Wirtschaft

US-Notenbank: Noch eine runde Billion

Die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve, pumpt weitere 1150 Milliarden Dollar in die krisengeschüttelte Wirtschaft, um noch im laufenden Jahr aus der Rezession zu kommen.

Die Federal Reserve beschloss heute, drei Instrumente zur Belebung der Wirtschaft schlagkräftiger zu machen. Als Erstes will sie in den kommenden sechs Monaten für 300 Milliarden Dollar Staatsanleihen zurückkaufen, um Raum für Anleihen von Industrieunternehmen zu schaffen. Weiter stockt sie ein Subventionsprogramm für Hypotheken um 750 auf 1250 Milliarden Dollar auf, womit die Zinsen für die Hauseigentümer nach unten gedrückt werden sollen. Und schliesslich verdoppelt die Notenbank noch den Rückkauf von Papieren der Regierungsagenturen wie Fannie Mae auf 200 Milliarden Dollar.

Begründet wird diese Beschleunigung der Notendruckmaschine mit dem Kampf gegen die schrumpfende amerikanische Wirtschaft. Da die Leitzinsen bereits bei null Prozent liegen, also nicht mehr gesenkt werden können, hofft die Notenbank nun, wenigstens mit diesem direkten Subventionsprogramm, die Folgen der Rezession dämpfen zu können.

Die Märkte reagierten auf die Ankündigung mit einem Kurssprung bei den Aktien, mit sinkenden Zinsen sowie einer kräftigen Gegenbewegung des Goldes. Gold verteuerte sich um mehr als zwei Prozent – ein Indiz dafür, dass die Ausweitung der Geldmenge zu einer höheren Inflation führen dürfte. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.03.2009, 07:17 Uhr

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6 Kommentare

Walter Krauer

19.03.2009, 01:07 Uhr
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Je mehr Geld gedruckt wird je grösser ist die Inflation. Das sollte jeder Banker und Staatsmann eigentlich wissen. Diese Geldvermehrung hat mit Leistung nichts zu tun. Das verschwundene Kapital wurde nicht vernichtet es hält sich im Hintergrund auf von Kriminellen und dem wird leider keine all zu grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Den das Geld regiert weiter und die damit verbundene Korruption ! Antworten


Peter Meier

18.03.2009, 23:56 Uhr
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B. Bernanke November 2002: "But the U.S. government has a technology, called a printing press...that allows it to produce as many U.S. dollars as it wishes at essentially no cost." Das hat wunderbar funktioniert solange die restliche Welt brav mitmachte... aber ob es sinnvoll ist eine Deflation zu bekämpfen und dafür eine Hyperinflation zu riskieren... China ist besorgt. Wir sollten es auch sein! Antworten


Nadine Binsberger

18.03.2009, 23:25 Uhr
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Lasst die Wirtschaft doch schrumpfen! Das ewige Wachstum bringt nicht nur stetig wachsenden Stress und Umweltgefährdungen, sondern ist auch noch rein physikalisch schon unmöglich. Sorgen wir lieber dafür, dass wir in Zukunft alles haben, was wir brauchen, und gerade deshalb weniger produzieren und arbeiten müssen.DAS wäre Wohlstand! Nur eine Frage der geschickten direktdemokratischen Organisation. Antworten


Jürg Bühler

18.03.2009, 22:55 Uhr
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Nun nachdem das Gold erstmals 3 Prozent hochging fiel es dann um 6 Prozent.. nun also mehr als 3 Prozent tiefer als am Vortag... deutet das nun auf Deflation? Antworten


Franz Steiner

18.03.2009, 22:24 Uhr
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Die Notenpresse läuft auf Hochtouren und der Weg in die Hyperinflation ist vorgegeben. Wer denkt , Amerika sei weit weg, der irrt sich gewaltig, denn die Schweiz hat gutes Nationalbankgold in schlechte Dollars und Euros umgetauscht. Bald wir sich diese kurzfristige Anlagestrategie bei uns bitterböse rächen. Antworten


A Meyer

18.03.2009, 22:12 Uhr
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Aus die USA sind nicht vor dem Staatsbankrott gefeit. Sie bewegen sich schnell dorthin. Und führen gleichzeitig noch zwei Kriege. Antworten



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