Schweiz zahlt für Griechenland mit
Aktualisiert am 02.05.2010 17 Kommentare
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Damit sich der Schweizerfranken dem kriselnden Euro gegenüber nicht noch stärker verteuert, greift die Schweizerische Nationalbank (SNB) laufend in den Währungsmarkt ein: Allein in den Monaten Januar bis April hat sie für über 40 Milliarden Franken Euro gekauft, um den Kurs der Einheitswährung zu stützen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.
SNB-Präsident Philipp Hildebrand sagte dazu: «Die Nationalbank wirkt einer übermässigen Aufwertung des Frankens entschieden entgegen.» Laut «NZZ am Sonntag» waren die Stüzungsmassnahmen erfolgreich: Im letzten Halbjahr hat der Euro gegenüber dem Franken nur rund 5 Prozent an Wert verloren, während der Verlust gegenüber dem Dollar 10 Prozent beträgt.
Schlecht für die Exportindustrie
Die Nationalbank geht mit dem Kauf der Einheitswährung ein erhebliches Klumpenrisiko ein: Der Euro-Anteil an den Währungsreserven der SNB (SNBN 1010 -0.49%) ist in den letzten zwei Jahren von 47 auf 65 Prozent gestiegen. Aus diesem Grund schüttet die Bank weniger Gewinn an Bund und Kantone aus und macht mehr Rückstellungen.
Ein teurer Franken wirkt sich vor allem auf Exportindustrie und Tourismus der Schweiz nachteilig aus. Zudem besteht das Risiko, dass die gesamte Wirtschaft in eine Deflation geraten könnte, was Konsum und Investitionen belasten würde. (oku)
Erstellt: 02.05.2010, 09:42 Uhr
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17 KOMMENTARE
Der Euro wird massiv an Wert verlieren, der US-Dollar steigt bis doppelt so hoch wie der Euro, eine extreme Deflation wird folgen und die Aktienmärkte wie der Dow Jones brechen zum Teil um bis zu 90 % ein, auf den Stand von 1982. Amerika wird die Weltherrschaft verlieren und damit zum Protektionismus zurückkehren, Europa separiert sich. Dieser sogenannte Systemcrash ist vermutlich nicht mehr weit.
Ich hoffe nur, dass wir mit der Euro Stützung nicht in ein Desaster hinein schlittern. Es sieht nicht so aus, dass das griechische Volk mithelfen will, die Schulden abzubauen. Was ist , wenn noch andere Länder wie Portugal, Spanien und Italien in den Strudel hinein gezogenwerden. Dann gute Nacht lieber Schweizerfranken.
@ R. Meier Ich befürchte, Sie glauben tatsächlich, der Schweiz würde bei einem Beitritt zur EU faktisch ein Mitspracherecht eingeräumt. Wie kommen Sie zu solchen Schlussfolgerungen? Selbst, wenn im Fall X nach Köpfen (Mitgliedern) entschieden würde, stünden die Chancen für einen Entscheid im Interesse der Schweiz schlecht. Bitter, dass eine unfähige Regierung konsequenzenlos agieren kann.
@Peter Keller: Leider haben Schweizer Frauen wie Renate Meier mit Ihrem Stimmrecht zu den Schengener Abkommen (offenen Grenze...usw.) und UN Beitritt 'Ja' gestimmt. Darum sind die Schweizer Bürger nun, nach Ihrer Beschreibung, zahlender Zaungast. Nun sucht sie einen Beitritt zur EU um die Löcher im sinkenden Schiff zu stopfen? Wow...!
Die Schweiz zahlt mit, so gut - so recht, Glauben Sie aber bitte nicht dass Sie diese Euros wieder sehen werden.
@ Peter Keller: genau das meinte ich mit der Angst. Sie bezeichnen andere also als dümmlich und sind sich mit der Hälfte von gefühltem Eindrittelswissen absolut sicher, was genau wir dann verlieren würden, so wir denn der EU beitreten würden? Der UNO-Beitritt war eine logische Formsache, wie es der EU-Beitritt auch sein wird. Nur wer Angst hat bezahlt mit und verzichtet auf seine Mitbestimmung!
und manche Schweizer glauben immer noch wir seinen unabhängig...
@ Frau R.Meier. Ich glaube, dieses dümmliche Argument habe ich schon mal gehört. War das nicht ein Hauptargument beim UNO Beitritt? Was hat uns der UNO beitritt gebracht? Und wegen Mitbestimmung: Wie blauäugig sind Sie denn? Wir dürften zahlen wie die grossen, aufmucken aber dann nicht einmal mehr wie die Kleinen. Wir hätten schlichtweg nichts zu sagen - noch weniger als jetzt.
Und wer glaubt nun noch, dass die Schweiz so autonom ist? Es ist schlichtweg dumm, der EU nicht beizutreten und als zahlender Zaungast geladen zu sein, aber nicht mitbestimmen zu können. Aber vermutlich ist die Angst einmal mehr grösser als der Verstand.
Was sollen diese Ängste? Wenn der Euro dann ganz flöten geht, hat es ja noch genügend linke Befürworter eines EU Beitritts. Also treten wir bei, damit wir voll stimmberechtigt den Scherbenhaufen mit aufwischen können. Nebenbei: ist doch alles nicht so schlimm, bald fallen die Staaten aus der Osterweiterung ebenso ins Gewicht. Und diese Regierungen dort unten sind ja weder korrupt noch verlogen.
Und unsere Nationalräte in Bern finden, dass so alles in Ordnung sei, weil es könnte ja sonst unserer Exportindurstrie schlecht gehen... Wow! Wenn das so weitergeht, wird es bald nicht nur unserer Exportindustrie schlecht gehen, sondern allen! Wenn der CHF steigen würde, müsste man sich in den USA überlegen, ob man mit drucken aufhören muss. Wenn aber alle drucken, merkt's ja keiner!
Die Meta-Strategie ist es demokratische Rechte zu beschneiden indem Verschuldungen die Handlungsspielräume einengen damit eine Weltregierungsdiktatur eingeführt werden kann. Schon jetzt loben unsere Politiker alle Erfolge anonymer Globalfirmen, stützen dieses Krebsgeschwür und verraten ihre Auftraggeber: das CH-Volk. Wir werden langsam wach.
Ja Danke viel mal an die SNB. so wird das Vermögen der Schweizer langsam aber sicher nach unten korrigiert. Wenn der Euro unter geht.....gehen wir mit.....
Was da die Nationalbank macht, ist ein Ritt auf dem Vulkan. Wie bitte, will sie die Euros jemals wieder loswerden ohne dabei Riesenverlust zu machen. Die lachenden Dritten sind jene Spekulanten, die jetzt der Nationalbank Euro andienen und dafür Fränkli kassieren.
Bitte erwähnen Sie doch auch, dass unsere Geldmenge um über 40 Milliarden zugenommen hat, welches auch ein INFLATIONSRISIKO darstellt oder klarer ausgedrückt, unser "Volksvermögen" enorm schmälert. Könnte man sogar von "Enteignung" sprechen? Es verschwindet ja nix- Gewinner wären dann sie Eigentümer von Sachvermögen...
Lieber über die Nationalbank sich am Desaster von Griechenland beteiligen als als EU-Mitglied
Gehts noch? Die Summen die die Nationalbank kauft, werden in Brüssel um ein Mehrfaches wieder gedruckt. Die Druckmaschinen laufen auf Hochtouren.
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