Wirtschaft

Jobabbau in den USA gebremst – Analysten jubeln

Der Jobabbau in den USA hat sich im Juli überraschend stark verlangsamt. Die heute veröffentlichten Zahlen gelten als Zeichen für ein Ende der Rezession.

Die Jobsituation bleibt stabil: Ein US-Bauarbeiter macht eine Pause, Farmers Branch, Texas.

Die Jobsituation bleibt stabil: Ein US-Bauarbeiter macht eine Pause, Farmers Branch, Texas.
Bild: Keystone

Insgesamt fielen 247'000 Jobs weg, wie das Arbeitsministerium mitteilt. Das ist der niedrigste Stellenabbau seit August 2008. Analysten hatten für Juli ein Minus um 320'000 erwartet. Im Mai und Juni wurden zudem 43'000 Arbeitsplätze weniger gestrichen als zunächst angenommen.

Die Arbeitslosenquote fiel von 9,5 Prozent im Juni auf 9,4 Prozent zurück. Sie war damit zum ersten Mal seit April 2008 rückläufig. Damit verfestigen sich die Anzeichen dafür, dass sich die USA aus der Rezession befreien.

Erfolg für Barack Obama

Fachleute hatten für Juli einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,6 Prozent vorausgesagt. Immer wieder war in den vergangenen Wochen die Befürchtung geäussert worden, dass zum Jahresende mehr als zehn Prozent der Amerikaner ohne Job sein könnten.

Die neusten Zahlen bedeuten einen Erfolg für US-Präsident Barack Obama. Er war in den vergangenen Wochen unter immer stärkeren Druck geraten, weil das zu Jahresbeginn verabschiedete Konjunkturprogramm in Höhe von 787 Mrd. Dollar zunächst keine durchschlagende Wirkung auf den Arbeitsmarkt gezeigt hatte.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Konsumausgaben, die wiederum rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA ausmachen. Nach Angaben des Ministeriums gingen seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 insgesamt 6,7 Millionen Arbeitsplätze in den USA verloren. Das sei der grösste Arbeitsplatzverlust seit dem Zweiten Weltkrieg. (bru/sda)

Erstellt: 07.08.2009, 16:21 Uhr

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