Wirtschaft

Monti will den Rettungsfonds verdoppeln

Aktualisiert am 22.01.2012 32 Kommentare

Der italienische Ministerpräsident macht sich für eine Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ESM stark. Laut Monti könnte dies die Zinsen der Staatsanleihen sinken lassen. Mit der Idee steht er nicht alleine da.

Will Vertrauen in die Währungsunion schaffen: Mario Monti.

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Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat einem Bericht des «Spiegel» zufolge für die Ausweitung des dauerhaften Euro-Rettungsfonds ESM geworben. Wie das Nachrichtenmagazin laut Vorabmeldung berichtet, setzte sich Monti dafür ein, das Volumen des ESM in Höhe von derzeit 500 Milliarden Euro auf eine Billion Euro zu verdoppeln. Eine solche Massnahme schaffe Vertrauen in die Währungsunion, was die Zinsen für Staatsanleihen sinken lasse, zitierte das Magazin den Regierungschef. Demnach informierte er bereits die Bundesregierung über seine Forderungen.

Unterstützung erhält Monti dem «Spiegel» zufolge vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi. Demnach setzt dieser sich dafür ein, dass dem ESM die nicht benötigten Mittel aus dem derzeitigen Rettungsfonds EFSF zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. So liesse sich dessen Volumen auf rund 750 Milliarden Euro aufstocken. Der ESM soll im Sommer dieses Jahres einsatzbereit sein.

Aus Griechenland nichts Neues

Bei den Gesprächen zwischen privaten Gläubigern und der Regierung in Athen über einen Schuldenschnitt für Griechenland zeichnete sich indes weiter kein Durchbruch ab. Die Verhandlungen waren am Freitagabend nach dreitägigen Gesprächen unterbrochen worden, am Samstag verliess Unterhändler Charles Dallara vom Internationalen Bankenverband (IIF) dann das Land in Richtung Frankreich. Die Gespräche würden «am Telefon» fortgesetzt, verlautete aus dem griechischen Finanzministerium. Wann sie wieder aufgenommen werden sollen, blieb aber zunächst unklar.

Griechenland verhandelt mit den Banken, Versicherungen und Hedge-Fonds über den Erlass von 50 Prozent ihrer Forderungen an das Land. Dieser Schuldenerlass, der etwa 100 Milliarden Euro entspricht, ist die Voraussetzung für das im Herbst im Grundsatz beschlossene zweite Griechenland-Hilfsprogramm von IWF und Euro-Ländern in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro. (kpn/AFP)

Erstellt: 22.01.2012, 07:37 Uhr

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32 Kommentare

Dan Horber

22.01.2012, 09:06 Uhr
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Wer nur Geld druckt, statt Probleme zu lösen, gewinnt bestimmt kein Vertrauen. Offensichtlich ist Italien nicht willens, endlich mit den Versäumnissen der Vergangenheit aufzuräumen. Stattdessen machen sie weiterhin die "hohle Hand" und werfen Deutschland mangelnde Solidarität vor. Interessant, dass immer diejenigen bei den anderen Solidarität einfordern, die sich selber unsolidarisch verhalten... Antworten


Linus Huber

22.01.2012, 08:00 Uhr
Melden 36 Empfehlung

Natürlich, wir brauchen nur einen noch größeren Rettungsschirm und alles ist ok.
Gebt einem Alkoholiker nur ne Flasche Jack Daniels und er ist wieder ok. Dies sind die Rezepte, welche hier vorgeschlagen werden, mehr Schulden um das Problem von zu vielen Schulden zu lösen. Lachhaft, wer kann solche Charaktere überhaupt noch ernst nehmen. Leider werden die Bürger für diese Fehlentscheidungen bluten.
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