Wirtschaft

Tremonti holt 100 Milliarden Euro zurück

Aktualisiert am 11.12.2009

Italienische Steuersünder haben bisher im Rahmen einer Steueramnestie einiges an Schwarzgeld vom Ausland in ihre Heimat zurückgeführt. Aber bei weitem nicht so viel, wie von Rom erhofft.

Will den Finanzplatz Lugano «trockenzulegen»: Giulio Tremonti.

Will den Finanzplatz Lugano «trockenzulegen»: Giulio Tremonti.
Bild: Keystone

Die Steueramnestie dauert noch bis am 15. Dezember. Ob die Italiener in den kommenden Tagen noch mehr Schwarzgeld repatriieren werden, bleibt abzuwarten. Die italienische Regierung hatte Ende September mit einem Rückfluss in der Höhe von 300 Milliarden Euro gerechnet. 125 Milliarden Euro hätten allein aus der Schweiz abgezogen werden sollen.

Bis jetzt sind es gesamthaft 100 Milliarden Euro. Damit fliessen mindestens fünf Milliarden Euro in die Kassen des italienischen Fiskus. Dies berichtete die italienische Nachrichtenagentur ansa am Freitag in einer drei Sätze umfassenden Meldung. Sie berief sich auf Quellen der Regierungsparteien.

Der italienische Finanzminister Giulio Tremonti hatte erklärt, sein Ziel sei es, den Finanzplatz Lugano «trockenzulegen». Bis zum 15. Dezember haben italienische Bürger noch Zeit, ihre illegal im Ausland deponierten Vermögenswerte gegen eine geringe Busse von fünf Prozent in die Heimat zu überführen. Danach drohen Steuersündern drakonische Strafen. (cpm/sda)

Erstellt: 11.12.2009, 18:19 Uhr

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