Wirtschaft
Schwieriges Jahr für Schweizer Käse-Klassiker
Aktualisiert am 06.02.2012 5 Kommentare
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Das Halbjahresergebnis hatte noch düster ausgesehen: Ein Exportminus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr musste die Schweizer Käsebranche im August verkünden. Doch in der zweiten Jahreshälfte verbesserte sich die Lage deutlich. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 920 Tonnen Käse mehr (1,4 Prozent) exportiert als 2010: 64'528 Tonnen. Dies teilte die Switzerland Cheese Marketing AG mit.
Dass trotz der Frankenstärke letztlich mehr Käse ins Ausland verkauft werden konnte, führt die Organisation auf verstärkte Verkaufsförderungsmassnahmen zurück. Dadurch habe der anfängliche Negativtrend im zweiten Halbjahr gebremst werden können.
Weniger Schmelzkäse und Fertigfondue
Weniger gut war 2011 allerdings für die bekanntesten Schweizer Käsesorten. Sowohl Appenzeller als auch Le Gruyère und Emmentaler mussten Verluste hinnehmen. Am stärksten ging der Export von Emmentaler zurück: um 9,4 Prozent.
Am meisten zugelegt hat die Kategorie der sogenannten übrigen Halbhartkäse, zu der etliche kleinere Spezialitäten zählen. «Sie profitierten von der Türöffnerfunktion der bekannten Sortenkäse», heisst es. Die Switzerland Cheese Marketing AG hält die Spezialitäten denn auch für «die grossen Gewinner». So wurden etwa 104 Tonnen mehr Raclettekäse verkauft (7,8 Prozent). Der Vacherin Fribourgeois legte um 10 Tonnen oder 3,3 Prozent zu und der Tête de Moine um 4 Tonnen oder 0,3 Prozent.
Mehr Käse importiert
Verloren hat auf der anderen Seite auch der Schmelzkäse, dessen Export um 20,9 Prozent zurückging. Auch Fertigfondue und übrige Weichkäse mussten Einbussen zwischen 10 und 15 Prozent hinnehmen. Der exportierte Schweizer Käse landete auch 2011 in erster Linie auf deutschen Tellern. Rund 40 Prozent aller Exporte gingen nach Deutschland.
Im liberalisierten Käsemarkt hat die Schweiz nicht nur mehr Käse ausgeführt – sie hat 2011 auch 2002 Tonnen (4,3 Prozent) mehr Käse importiert. Gesamthaft waren es 48'892 Tonnen. Die meisten Importkäse stammten aus Italien, Frankreich und Deutschland. (ami/sda)
Erstellt: 06.02.2012, 11:01 Uhr
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5 Kommentare
Die Schweizer Käser haben keine Ahnung wie gut ihre Produkte sind.Und von Marketing haben sie schon gar keine.Auch im Käseland Frankreich isst man gerne CH-Käse.Er ist nur schwierig zu finden.Wie gesagt, von Marketinbg keine Ahnung.Die können nur Subvention buchstabieren.Wegen 1,4% lohnt sich keine Pressemeldung. Antworten

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