit geraumer Zeit mit frischem "Falschgeld" die Obligationen des Staates auf und generiert so eine künstl.... Antworten



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