Wirtschaft
Schlechtere Sommersaison für Schweizer Hotels
Aktualisiert am 05.12.2011 3 Kommentare
Lediglich aus China kamen mehr Besucher: Statistik der Gäste-Zunahme.
Weniger Besuche in der Schweiz: Touristin geht in Interlaken an einem Schaufenster vorbei. (Bild: Keystone )
Artikel zum Thema
- Der Pilatus ist der Gipfel der Tourismus-Kunst
- Mehr Übernachtungen in Reka-Feriendörfern - weniger Gäste im Tessin
- Rückschlag für Bündner Hotellerie im September
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der starke Franken belastet auch das Geschäft der Schweizer Hotellerie. In der Sommersaison von Mai bis Oktober verzeichnete die Branche noch 19,7 Millionen Übernachtungen, 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr.
Im Monat Oktober ging die Zahl der Logiernächte um 2,9 Prozent auf 2,6 Millionen zurück. Davon entfiel je die Hälfte auf die inländischen und die ausländischen Gäste, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.
Die Übernachtungen der Touristen aus dem Ausland gingen damit um 4,2 zurück. Besonders die Deutschen als wichtigste Gästegruppe machten sich in den Schweizer Hotels rar. Sie zeichneten noch für 323'000 Übernachtungen verantwortlich, 11,8 Prozent weniger als 2010. Insgesamt kamen 8,1 Prozent weniger europäische Touristen. Bei den inländischen Gästen betrug der Rückgang im Oktober 1,7 Prozent.
Starker Franken schadet
Auch für die Sommersaison ergab sich ein Rückgang vorab bei den Gästen aus dem Ausland. Während die Übernachtungen der Schweizer Touristen um 0,8 Prozent abnahmen, waren es bei den ausländischen 4,1 Prozent.
Den negativen Einfluss des starken Frankens verdeutlicht der Rückgang bei den europäischen Gästen: Im Vergleich zum Vorjahr fehlten den Hotels 690'000 Logiernächte aus dieser Region, was einem Minus von 8,6 Prozent entspricht.
Rückgänge in allen Regionen
Unter den Tourismusdestinationen musste im Oktober die Region Genfersee (Waadtland) mit 11 Prozent den deutlichsten Rückgang von Logiernächten hinnehmen. Graubünden registrierte eine Abnahme von 6,8 Prozent oder 20'000 Übernachtungen und das Wallis ein Minus von 13'000 Einheiten oder -6,1 Prozent. Leichte Zunahmen gab es dagegen im Berner Oberland und der Region Freiburg.
Auch über die gesamte Sommersaison mussten die meisten Tourismusregionen Rückgänge hinnehmen. Die deutlichste Abnahme zeigte sich mit 210'000 Logiernächten oder 7,9 Prozent in Graubünden.
Das Tessin verzeichnete mit einem Rückgang um 122'000 (6,6 Prozent) ebenfalls deutlich weniger Übernachtungen. Zulegen konnte hingegen die Region Zürich, die 79'000 Logiernächte mehr verzeichnete ( 2,7 Prozent) und ihre Position als grösste Schweizer Tourismusregion festigte. (kpn/sda)
Erstellt: 05.12.2011, 12:07 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
3 Kommentare
Ich sehe in der Schweizer Preipolitik ein grosses Problem gegenüber dem benachbartem Ausland. Z.B. Einzelzimmer ohne Frühstück in Locarno zu CHF 120.00, Einzelzimmer mit Halbpension in Meran € 68.00.
Etwas weniger verlangen und dafür das Personal beschäftigen mit besserer Auslastung wäre sicher vernünftiger. Das Beispiel von Locarno war übrigens kein 4 Sterne Haus.
Antworten
warum habe ich dann Probleme eine Gruppe verteilt auf Doppelzimmer im Januar unterzubringen? Wir möchten ja nur ein bisschen Skiurlaub machen. Aber die Hotels wollen halt nur die A-Kunden, die Geld bringen und keine Leistung erwarten. Kommen die nicht, wird geklönt Antworten
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Bitte warten

