Wirtschaft

Schweizer zahlen den dreissigfachen Preis für Generika

Trotz riesiger Preisunterschiede mit dem Ausland macht das Bundesamt für Gesundheit die Generika-Preise weiterhin von den Preisen der Originale abhängig. Das verursacht Mehrkosten von 100 Millionen Franken jährlich.

Der Anteil verkaufter Generika liegt in der Schweiz bei 12 Prozent.

Béatrice Devènes

Der Preis dieses Medikaments verursacht Bauchschmerzen: Das Magenmittel kostet in der Schweiz 30-mal so viel wie in Holland.

Der Preis dieses Medikaments verursacht Bauchschmerzen: Das Magenmittel kostet in der Schweiz 30-mal so viel wie in Holland.

Krankenkassen in der Schweiz müssen für Nachahmerpräparate (Generika) meistens viel höhere Preise bezahlen als im europäischen Ausland. Besonders krass sind zwei Beispiele: der Cholesterinsenker Simvastatin und das Magenmittel Omeprazol, deren Patente längst abgelaufen sind. Die Preisdifferenzen zwischen Holland und der Schweiz sind enorm: In beiden Fällen berappen Schweizer Kassen weit über das 30-fache

Trotzdem will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wie bisher die Generika-Preise auch künftig von den Preisen der Originalprodukte abhängig machen: Je nach Umsatz müssen Generika einfach 20 bis 50 Prozent günstiger sein. Die Preise der Originalpräparate bestimmt das BAG nach dem Durchschnitt der Listenpreise in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Grossbritannien, Frankreich und Österreich.

«Im europäischen Schnitt»

Darüber hinaus gewährt das BAG einen grosszügigen Zuschlag von 4 Prozent und erklärt übereinstimmend mit der Pharmaindustrie, dass die Medikamentenpreise in der Schweiz «im europäischen Durchschnitt» lägen.

Doch der Vergleich hinkt: Die verglichenen Listenpreise für Medikamente, deren Patent abgelaufen ist, sind nämlich in den meisten Ländern reine Phantompreise. Sie kommen für die Krankenkassen nicht zur Anwendung. In Deutschland zum Beispiel handeln die Kassen für solche Medikamente Rabattverträge aus. Falls es keinen Rabattvertrag gibt, sind die Apotheken gesetzlich verpflichtet, ein Generikum abzugeben.

Unterdessen erreicht der Generika-Anteil in Deutschland mengenmässig 44 Prozent, während er nach Angaben der IMS Health und von Pharmaberater Salvator Volante in der Schweiz nur 12 Prozent beträgt. In den Niederlanden verfügen die Kassen über die Vertragsfreiheit und haben für Cholesterinsenker, Magenmittel und viele andere Medikamentengruppen extrem tiefe Preise ausgehandelt. Der Generika-Anteil erreicht in Holland 56 Prozent.

Sogar noch höher sind die Generika-Anteile in Dänemark, Frankreich und England, wobei die Preise der Generika erst noch deutlich tiefer sind als in der Schweiz. Doch das BAG macht auch in Zukunft die Generika-Preise von den Preisen der Originalprodukte abhängig und lehnt einen einfachen Preisvergleich der Wirkstoffe mit dem Ausland ab, wie ihn die überparteiliche Parlamentariergruppe Ineichen vorgeschlagen hat. Zur Kritik, das BAG vergleiche ausländische Listenpreise, welche die dortigen Kassen gar nie zahlen, «verzichtet» BAG-Sprecher Daniel Dauwalder auf eine Stellungnahme. Auch die massiv günstigeren Generika-Preise im Ausland will das BAG nicht kommentieren.

«Günstig, wenn immer möglich»

Roger van Boxtal, Chef der holländischen Krankenkasse Menzis mit 2 Millionen Mitgliedern, verfolgt den folgenden Grundsatz: «Günstig, wenn immer möglich, teuer, wo nötig.» Das Gesetz in Holland sei klar, sagt Van Boxtal: Sobald ein Arzt ein teureres Medikament für «medizinisch nötig» halte, müssten die Kassen die vollen Kosten übernehmen. Je nach Medikamentengruppe betreffe dies 1 bis 4 Prozent aller Verschreibungen.

Das gleiche Prinzip wie in Holland gilt ab 2010 auch in Österreich: Die Sozialversicherung zahlt grundsätzlich nur noch die Preise von Generika. Bereits in 17 Ländern Europas würden ähnliche Regeln gelten, erklärt Heinrich Burggasser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer. Überall habe es zuerst viele Einwände gegeben. «Doch wenige Wochen nach der Einführung funktionierte die Medikamenten-Substitution stets problemlos, und alle Diskussionen verstummten schlagartig», sagt Burggasser.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.10.2009, 12:52 Uhr

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40 Kommentare

Werner Christmann

26.10.2009, 10:32 Uhr
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Ja irgendewoher muss ja Vasella seine 40 Mio Fr. Jahresgehalt beziehen. Nein im Ernst, wem ist eigentlich das BAG verpflichtet? Liesse sich an dieser stossenden Abzockerei nicht etwas mittels Volksinitiative ändern? Antworten


Hans Alabor

26.10.2009, 10:17 Uhr
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Nachdem ich die ARD-Sendung betreffend der Abgabe-Verhinderung der günstigen und sehr wirksamen Neurodermitis-Creme mit dem Hinweis "Heilung unerwünscht" gesehen habe, entspricht das Verhalten der Pharmaindustrie und der Kontrollorgane dem der "Maffia". Ich könnte mir gut vorstellen, dass in der Pharmaindustrie mehr "Marketingangestellte und Anwälte" als Forscher beschäftigt sind. Antworten


Daniel Signer

22.10.2009, 00:19 Uhr
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@Lukas Leder und die anderen Pharma-Verteidiger: Ist die Pharmaindustrie in der Lage nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu agieren und sich zu behaupten oder stellt sie nur noch eine Art "Geschützte Werkstatt" für Pharmazeuten mit angeschlossenem Selbstbedienungsladen für Abzocker dar? Und weshalb sollten dann die KK-Beitragszahler dafür aufkommen, ist das die Pharma-Billag? Antworten


Beat Geyer

21.10.2009, 20:16 Uhr
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Nicht erst seit heute, nein schon lange spannen Politik, Wirtschaft und auch das Gesundheitssystem zusammen. Der Bürger wird bewirtschaftet wie Vieh im Stall. Hauptsache die Profiteure haben volle Kassen. Das ganze nennt sich dann Netzwerk, die Bürger haben eben keine Lobby in Bern. Antworten


alfred bleuler

21.10.2009, 19:41 Uhr
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zu all den kritischen kommentaren kann ich nur ja, stimmt genau, sagen. -- doch wie viele wissen, dass die meisten grossen pharmafirmen jeden nur möglichen generikahersteller schon aufgekauft haben oder wenn möglich noch aufkaufen werden. -- schlafen die kartellbehörden, wettbewerbskommision, gesundheitspolitker und konsumentenschützer eigentlich? am schluss bleibt alles wie immer ------ Antworten


Lukas Leder

21.10.2009, 19:39 Uhr
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Hat einer der notorischen Pharmaindustriehasser eigentlich auch nur die geringste Ahnung wieviele Arbeitsplätze und Wertschöpfung diese Branche der Schweiz bringt. Als Angestellter (ohne Mio Salär) einer Pharmafirma fühle ich mich durch diese populistischen Tiraden verunglimpft und bin sicher dass keiner der Polteris auch nur ansatzweise fähig wäre mir eine ädequate andere Stelle zu offerieren Antworten


Joe Baur

21.10.2009, 19:28 Uhr
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Das Originalpräparat Simvastadin ist von der US Firma MSD. Wenn dieses Präparat nun von einem ausländischen Generikahersteller für einen winzigen Bruchteil des Preises angeboten wird und in der Schweiz im Vergleich zu Holland nur unwesentlich billiger über die Apotheken vertrieben wird, muss doch irgendwer die Differenz einkassieren und das ist doch wohl kaum der Hersteller der Generika, oder? Antworten


Monica Bourquin

21.10.2009, 19:19 Uhr
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Waehrend meines Aufenthalts in der Schweiz kaufte ich das Ibuprofen Generikum, ca. 20 Tabletten, fuer etwa 10 Franken. Hier in den USA kann ich eine Packung mit etwa 200 Tabletten fuer ca. 5 Franken beziehen. Da stimmt doch etwas nicht. Wenn man lange im Ausland gelebt hat, wird einkaufen in der Schweiz zur Qual. Antworten


Ernst Boller

21.10.2009, 17:39 Uhr
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Es wird ja niemand denken, die Hersteller von Generika seien Gutmenschen, die uns mit billigen Medikamenten versorgen wollen. Das ist das gleiche Geschäft in einer andern Sparte. Ob die Generika wirklich genau gleich wirken, wie das Original, bezweifle ich zusätzlich. Aufgrund meiner Erfahrungen schaffen das nicht einmal die Nachahmer von Aspirin. Antworten


Tobias Meier

21.10.2009, 17:27 Uhr
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Tja, das Schweizer Parlament hat halt den Parallelimport für Medikamente nicht erlaubt... das hat man nun halt davon. Die Schweizer Pharmaindustrie ist besser abgeschottet als alle anderen Bereiche in der Schweiz! Daher kommen auch die traumhaften Margen von Roche und Novartis.... Antworten


Joe Baur

21.10.2009, 16:00 Uhr
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5 Schachteln für 10 Franken oder 5 Schachteln für 300 Franken. Wer behält den Differenzbetrag von 1450.- Sfr für 5 verkaufte Schachteln Tabletten aus China oder Indien??? Die Apotheker Lobby scheint jeglichen Realitätssinn verloren zu haben! Antworten


Rudolf Schwarz

21.10.2009, 15:54 Uhr
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Die Cholesterinsenker. Kein vernünftiger Mensch bräuchte solche Medikamente, würde er sich wöchentlich 3 Std sportlich betätigen. Statt dessen verschreiben Ärzte teure Medikamente, die den irrwitzigen Lebenswandel weiterhin unterstützen. Natürlich auf Kosten der Allgemeinheit. Durch Bewegung, so haben viele Studien bewiesen, könnten aber viele Zivilisationskrankheiten vermieden werden. Antworten


Kurt Aegeri

21.10.2009, 15:36 Uhr
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Typisch: Da sage mir noch einmal einer, die Politik ist für das Volk da. Weit gefehlt! Die Politik ist für die Pharmaindustrie da! Oder für Banken, ja die Wirtschaft schlechthin, das würde auch stimmen. Aber dann wieder über die verantwortungslosen Patienten wettern. Bundesbern: Pfui! Man kann es wirklich gar nicht häufig genug sagen. Antworten


Ronnie König

21.10.2009, 15:31 Uhr
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@Tom Würgler: Falls sie das Pech haben und am Zoll kontrolliert werden, nimmt der Zoll die Medis weg und sie bekommen eine Busse! Ob das rentiert? Antworten


Rolf Schumacher

21.10.2009, 15:23 Uhr
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BAG ist nicht das Bundesamt für Gesundheit sondern die Bundes-AG. Die Hautaktionäre sind Krankenkassen (Santesuisse), FMH, Novartis, Roche etc. Die Kleinaktionäre (wir Bürger) werden so arrogant behandelt, wie es Ospel mit seinen Kleinaktionären tat. Der Bürger wird geschröpft, das Fett unter einander aufgeteilt. Gardasil, Schweinegrippeimpfung heissen die letzten Gross-Deals. Antworten


Rene Wetter

21.10.2009, 15:15 Uhr
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So ist es halt, wenn man sparen will und deshalb das Parlament von der Wirtschaft sponsern lässt. "Wess Brot ich ess, des Lied ich sing". Alles klar? Ich denke auch, der Leidensdruck ist noch nicht gross genug. Niemand will verzichten und vorallen die Lobbyisten und Manager der Pharma nicht. Auch nicht die Ärzte und Parlamentarier. Antworten


Jens Poschet

21.10.2009, 15:10 Uhr
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das omeprazol immer noch rezeptpflichig is in der schweiz ist jawohl ein witz. hier in amerika kann ich omeprazol im supermark fuer 20 franken fuer 48 tabletten kaufen. in einem land indem gesundheitskosten hoch sind ist es eigentlich erstaunlich, dass man x-welche medikament die nicht mehr unter einem patent sind einfach so uebe den ladentisch kaufen kann. Antworten


Ernst Kirchner

21.10.2009, 14:45 Uhr
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Man müsste in Bern längstens ausmisten. Dort sitzen die seit 1848 die neuen Landvögte. Sie sind an vielen Miseren schuld, wenn es darum geht die einfachen Bürger zu knechten, bzw. diejenigen zu schützen die Geld und Macht haben. Multis, Vermieter, KK's und viele, viele mehr. Die Schweizer nicken zuviel und bellen hinten rum, wo's nichts bringt. Bei uns braucht es eine Revolution und Reform. Antworten


Bernhard Schärer

21.10.2009, 14:45 Uhr
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Herr Bader: Davon predige ich schon lange. Der Haken daran ist nur, dass sich dann niemand mehr für's Parlament zur Verfügung stellt. Vollblutpolitiker gibts schon lange nicht mehr. Jeder Parlamentarier ist darauf bedacht, mit der Macht der Politik sein eigenes Portemonnaie zu füllen. Nicht zuletzt auf Kosten der Bevölkerung. Und die bezahlen und wählen fröhlich die falschen weiter. Antworten


Toni Schwendeler

21.10.2009, 14:35 Uhr
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Es gibt nur eine klare Konsequenz...Bestellung übers Internet im Ausland! Diese Abzockerei muss bekämpft werden! Antworten


hans zumstein

21.10.2009, 14:32 Uhr
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@Heinrich Bader: . . . und zusätzlich sollten die Lobbyisten Ausweise / Zutritte im Parlament auch gleich ersatzlos gestrichen werden. Wenn ich richtig informiert bin, kann jeder Parlamentarier bis zu drei "Einflüsterer" (pardon Mitarbeiter) bezeichnen welche dann ungehinderten Zugang erhalten. Und wie ist das gleich schon wieder mit dem durch die NR und SR abgelegten Amtseid? Antworten


Stephan Urben

21.10.2009, 14:20 Uhr
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Dieser Thread und auch die gestrige Geschichte über das von der Pillenmafia bekämpfte ( da offenbar wirksame) Neurodermitis-Medikament Regividerm sind nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs. Wann befreien wir uns endlich vom Joch der Abzockergilde? Leider gibt es keine einzige Regierungspartei, die nicht irgendwo mit denen verbandelt sind, deshalb nützt auch die "Demokratie" nichts. Antworten


Rene Sauber

21.10.2009, 14:20 Uhr
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Apotheker müsste man sein.. An jeder Ecke gibt es 3-5 Apotheken. Da kann doch etwas mit den Preisen nicht stimmen.. Antworten


Peter Thommen

21.10.2009, 14:16 Uhr
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Was hocken da bloss fuer Beamte im BAG und wie halten es die Politiker mit dem ach so hehren Volkswillen? Ist diese ganze Kaste nun auch in der Schweiz so weit von der Realitaet, bzw. den ganz normalen vielen Menschen entfernt? Es ist doch allen bewusst, welche Belastung die Krankenkassen sind, alle wolllen angeblich Kosten rezudieren und das liest man so was. Didier Burkhalter, bitte uebernehmen! Antworten


Peter Hauri

21.10.2009, 14:12 Uhr
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Nicht die Faust im Sack machen, nicht stänkern, sondern die Medikamente im Ausland besorgen. Man muss dafür ja nicht mal über die Grenze reisen..und wie schon von Vorschreibern gesagt: Wahltag ist Zahltag! Weg mit den Lobbyisten! Antworten


Peter Müller

21.10.2009, 14:10 Uhr
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Als Basler hat man die Wahl der Qual: Einkaufen in Frankreich oder Deutschland, insbesondere was Medikamente & Vitamine betrifft. Antworten


Heinrich Bader

21.10.2009, 14:00 Uhr
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Um Interessenskonflikte von vornherein aus dem Weg zu räumen, müssten all jene, die in die Politik gehen, alle Verwaltungsratsmandate niederlegen. Eigentlich gehört dies in die Verfassung, ansonsten liegt der Missbrauch der Politelite doch auf der Hand. Antworten


Gion Saram

21.10.2009, 13:55 Uhr
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Der Leidensdruck in der Schweiz ist noch nicht genügend hoch. Ein Grossteil unserer Prämienerhöhung sind die Rekordgewinne der Pharmaindustrie und ihrer Topshots wie Vasella. Im 2011 sind wieder Parlamentswahlen, das ist DIE Chance um sämtliche Kandidaten die diesen Sommer den Versuch Generika obligatorisch zu machen, abgeschmettert haben. Wahltag ist Zahltag! Antworten


Micha Terol

21.10.2009, 13:51 Uhr
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Es waere jetzt schon sehr interessant zu wissen, welche Parteien und welche Parlamentarier in welchem Ausmass von der Pharmaindustrie unterstuetzt werden. In anderen Laendern heissen solche Zustaende bald mal "Spendenskandal". Antworten


Walter Sahli

21.10.2009, 13:38 Uhr
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...und natürlich müssen auch all die schönen Marketingmassnahmen, die betragsmässig die Kosten der Forschung bei Weitem übersteigen, finanziert sein! Antworten


Jean-Pierre Marquis

21.10.2009, 13:35 Uhr
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Welchem Politiker in der Schweiz soll man da noch glauben, dass es ihm mit der Kostensenkung im Gesundheitswesen ernst ist? Antworten


eugen bissegger

21.10.2009, 13:34 Uhr
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Zwei oder dreihundert Millionen einsparen mit tieferen Medikamentenpreisen ist doch nur Pflästerchenkosmetik im Kuchen der jährlichen Gesamtkosten ( z.. Zeit ca. 55 000 Millionen) im Gesundheitswesen. Selbstbehalt von 20% ist noch Thema... Antworten


Roland Mühlemann

21.10.2009, 13:33 Uhr
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Wann man die Politik endlich einmal ihre Arbeit richtig? Nennt man das freie Marktwirtschaft, wenn die Politik zusammen mit der Wirtschaft die Bevölkerung schröpft? Antworten


karl Otto

21.10.2009, 13:27 Uhr
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Unglaublich wie wir beschissen werden! warum ist es hierzulande unmöglich solche sauereien nicht abzustellen? die k.k. prämien für viele familien sind heutzutage höher als der mietzins! die politiker der pharmaindustrie&die lobbyisten gehören verbannt aus Bundesbern! Eidgenossen wehrt euch endlich gegen diese abzocke! hohe preise wegen forschung? ein märchen, geforscht wird eh im billigen ausland! Antworten


Markus Kaufmann

21.10.2009, 13:26 Uhr
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In Drogerien und Apotheken herrscht in der Schweiz kein Markt, sondern Preisabsprachen. So sind Schmerz-und Fiebermittel in der Schweiz bis zu zehnmal teurer als in den USA. Abzockerpreise herrschen auch bei den Vitaminen. Es werden im nichtrezeptpflichtigen Bereich kaum Generika angeboten, dies gilt z.B. auch für Augenpflegemittel. Apothekenketten von Coop könnten z.B. einen Wandel bewirken. Antworten


Daniel Nipkow

21.10.2009, 13:20 Uhr
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Der Einkauf muss endlich liberalisiert werden. Es kann nicht sein, dass die Pharmalobbyisten in Bern den "Konsumenten" solche Kostenprobleme verursachen. Die Wettbewerbskommission sollte sich mal die Kartelle unter Politikern und Lobbyisten zur Brust nehmen und diese analog straffälligen Unternehmen büssen! Antworten


Tom Würgler

21.10.2009, 13:08 Uhr
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Jetzt aber hopp, hopp, hopp Medikamente im Ausland kaufen gehen. Dort sind sie wunderbar günstig. Punkt. Antworten


Lukas Greis

21.10.2009, 13:08 Uhr
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Seit Jahren blockieren die Vassallen in Bern den Parallelimport und beugen sich dem Pharma Diktat. Ob es nun patentierte Medikament oder Generika sind, wir zahlen mit Abstand die höchsten Preise und müssen uns von diesen Abzockern aus Basel auch noch Wegzugs Drohungen anhören. Ich glaube hier hilft nur noch eine private Volksinitiative. Antworten


Paul Linder

21.10.2009, 13:06 Uhr
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So werden wir laufend über den Tisch gezogen von einer Pharmalobby und deren Vertreter in der Politik. Auch völlig überteuerte Medizinalgeräte und unanständige Chirurgengehälter berappen wir via KK-Prämie. Die Geldsauger beherrschen inzwischen die Schweiz und bluten uns aus, all jene, die unter 100000.- verdienen und das ist die Mehrheit. Wut und Gewalt nehmen so weiter zu! Wollt ihr das? Antworten


Beni Schwarzenbach

21.10.2009, 12:53 Uhr
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Wen wundert's? In Bern machen die Lobbyisten der Wirtschaft die Politik, nicht die gewählten "Volks-"Vertreter. Die Politik ist schon seit jeher durch die Eigeninteressen der Mächtigen pervertiert, da ändert auch die Demokratie nichts daran. Antworten



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