Wirtschaft

Schlechtere Sommersaison für Schweizer Hotels

Aktualisiert am 05.12.2011 3 Kommentare

Die Schweizer Hotellerie muss für die Sommermonate einen Rückgang der Übernachtungen verkraften. Die Zahl der Gäste nahm im Vergleich zu 2010 um 2,7 Prozent ab. Einige Regionen sind besonders stark betroffen.

Lediglich aus China kamen mehr Besucher: Statistik der Gäste-Zunahme.


Weniger Besuche in der Schweiz: Touristin geht in Interlaken an einem Schaufenster vorbei. (Bild: Keystone )

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Der starke Franken belastet auch das Geschäft der Schweizer Hotellerie. In der Sommersaison von Mai bis Oktober verzeichnete die Branche noch 19,7 Millionen Übernachtungen, 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Monat Oktober ging die Zahl der Logiernächte um 2,9 Prozent auf 2,6 Millionen zurück. Davon entfiel je die Hälfte auf die inländischen und die ausländischen Gäste, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

Die Übernachtungen der Touristen aus dem Ausland gingen damit um 4,2 zurück. Besonders die Deutschen als wichtigste Gästegruppe machten sich in den Schweizer Hotels rar. Sie zeichneten noch für 323'000 Übernachtungen verantwortlich, 11,8 Prozent weniger als 2010. Insgesamt kamen 8,1 Prozent weniger europäische Touristen. Bei den inländischen Gästen betrug der Rückgang im Oktober 1,7 Prozent.

Starker Franken schadet

Auch für die Sommersaison ergab sich ein Rückgang vorab bei den Gästen aus dem Ausland. Während die Übernachtungen der Schweizer Touristen um 0,8 Prozent abnahmen, waren es bei den ausländischen 4,1 Prozent.

Den negativen Einfluss des starken Frankens verdeutlicht der Rückgang bei den europäischen Gästen: Im Vergleich zum Vorjahr fehlten den Hotels 690'000 Logiernächte aus dieser Region, was einem Minus von 8,6 Prozent entspricht.

Rückgänge in allen Regionen

Unter den Tourismusdestinationen musste im Oktober die Region Genfersee (Waadtland) mit 11 Prozent den deutlichsten Rückgang von Logiernächten hinnehmen. Graubünden registrierte eine Abnahme von 6,8 Prozent oder 20'000 Übernachtungen und das Wallis ein Minus von 13'000 Einheiten oder -6,1 Prozent. Leichte Zunahmen gab es dagegen im Berner Oberland und der Region Freiburg.

Auch über die gesamte Sommersaison mussten die meisten Tourismusregionen Rückgänge hinnehmen. Die deutlichste Abnahme zeigte sich mit 210'000 Logiernächten oder 7,9 Prozent in Graubünden.

Das Tessin verzeichnete mit einem Rückgang um 122'000 (6,6 Prozent) ebenfalls deutlich weniger Übernachtungen. Zulegen konnte hingegen die Region Zürich, die 79'000 Logiernächte mehr verzeichnete ( 2,7 Prozent) und ihre Position als grösste Schweizer Tourismusregion festigte. (kpn/sda)

Erstellt: 05.12.2011, 12:07 Uhr

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3 Kommentare

Karl Burkhardt

05.12.2011, 12:46 Uhr
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Ich sehe in der Schweizer Preipolitik ein grosses Problem gegenüber dem benachbartem Ausland. Z.B. Einzelzimmer ohne Frühstück in Locarno zu CHF 120.00, Einzelzimmer mit Halbpension in Meran € 68.00.
Etwas weniger verlangen und dafür das Personal beschäftigen mit besserer Auslastung wäre sicher vernünftiger. Das Beispiel von Locarno war übrigens kein 4 Sterne Haus.
Antworten


Laurence Sunita

05.12.2011, 14:01 Uhr
Melden 2 Empfehlung

warum habe ich dann Probleme eine Gruppe verteilt auf Doppelzimmer im Januar unterzubringen? Wir möchten ja nur ein bisschen Skiurlaub machen. Aber die Hotels wollen halt nur die A-Kunden, die Geld bringen und keine Leistung erwarten. Kommen die nicht, wird geklönt Antworten



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