Wirtschaft
Nationalbank im Dilemma
Von Daniel Schindler. Aktualisiert am 01.04.2011 14 Kommentare
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Mit Besorgnis beobachtet die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Hypothekenmarkt: «Für den Immobiliensektor sind die Zinsen zurzeit klar zu tief», sagt SNB-Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine im Interview mit der «Basler Zeitung». Solch tiefe Zinsen – in der Schweiz bewegt sich der Leitzins seit zwei Jahren nahe dem Nullpunkt – seien ein «fruchtbarer Boden für Übertreibungen».
Obwohl das Geld im Hinblick auf den Hypothekenmarkt aus Sicht der SNB (SNBN 1089 2.06%) also schon geraume Zeit zu billig ist, hat sie bisher von Zinserhöhungen abgesehen. Der Grund: Höhere Zinsen würden den Aufwärtsdruck auf den ohnehin starken Franken noch verstärken. Das wäre Gift für die Exporteure. «Wir befinden uns in der Tat in einem Dilemma», sagt Danthine. Umso mehr hofft er, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bald die Zinsen anhebt. Das würde der SNB «wieder etwas mehr Spielraum» geben, sagt Danthine.
SNB schaltet einen Gang zurück
Um die kreditgebenden Banken nötigenfalls bremsen zu können, hat die SNB im Dezember zusätzliche Kompetenzen im Bereich Bankenaufsicht gefordert. Jetzt schaltet sie aber einen Gang zurück. Danthine räumt ein, dass das Timing für den Vorschlag «nicht perfekt» gewesen sei. Die SNB will den Ball der Finanzmarktaufsicht zuspielen. Auch diese könne gewisse Aufgaben übernehmen. «An dieser Diskussion sind wir sehr interessiert», sagt Danthine.
Weniger interessiert scheint die SNB an einer Diskussion mit den Kantonen über die neue Vereinbarung für Gewinnausschüttungen. Sie würden angehört, eine Mitsprache der Finanzdirektoren sei «im Prinzip» aber nicht wichtig. Die Kantone «verlieren nichts, wenn sie nicht mitreden», so Danthine.
Lesen Sie das Interview mit Jean-Pierre Danthine am Samstag in der Basler Zeitung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.04.2011, 21:57 Uhr
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14 Kommentare
Das Volk sollte langsam entscheiden dürfen, wann die SNB wichtige Entscheidungen fällen tut. Es kann nicht sein, dass in Gremium von Herren nach Lust und Laune die Zinsschraube zu drehen beginnen. Höherer Zins = mehr Einnahmen bei den Kreditgeber + weniger Geld für KMU bzw. die Haushalte. Antworten
Immer neue EU-Krisengipfel, immer mehr Geld, das in das marode Euro-Währungssystem gepumpt wird und immer weitere europäische Länder, die vor dem Bankrott stehen. Doch unsere »Volksvertreter« wollen das alles nicht wahrhaben. Milliarden über Milliarden unserer Steuergelder versenken sie in einem Fass ohne Boden. Dabei ist eines klar: Der Euro und die EU sind am Ende.
Bald ist die gesamt EU pleite
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