Wirtschaft

US-Leitzins bleibt wie erwartet auf dem Tiefstand

Aktualisiert am 10.08.2010

Der US-Leitzins verharrt auf seinem historischen Tiefstand: Die Notenbank Fed bestätigte erwartungsgemäss die Zinsspanne zwischen 0,0 und 0,25 Prozent. Der Ausblick für die Konjunktur fällt pessimistischer aus.

Der Leitzins bleibt unverändert: Der Sitz der US-Notenbank Federal Reserve in Washington.

Artikel zum Thema

Die US-Notenbank Fed sieht Signale für eine Schwächung der Konjunktur in den USA. Die Erholung in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt habe sich «in den vergangenen Monaten verlangsamt», erklärte der Offenmarktausschuss der Fed zum Abschluss. Um die konjunkturelle Erholung abzustützen, will die Fed die Einkünfte ihrer hypothekenbesicherten Wertpapiere, die sie im Zuge der Finanzkrise erworben hatte, in langfristige US-Staatsanleihen investieren.

Den Leitzins beliess sie unverändert im Bereich von null bis 0,25 Prozent. In ihrer Erklärung nahm die Fed eine behutsame Änderung ihrer Konjunktureinschätzungen aus vergangenen Sitzungen vor. Nach seiner letzten Sitzung im Juni hatte der Offenmarktausschuss von zunehmenden Signalen für eine Stärkung der Konjunktur und eine Verbesserung am Arbeitsmarkt gesprochen. In der Erklärung hiess es nun: «Das Tempo der wirtschaftlichen Erholung wird kurzfristig wahrscheinlich moderater ausfallen als erwartet.»

Keine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt

Anders als in vorangegangenen Sitzungen gab es in der aktuellen Erklärungen keinen Hinweis darauf, dass die Fed-Experten eine allmähliche Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt erwarten. Stattdessen wird vermerkt, dass Arbeitgeber bei Neueinstellungen weiterhin «zögerlich» seien.

Angesichts des ohnehin niedrigen Leitzins-Satzes bleiben der Fed zur Stimulierung der Konjunktur vor allem unkonventionelle Methoden. Die Notenbank will nun wie bereits nach Beginn der Finanzkrise 2008 Staatsanleihen des US-Finanzministeriums kaufen. Dazu will die Fed Einkünfte aus ihrem gewaltigen Paket an immobilienbesicherten Anleihen verwenden, die sie im Kampf gegen die Finanzkrise in einem Volumen von etwa 1,25 Billionen Dollar erworben hatte.

Die Ankündigung der Fed konnte auch als Signal verstanden werden, dass Exit-Strategien aus der gelockerten Geldpolitik, wie sie noch vor Wochen diskutiert worden waren, zunächst eher nicht eingeschlagen werden. (bru/AFP/sda)

Erstellt: 10.08.2010, 20:39 Uhr

0

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

Noch keine Kommentare

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.