Schweizer Uhren-Firmen verdoppeln Verkauf in China
Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Schweizer Uhrenexporte um 13 Prozent auf 1,227 Milliarden Franken. Real betrug das Wachstum 15 Prozent. Das Wachstum liege damit in etwa in Höhe des Durchschnittswertes der ersten vier Monaten des Jahres, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Dienstag mit. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres verzeichneten die Uhrenexporte Wachstumsraten von nominal 15,8 Prozent und teuerungsbereinigt 18,8 Prozent.
Die meisten Uhrenmaterialien realisierten einen Anstieg. Ein starker Impuls ging dabei erneut von bimetallischen Uhren aus. Im Mai wurden rund 200'000 solche Einheiten mehr als im Vorjahresmonat exportiert.
Mittlere Preislagen sehr gefragt
Vor allem Armbanduhren zwischen 200 bis 500 Franken wurden nachgefragt. In diesem Segment wurde ein rekordhoher Anstieg von über 30 Prozent verzeichnet. In den Preisklassen unter 200 Franken und von 500 bis 3000 Franken blieben die Wachstumsraten unter 10 Prozent. Die Exporte von Armbanduhren mit Preisen von über 3000 Fr. stiegen um 14,2 Prozent und nach Stückzahlen gar um 23,7 Prozent.
Wie der Branchenverband weiter mitteilte, haben sich die wichtigsten Absatzländer für die Schweizer Uhrenindustrie gut entwickelt. Allen voran bestätigte sich der stark positive Trend von Uhrenexporten nach Hongkong (+30,2 Prozent). Aber auch die Ausfuhren in die USA (+12,1 Prozent) oder nach Frankreich (+3,4 Prozent) erholen sich weiter. Einen sehr starken Anstieg verzeichneten die Uhrenexporte nach China (+98,8 Prozent), dagegen gingen jene nach Deutschland um 24,0 Prozent zurück. (sda)
Erstellt: 22.06.2010, 10:10 Uhr
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