Steht Österreich vor der Staatspleite?

Österreich ist nach Island und Irland das Land mit dem grössten Risiko einer Staatspleite. Dies glaubt der amerikanische Starökonom Paul Krugman.

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Island und Irland geht es ziemlich schlecht, Österreich könnte sich dieser Liga als drittes Land anschliessen, sagte Paul Krugman bei einem Auftritt vor der Auslandspresse in New York. Dies berichten die Agentur Ria Novosti und die «Süddeutsche Zeitung».

Eine Bedrohung für die Finanzstabilität Österreichs ergebe sich aus den grossen Krediten für die Länder Osteuropas, die infolge der Rezession nicht in der Lage seien, ihre Auslandskredite zu bedienen, sagte Krugman.

Auf die auf Rohstoffexporte orientierten Wirtschaften Russlands und Brasiliens angesprochen, stellte Krugman fest, dass der Rückgang der Rohstoffpreise nicht so dramatisch war, als von vielen Wirtschaftsexperten angenommen, so dass diese Länder nicht die Fähigkeit, die Richtung der Entwicklung zu bestimmen, verloren haben.

Früher Ungarn und Lettland

Bisher war von einer etwas anderen Liste der potenziellen Bankrott-Staaten die Rede. Das erste Land, das eine drohende Zahlungsunfähigkeit signalisierte, war Island. Ihm folgten Ungarn und Lettland.

Krugman ist Professor in Princeton und Kolumnist in der «New York Times». Er hat im vergangenen Jahr den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. (se/sda)

(Erstellt: 14.04.2009, 18:04 Uhr)

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