Wirtschaft
Schweizer Exporte im April eingebrochen
Aktualisiert am 24.05.2012 14 Kommentare
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MEM-Industrie vor trüber Zukunft
Die Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie haben im ersten Quartal ein leichtes Umsatzplus von 2,1 Prozent erzielt. Die Auftragseingänge brachen aber um 16,8 Prozent ein. Dabei gingen die Auslandaufträge um 19,1 Prozent zurück, aus dem Inland lagen die Bestellungen gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 9,6 Prozent tiefer.Der starke Franken drückt weiter auf die Margen.
Das leichte Umsatzplus kam allein aufgrund der um 10,6 Prozent gewachsenen Inlandumsätze zustande, teilte der Branchenverband Swissmem mit. Die Auslandumsätze gingen um 0,5 Prozent zurück.
Exporte nach China sinken stark
Die noch tiefere Bewertung des Euro bei rund 1,20 Fr. nach 1,29 im Vorjahresquartal bewirkte nach wie vor einen hohen Margendruck. Die Impulse aus Asien fielen im ersten Quartal 2012 dahin.
Während die Exporte nach Japan stabil blieben, sackten sie in den wichtigsten Märkten China um 40, Indien um 18 und Südkorea um 16 Prozent ab. (sda)
Die Textilbranche muss grosse Einbussen verkraften: Ein Mitarbeiter der Lantal Textiles sortiert Garnrollen. (Bild: Keystone )
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Die Schweiz hat dieses Jahr bisher weniger Waren und Güter ausgeführt als noch im Vorjahr. Insbesondere die Exporte in EU-Länder, den mit Abstand grössten Abnehmern von Schweizer Produkten, nahmen deutlich ab.
Während die Schweizer Unternehmen in den Monaten Januar bis April 0,9 Prozent weniger exportierten als im Vorjahr, gingen die Ausfuhren in die EU um 4,2 Prozent und in die Eurozone um 5,5 Prozent zurück. Dies teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mit.
Alleine im April nahmen die Exporte in die EU um 7,2 Prozent ab. Deutschland als wichtigster Handelspartner der Schweiz in der EU bezog zwar nur 1,3 Prozent weniger Waren und Güter aus der Schweiz als im Vorjahr. Die Ausfuhren nach Italien und Frankreich brachen aber um je gut zehn Prozent ein. Nach Grossbritannien wurden gar fast 18 Prozent weniger Waren und Güter geliefert als im Vorjahr.
Entwicklung in fast allen Branchen rückläufig
Insgesamt exportierte die Schweiz im April 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang der Ausfuhren traf fast alle Bereiche: Nur zwei der zehn wichtigsten Exportbranchen führten im April mehr Waren und Güter aus als im Vorjahr.
Die Pharmaindustrie, auf deren Konto rund ein Drittel der gesamten Schweizer Exporte geht, konnte 1,2 Prozent mehr exportieren als im Vorjahr. Die Uhrenindustrie konnte um 7,9 Prozent zulegen. Gegenüber der bisherigen, sehr dynamischen Entwicklung habe die Uhrenbranche aber merklich an Schwung verloren, schreibt die Zollverwaltung.
Eine deutliche Einbusse musste hingegen die zweitwichtigste Schweizer Exportbranche hinnehmen: Die Maschinen- und Elektronikindustrie exportierte im April 15,6 Prozent weniger.
Einen zweistelligen Rückgang im Exportgeschäft verzeichneten auch die Metallindustrie (–12,8 Prozent), die Kunststoffindustrie (–13,4 Prozent), die Textilindustrie (–13,0 Prozent) sowie die Papier- und die Grafische Industrie (–27,0 Prozent).
Importe ebenfalls rückläufig
Die Einfuhren gingen im April ebenfalls zurück. Besonders deutlich habe sich die Nachfrage nach Rohstoffen und Halbfabrikaten verringert, teilte die Zollverwaltung mit. Die Preise der insgesamt eingeführten Waren und Güter seien um relativ hohe 3,2 Prozent gesunken.
Insgesamt importierte die Schweiz im April Waren und Güter im Wert von 13,9 Milliarden Franken. Die Exporte beliefen sich auf 15,2 Milliarden Franken. Die Handelsbilanz wies damit einen Überschuss von 1,3 Milliarden Franken aus.
Nominal gingen die Exporte im April 4,9 und die Importe 4,7 Prozent zurück. Real, also zu konstanten Preisen gerechnet, betrug die Abnahme 3,9 respektive 1,5 Prozent. Arbeitstagbereinigt ergibt sich ein nominaler Rückgang von 5,2 Prozent bei den Exporten und 5,0 Prozent bei den Importen.
Von Januar bis April betrachtet, verzeichneten die Ausfuhren ein Minus von nominal 0,9 Prozent (real: –1,4 Prozent). Die Importe gingen um 1,7 Prozent (real: 0,3 Prozent) zurück. (kpn/sda)
Erstellt: 24.05.2012, 13:43 Uhr
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14 Kommentare
Im Endeffekt nützen die Manipulationen der SNB auch nichts sondern erhöhen nur die Gefahr, dass wir aufgrund der Verbindung zum EURO uns in einen Schlamassel manövrieren, welcher unkontrollierbar wird.
Manipulationen von Zentralbanken wie Regierungen zeigen längerfristig fast immer negative Nebenwirkungen. Die Verletzung marktwirtschaftlicher Regeln hilft einzig den 1%.
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