Wirtschaft
So lösen sich die Stellen in Luft auf
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 13.12.2008 88 Kommentare
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Heute ging es an den Börsen gleich weiter wie schon zu oft in diesem Jahr: UBS sackten zeitweise über 9 Prozent ab, Credit Suisse über 7 Prozent. Am frühen Morgen hatten die Hiobsbotschaften aus den USA die Schweiz erreicht. Das Rettungspaket für die Autobauer ist im Senat gescheitert, die Bank of America streicht 35'000 Arbeitsplätze. Wallstreet reagierte geschockt, der SMI zog nach.
Viele Unternehmen ziehen jetzt angesichts der ausgetrockneten Kreditflüssen und leeren Auftragsbücher die Notbremse und streichen Stellen. Über 15'000 Stellen haben sich in der Schweiz in den letzten Monaten in Luft aufgelöst.
Über 15'000 Stellen nur in der Schweiz
So kündigte die Credit Suisse vor wenigen Tagen an, 5300 Stellen abzubauen, das entspricht 11 Prozent ihres weltweiten Personalbestands.
Auch die UBS gab im Oktober bekannt, 2000 Stellen zu streichen. Der Abbau von weiteren 5000 Stellen war bereits im Frühling bekannt. Weitere 2000 Arbeitsplätze sind gefährdet. Insgesamt soll die Zahl der Mitarbeiter um 11 Prozent schrumpfen. Swiss Life kündigte Ende November an 200 Stellen zu streichen, die Mehrheit davon am Hauptsitz in Zürich.
Der Industriekonzern Rieter baut in den nächsten Monaten 2300 Arbeitsplätze ab, das Unternehmen soll restrukturiert und verschiedene Betriebe geschlossen werden.
Die Medienbranche leidet
Auch die Medienbranche, die den Rückgang von Inseraten in flauen Zeiten sofort spürt, leidet. Die Neue Zürcher Zeitung streicht 50 Stellen, die AZ Medien («Aargauer Zeitung») 30 Stellen, die Weltwoche eine noch unbekannte Zahl von Arbeitsplätzen. Ringier («Blick», «Schweizer Illustrierte») baut 22 Arbeitsplätze ab, die Lausanner Edipresse («Le Matin») 50.
Weitere Jobs gehen bei Adecco (600 Stellen), Heineken (150 Stellen), Cablecom (150 Stellen), beim Genfer Elektronikkonzern Lem (Weltweit 1000 Stellen, 16 in der Schweiz) und bei der Ascom-Tochter Asectronics in Bern (24 Stellen, ein Sechstel des Bestands) verloren.
In der US-Finanzbranche verschwindet jeder zehnte Job
Angesichts der Geschwindigkeit, mit der zurzeit die Stellen bei amerikanischen Unternehmen schwinden, wirken die Schweizer Abbaupläne bescheiden. Alleine in der Finanzbranche sind in diesem Jahr in den USA 200'000 Arbeitsplätze verschwunden.
So streicht American Express 7000 Stellen. Die zweitgrösste Bank des Landes, die Bank of America, baut nach der Übernahme der angeschlagenen Merrill Lynch 35'000 Stellen, dazu 7'500 beim aufgekauften Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial 7500. Citigroup, einst die grösste Bank der Welt hat bereits 23'000 Jobs gestrichen, 52'000 kommen dazu. Goldman Sachs, die einzig verbliebene grosse Investmentbank, baut 3300 Stellen ab, Morgan Stanley 4800, JPMorgan Chase 18'000. Bei der Insolenz von Lehman Brothers verloren 26'000 Banker auf einen Schlag die Stelle.
Auch ausserhalb der Finanzbranche schwinden die Jobs: Beim Chemiekonzern Dow Chemical (5000 Stellen), dem Telekomriesen AT&T (12'000 Stellen)dem Softwareproduzent Adobe (600 Stellen) oder bei Sun Microsystems (6000 Stellen). Weitere Arbeitsplatzverluste von massivem Ausmass stehen in der Autoindustrie bevor. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.12.2008, 09:23 Uhr
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88 Kommentare
@Hans Langer: Die jetztige Situation wird auch von Unternehmen, denen es noch ziemlich gut geht, dazu verwendet, weiter den Gewinn zu steigern auf Kosten der Arbeitnehmer. Ganz im Stil von 'den Hals nicht genug vollkriegen'... Wieso schon wieder haben wir jetzt eine solche Krise ? Antworten
Ich war lange arbeitslos und finde auch heute nur noch Stellen, die man keinem zumuten wollte. Und jetzt sind die dran, welche damals fuer die Abschaffung der Auszahlung vom Arbeitslosengeld fuer zwei Jahre gestimmt haben. Bravo, das habt ihr wirklich toll hingekriegt. Jetzt werdet ihr sehen, wie man auf dem Arbeitsamt behandelt wird - und Kurse wie "Eine Stelle finden und behalten" besuchen DARF! Antworten
Rieter trifft es besonders hart, weil gleichzeitig beide Sparten in schwer von der Finanzkrise getroffenen Geschäftsfeldern (Autozulieferer und Textilmaschinen) tätig sind. Daneben wurden leider auch sehr viele Millionen für den Aufbau von Produktionsstätten in Indien und China verwenent - mit mässigem Erfolg. Diese stehen nun ungenutzt da. Die beiden Länder kennen zudem keine Kurzarbeit. Antworten
Wie kann es sein das z.B. Rieter über mehrere Jahre gewaltige Gewinne gemacht hat und nach einem Jahr Flaute mit geringeren Gewinnen ein jämmerliches Geschrei anstimmend um Regierungshilfe bettelt ? Die Verlagerung unserer Arbeitsplätzen nach China und Indien sollen wir jetzt mit Steuergeldern finanzieren ? Die Finanzkrise ist nur der Brandbeschleuniger, das Problem ist Rieter intern. Antworten
Solange unsere Regierung hinter allen den Versagern von Bankmanagern steht und der UBS, der Hauptverantwortlichen für die Banken-/Wirtschaftskrise auch noch 60 Milliarden für PR und Boni, ohne Vorgaben, zur Verfügung stellt wird sich in unsem Land nichts ändern Antworten
Tolle Berichterstattung! Alles suhlt sich im Elend einer Krise, damit es allen noch viel schlechter geht. Es ist typisch für die Medien, dass sie sich als "schlechte-Nachrichtenübermittler" profilieren wollen. In besseren Zeiten wäre es schön wenn ihr auch so engagiert wäred positive News zu verbreiten. Antworten
Leider benützen einige Firmen die "Stunde der Gunst" um Angestellte im Sog der Wirtschaftskrise los zu werden.Unter fadenscheinigen Gründen werden teils langjährige Mitarbeitende(kurz vor der Pensionierung) o h n e Sozialplan entlassen.Diese "Drecksarbeit"überlässt man den HRM,während sich einige dieser asozialen Elemente in die Golfferien verabschieden.Dringend:"AN-Schutz massiv verbessern!" Antworten
In den USA hat man gewissen Leuten den Prozess gemacht und schon kuscht die UBS und zahlt 22.7 Milliarden (wovon?) Hier laufen die Leute noch frei herum obwohl sie verantwortlich sind für das Leid von Millionen. Was zahlen sie hier? Ein paar Milliönchen, die sie noch zugute hätten. Warum wird denen hier nicht auch der Prozess gemacht und sie können sich beim Golfspielen amüsieren? Antworten
Ach, das sind lustige Komentare... bin selber arbeitsloser ex-Bänkler; konnte doch in Krisenzeiten nicht genügend Schwarzgeld in die Schweiz schauffeln, Akquisitionstarget leider verpasst... oder sowas hat mein Chef gemeint... na ja, aber was beklage ich mich? noch ist Mater Helvetia solventer als meine ex-Bank und für eine Bratwurst reichts allemal... Antworten
Grenzenloser Individualismus, rücksichtsloser Kapitalismus und völlig übertriebener Förderalismus wird die Schweiz eines Tages nocn zugrunde richten. Die Chance aus der Krise zu lernen wird verpasst, weil dasselbe Gesellschaftssystem von Lobbyisten unter allen Umständen kurzsichtig verteidigt wird. Das Preis-Leisungsverhältnis stimmt für den Konsumenten immer weniger. Antworten
Ich muss mich wirklich beherrschen, wenn ich all die dämlichen, von Schreibfehlern strotzenden Kommentare von irgendwelchen Helden-Büezern lese, die jetzt über "die Bänkler" vom Leder ziehen. Dieser mentale Totalitarismus erinnert an Propaganda übelster Sorte aus der 1. Hälfte des 20. Jh. Wie wär´s , wenn sich die Proleten mal daran erinnerten, dass es NIE nur einer ist, der die Suppe anrührt. Antworten
Schön, hier die Zahlen zu sehen, was wir für die obere Bankenklasse und Class Politique ausbaden müssen. Ein Hit, liebe Journalisten, wäre zu recherchieren, welche Firmen keinen Personal-Abbau durchführen. Die haben doch etwas anders gewirtschaftet als unsere Schnellverdiener. Solche Firmen gehören aufgelistet und vorallem möchte der Leser wissen, wie diese Unternehmen das machen. Antworten
Es ist ungemütlich. Ich arbeite bei Rieter und da macht es keinen spass immer schlechte Nachrichten zu lesen. Aber ehrlich, der welcher die schlechte Nachricht überbringt (Medien) ist denoch nicht der welcher sie verschuldet hat. Es sind nicht die Medien, die die Welt gestalten, sondern wir die die Medien gestalten (mit Inhalt). Schaut mal was Eure Chefs gemacht oder eben nicht gemacht haben! Antworten
Klar ist es, dass bei den Grossbanken viele Stellen gestrichen wurden . . . . . Warum schreiben die Medien nicht, wieviele Stellen bei Raiffeisen, Kantonalbanken, Regionalbanken usw. neu geschaffen wurden? Die Grossbanken bauen Stellen ab, wegen dem Geldabfluss und die kleineren Banken müssen Stellen schaffen, um den Geldzufluss zu bewältigen . . . . . . Antworten
Oh die armen Bänkler, habe kein erbarmen mit diesen. Haben ja die missäre selber gemacht und die Weltwirtschaft an den Abgrund gefahren. Desto weniger Bankangestellte, desto weniger Bonus muss bezahlt werden, desto weniger muss der Staat den defizit dieser ausgleichen Antworten
@Mathias Gerber: Vielleicht sollte man daran erinnern, dass die Lebensqualität trotz Krise noch immer beträchtlich höher ist, als er in jenen Staaten war, wo der Staat sich fürsorglich um seine Insassen gekümmert hat und die Wirtschaft zentral geplant hat. Die momentane schmerzhafte Korrektur ist das Fundament für den kommenden Wachstum - sofern wir ihn nun nicht zu Tode regulieren. Antworten
Wir vernichten uns selbst, haben laengst den Blick fuers Wesentliche verloren. Wir sind ein Volk von Laemmern. Unsere Eltern haben volle Arbeit geleistet, der Gehorsam zur Dummheit und Passivitaet reicht fuer ein ganzes Leben, welches basiert auf Schuldgefuehlen, Verdraengen, alles gut versteckt und verpackt, wir erkennen uns selbst nicht mehr. Tief traurig all das. Antworten
Wann ist eine Krise eine Krise? Viele koennen nun keinen neuen grossen teueren Allrad kaufen. Fuer die ist das ein Problem, fuer mich nicht, viele muessen auf die teuere fernreise verzichten, fuer diese ist das ein Problem, fuer mich nicht, viele koennenen nicht mehr blind konsumieren........usw. Hoert auf zu jammern. Alle wollten viel geld und zwar schnell. jetzt ist es halt passsiert Antworten
Der Staat Pleite?? So wie diese Banditen den noch arbeitenden Bürger das Geld mit horrenden Steuervorderungen aus der Tasche ziehen, wohl kaum. Den 12ten und 13ten darf ich komplett nach Bern überweisen.Dabei habe ich noch nicht einmal Weihnachtsgeschenke gekauft! Antworten
Die Wirtschaft hat nun mal ihre Zyklen. Für die Betroffenen ist das hart, aber schliesslich gibt es ein Sozialwesen. Schön wäre auch, wenn nicht nur die schlechten News unendlich breit getreten werden, sondern auch die Guten: CS sucht auch bestimmte Leute, ausserdem machen gerade in der Schweiz laufend neue und interessante Firmenvertretungen auf - wird leider totgeschwiegen! Antworten
Seit einigen Jahrhunderten hat sich die Welt, von Europa angeführt, in eine Sackgasse begeben: der Egoismus aller gegen alle. Für- und Miteinander, Brüderlichkeit und Nächstenliebe werden nur noch mit einem müden Lächeln quittiert. Nicht mehr lange! Die Abenddämmerung befällt bereits die Götzen des Marktes und des Individualismus. Antworten
"We need to understand that classism is the real issue. Many of us are in the same boat and it's sinking ..." So ist es und nicht anders. Den wenigen Reichen/Mächtigen gehört immer mehr ... nur glücklich werden sie dadurch auch nicht. p.s. kommentare unter meinem richtigen namen "karl louis", wurde schon mehrmals abgelehnt ... who knows why ... Antworten
Island, Weimarer Republik, Massenarbeitslosigkeit, IWF-Pleite: Was alles wird da in einen Topf geworfen? Und morgen kein Wasser mehr und die Migros geplündert? Bleib auf dem Boden. Die Dinge drehen sich und noch konnte keiner wirklich erklären, weshalb die totale Katastrophe kommen muss. Antworten
Die Stellenstreichungen sind gar nicht in diesem Umfang notwendig. Wenn ein Unternehmen wegen einer einjährigen Rezession schon gleich ein Problem hat, muss man sich ja wirklich fragen. Diese sogenannte Krise wird wie immer schamlos von den Firmenbossen und Geldgebern ausgenützt - man muss während einer Rezession ja nichts erklären und räumt so seinen "Mistladen" kapitalistisch aus. Antworten
Es ist schon erstaunlich wieviele Leute masochistisch veranlagt sind und sich über die Situation noch immer belustigen. Auch die vermeindlich nicht involvierten Bürger würde eine globale Pleite treffen – auch wenn man eine Handvoll Goldvreneli im Tresörli hat. Antworten
Was hat "unsere" Volkswirtschaftsministerin Leuthard noch Ende Oktober erzählt? Keine Krise weit und breit in Sicht! Dass wir von solchen "vorausschauenden" Leuten regiert werden, stärkt mein Vertrauen in die Zukunft nicht. Der Gartenhag um die Schweiz existiert schon lange nicht mehr. Und wetten dass der Kredit an die UBS nicht zurückbezahlt wird... wir sehen uns. Antworten
Nur weiter so mit der freien Marktwirtschaft Ihr bürgerlichen Politiker. Der Tanz um das goldene Kalb hat nun auch unsere oberste Regierung erreicht. Auffanggesellschaft für faule UBS Papiere wollte man auf die Steuerfluchtinsel Cayman Jslands verlegen. Dank Sozialdemokraten wurde dies verhindert. Eine 6 Milliarden Anleihe soll nun auf der Kanalinsel Jersey herausgegeben werden. Dort wird keine Steuerverrechnung erhoben. Ist dies der Schweiz würdig? Was denkt sich da nur unser Gesamtbundesrat? Unsere Oberste Behörde ist wohl der Ansicht, dass Gesetze zum brechen da sind. Hat unser Finanzdepartement nie etwas von Ethik, Moral, und Anstand gegenüber Dritten gehört. Ich wünschte mir eine Regierung die mehr Gottvertrauen und eine gesunde und starke Schaffenskraft besitzt. Das ist leider unseren Regierenden von heute abhanden gekommen. Antworten
und die schuldigen Manager sonnen sich an der Sonne und spielen Golf und geniessen ihre abgezockten Saläre. Sie hatten ja "sooooooviel" Verantwortung zu tragen. Warum dürfen diese eigentlich noch alle frei rumlaufen. Gehören die eigentlich nicht auch ins Gefängnis wegen Betrugs. Oder kauft mir die UBS ihre Aktien auch zurück zu CHF 80.-? So wie in Amerika. Antworten
Die Massenarbeitslosigkeit kommt! Es wird schlimmer als während der Weimarerrepublik, da die UBS zu gross ist, um vom Staat "gerettet" zu werden und auch der Staat pleite ist! Island macht es gerade vor – nur dass bald auch IWF + Co pleite sein werden. Was nun zählt ist Eigenverantwortung und nachbarschaftliche Hilfe. Antworten
Kommentar Moser: Berufspessimist, der sich vermutlich am Niedergang ergötzen würde. Aber bei einem Rückgang des BIP von 1 % werden wir die nächsten Jahre ohne Massenarbeitslosigkeit überleben. Kommentar Gerber: Lächerlich. Denn dank freiem Markt haben wir heute weltweit einen Wohlstand erreicht wie nie. Und in Deutschland sind vor allem staatsregulierte Banken Pleite gegangen! Antworten
@A. Moser: Was sind sie doch für ein Pessimist. Die von der Finanzbranche verursachte, von den Medien total überzeichnete und von jedem von uns Angsthasen noch verstärkte Krisenphobie macht uns noch fertig. Nehmen wir uns Churchill als Beispiel: Ein Pessimist sieht die Schwierigkeiten in jeder Chance, ein Optimist sieht die Chance in jeder Schwierigkeit. Ich wünsche Ihnen viel Kraft in der Kriese. Antworten
Fatalismus gegenüber dem Abbau von tausenden von Stellen und drohender Massenarbeitslosigkeit bringt nichts. Es braucht die Einsicht, dass der Staat in Zukunft viel stärker eingreifen muss. Die soziale Marktwirtschaft darf nicht mehr an der masslosen Gier einzelner scheitern. Ein gutes Beispiel ist die Förderung alternativer Energien zu Gunsten innovativer KMU mit der neuen Energiestrategie. Antworten
Und unsere Bundesrätinen wollen noch die Erweiterung in den Osten empfehlen und noch mehr Arbeitslose in der Schweiz zu haben Darum gibt es nur ein NEIN zur Erweiterung Es werden die Schweizer nur angelogen die Industrie brauche diese Arbeiter wenn nun schon von den vorhandenen die Stelle verlieren Die grosse Blase ist halt nun geplatzt und es wird jArbeitslose Antworten
Jetzt können die Bankenheinis anstatt Arbeitslosengeld einfordern Ihre Boni verschleudern, bei uns am Staat wird während den guten Jahren Reserven gebildet damit es bei einem schlechteren Geschäftsgang nicht zu Entlassungen kommt. Also wo sind jetzt die Reserven die sie uns schon seit Jahren bei den Lohnrunden vorenthalden haben? Jetzt dürfen auch andere mal den Gürtel enger schnallen. Antworten
Diese Krise wird ein Ausmass annehmen, welches die Menschheit noch nie gesehen hat. Und es wird uns ALLE treffen ! In der Schweiz werden die Beiträge an die Arbeitslosen-Versicherung massiv steigen müssen, die Mehrwertsteuer wird erhöht werden müssen und ev. sogar eine Sondersteuer eingeführt werden, anders wird dies nicht zu bewältigen sein. Vorbei die Zeiten mit allem Luxus ! Antworten
Was machen die vielen Arbeitskräfte aus den EU-Ländern, die wir in die Schweiz geholt haben ? Werden sie arbeitslos, haben sie auch keine Chance in ihrem Herkunftsland einen Job zu finden. Arbeitslosigkeit und Rezession treffen alle, hüben und drüben. Wir alle werden den Gürtel enger schnallen müssen. Antworten
@Mathias Gerber: wieso darf es eine solche Krise nicht mehr geben? Solche Krisen sind reinigend für Firmen und Markt und können eine Change für die Zukunft sein. Der Einzelne ist dank der aufgeblähten Sozialsysteme und Grossfirmen viel zu unflexibel und träge geworden, zu ängstlich, selber was aufzubauen. Der Leistungswillige braucht diese Krise nicht zu fürchten, da er seinen Weg gehen wird. Antworten
Bitte ein bisschen weniger "doom and gloom". Nicht alles wird schlecht. Klar, dass die Wirtschaft schrumpfen wird und dass die Arbeitslosigkeit ansteigen wird, auf rund 4 % sind die neuesten Schätzungen. Ich kenne kaum ein Land in Europa welches bei 4% nicht anfangen würde zu jubeln! Übrigens gibt es immer noch viele Firmen, welche Stellen ausgeschrieben haben und aufbauen. Antworten
Diese Finanz- und nun auch Wirtschaftskrise ist unbestrittenermassen von kolossalem Ausmass - aber wenn alle so schwarz malen, ja dann "guet Nacht am Sächsi...!" Dann können wir wirklich gleich alles zusammenpacken ! Daher mein Rat: den sehr negativen newsflow aus den Medien möglichst minimieren und mit Vollgas durch - nur auf diese Weise kann die gefährliche Negativ-Spirale ev. entschärft werden! Antworten
Sie wissen schon, dass die Clinton-Administration den Grundstein für diese Krise gelegt hat, indem diese die staatsnahen Hypobanken Freddie Mac und Fanny Mae dazu zwang, Junk-Hypotheken an Leute zu vergeben, die sich diese nie und nimmer hätten leisten können, Herr Gerber? Glauben Sie was Sie wollen, ich weiss, was Realität ist und brauche mich dabei nicht auf meinen Glauben zu beziehen. Antworten
Wieder einmal eine Krise, wieder einmal eine goldene Gelegenheit fuer viele CEO's und Konzernleiter Fett und sonstiges (ausser sich selbst) abzuspecken, mit der Entschuldigung die vorherrschende Krise ist der alleinige Schuldner. So einfach ist das. Antworten
Ich finde die Finanzkrise toll! Viele, viele Jahre haben mir alle den Rücken zugekehrt. Mein Glanz schien für immer erloschen. Die Banker haben sich über mich lustig gemacht - Aktien, Optionen und Derivate wurden bis zum geht nicht mehr an die Frau und den Mann gebracht - Koste es was es wolle. Nun bricht ein neues Zeitalter an - das Goldvreneli-Zeitalter! Antworten
Man kann es auch übertreiben mit der Schwarzseherei Herr Moser... Es ist eine Krise aber es ist nicht die erste und schon gar nicht wird es die letzte sein. Jetzt sind die Aktienkurse vieler Unternehmungen eine Zeit lang gestiegen und kaum fallen sie wieder, kommen die Propheten mit ihren Weltuntergangsphantasien... Antworten
Schon mal gesagt. Weil kein Unternehmen auch nur einen Jota Gewinnreduktion hinnehmen will, verlieren am Ende alle. Als Entschuldigung dient die angebliche Gefährdung des Überlebens des Unternehmens. Wie können eigentlich die Kredite derart versiegen? Wurden da nicht dutzende von Milliarden bereitgestellt um genau das zu verhindern. Antworten
...und der Grösste Teil des Kapitals fliesst wohin? Wie all die vorherigen Jahre mit den fantastischen Renditen zu den Aktionären und anderen Kapitalgebern. Damit auch weiterhin die Renditen schön hoch bleiben müssen nun halt andere dranglauben. Zuerst wird man arbeitslos, dann bezahlt die ALV Kasse, sofern vorhanden, einen Teil weiter. Die Kapitalgeberb/nehmer aber bleiben unter sich. Antworten
genau dies ist Marktwirtschaft, freier Markt ist Anarchie. Nur gebändigt durch Massen von Vorschriften, dem Sozialstaat und staatliche Regelungen und deren Durchsetzung. Ohne diesen Staat hätten ein paar eine Privatarmee und der Rest wäre im Elend! Nun ist die Frage wie viel Staat man braucht. Definitiv mehr als heute, weil so eine Krise darf es nicht noch einmal geben! Antworten
Die Massenarbeitslosigkeit kommt! Es wird schlimmer als während der Weimarerrepublik, da die UBS zu gross ist, um vom Staat "gerettet" zu werden und auch der Staat pleite ist! Island macht es gerade vor – nur dass bald auch IWF + Co pleite sein werden. Was nun zählt ist Eigenverantwortung und nachbarschaftliche Hilfe. Antworten
Und alles nur wegen Spekulanten die den Hals nicht vollkriegen. Dass das Börsenspiel nichts taugt ist ja nichts neues. Es braucht dringend einen neuen Kapitalmarkt. Einen der sich auf Langfristigkeit ausrichtet und nicht der schnelle Gewinn im Vordergrund steht. Antworten



georg busch
Jammern auf hohem Niveau. Trifft's mal die Banker und Spekulanten-Firmen, wird die grosse Krise herbeigeredet. Klar, dass jetzt die Gruppendynamik ins Spiel kommt. Trifft's die oberen, sollen auch die unteren darunter leiden. Auch die Auto-Industrie sollte endlich mal umdenken, es ist Zeit dass auch dort in diesem Bereich eine Flurbereinigung stattfindet. Beginnt mit Saubermachen! Antworten