UBS euphorisch: BIP-Wachstum von 2,5 Prozent
Weniger Arbeitslose: Die UBS ist optimistisch.
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Mit dem grösseren Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) geht laut den Konjunkturauguren der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) auch ein Rückgang der Arbeitslosigkeit einher. Diese werde sich 2010 auf durchschnittlich 4,2 Prozent belaufen. Bisher ging die UBS von einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent aus.
Der erwartete Wirtschaftsaufschwung werde hauptsächlich vom sehr dynamischen Binnensektor getragen, schrieb die Forschungsstelle der UBS-Vermögensverwaltungssparte (Wealth Management) in einem Communiqué. Die Stabilisierung des Arbeitsmarktes sowie die anhaltende Immigration dürften demnach zu einem ansehlichen Konsumwachstum führen.
Daneben würden voraussichtlich aber auch die Exportwirtschaft und Investitionen in Produktionsanlagen und -infrastruktur zum Wachstum des BIP beitragen. Das solide Wirtschaftswachstum hat gemäss der UBS aber auch Auswirkungen auf die Preise: Nachdem im vergangenen Jahr das Preisniveau in der Schweiz zurückging, dürfte heuer wieder eine Inflation zwischen 0,6 und 1,3 Prozent anfallen.
Franken wird noch stärker
Der Inflationsdruck sowie Bedenken um die Folgen der tiefen Zinsen auf den Immobilienmarkt werde die Schweizerische Nationalbank (SNB) zudem dazu bewegen, die Leitzinsen bereits im September wieder anzuheben, prophezeien die UBS-Ökonomen. Da auf europäischer Ebene ein Zinsschritt erst später folgen dürfte, werde der Alleingang der SNB dazu führen, dass der Franken gegenüber dem Euro weiter erstarke.
Mit ihrer Prognose zeigen sich die Ökonomen der Grossbank UBS weit optimistischer als andere Konjunkturforscher. Andere kürzlich revidierte Prognosen für das BIP-Wachstum gehen alle von einem BIP- Wachstum von nicht mehr als 1,5 Prozent aus. Die SNB etwa rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von rund 1,5 Prozent.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) schliesslich rechnet mit 1,4 Prozent und die Credit Suisse mit 0,9 Prozent. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) gibt ihre Wachstumsprognose Ende dieser Woche bekannt. (bru/sda)
Erstellt: 22.03.2010, 10:36 Uhr
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