Neue Höchststände an den Börsen

Die Aktienkurse steigen und steigen, der SMI nimmt Kurs Richtung 7000 Punkte. Swatch und Richemont notieren sogar so hoch wie noch nie. Was sind die Gründe?

Tendenz aufwärts: Der SMI im Jahresverlauf.

SMI


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Erstmals seit zweieinhalb Jahren stieg der Schweizer Börsenindex SMI heute Morgen wieder über 6900 Punkte. Seit dem Jahrestiefpunkt im Juni hat er weit über 20 Prozent zugelegt. Neue Höchststände gibt es auch an anderen europäischen Börsenplätzen. Der deutsche Aktienmarkt stieg auf den höchsten Stand seit Mai 2011. Der Leitindex DAX lag am Morgen mit rund einem Prozent im Plus bei 7525 Punkten. An der Tokioter Börse stieg der Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf den höchsten Stand seit sieben Monaten und ging mit 9545 Zählern aus dem Handel. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum stieg so hoch wie seit 16 Monaten nicht mehr.

Für gute Stimmung bei den Anlegern sorgen positive Signale aus den USA, wonach das Fiscal Cliff umgangen werden könnte. Entsprechende Äusserungen gab es zuletzt von US-Präsident Barack Obama zum Haushaltsstreit mit den Republikanern.

Eurowährungskommissar glaubt an «Wende»

Was die Eurokrise betrifft, scheinen die Ängste für den Moment verflogen. Bestärkt wird diese Stimmung durch eine aktuelle Einschätzung der EU-Kommission. Währungskommissar Olli Rehn sagte heute der «Financial Times Deutschland», in der Eurokrise sei die Wende geschafft. Durch die Sparpolitik seien die Haushaltsdefizite gesenkt worden. «Der letzte Krisenhöhepunkt war im Juni rund um die Wahl in Griechenland. Nun haben wir den umgekehrten Trend», so der Finne.

Für positive Signale an die Anleger haben zuletzt auch die wieder besseren Konjunkturdaten aus China gesorgt. Die Lokomotive der Weltkonjunktur hatte im Sommer einen Schwächeanfall erlitten, das BIP-Wachstum war unter acht Prozent gefallen, was für chinesische Verhältnisse wenig ist.

Dünne Umsätze

Vom Boom an der Börse profitieren derzeit vor allem die Luxuswerte Swatch und Richemont. Beide Titel erreichten heute Morgen Allzeithöchststände. Aber auch die Bankentitel können zulegen.

Irritierend an der Börsenentwicklung: Die Umsätze im Aktienhandel sind in diesem Jahr so tief wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die steigenden Kurse kommen also bei relativ kleinen Volumina zustande. Analysten machen dafür gegenüber Cash.ch einen Käuferstreik bei den privaten Anlegern verantwortlich. Demnach mache in Börsenforen der Begriff der Most Hated Rally die Runde. (cpm)

(Erstellt: 06.12.2012, 12:40 Uhr)

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