US-Notenbank: Noch eine runde Billion

Von Walter Niederberger. Aktualisiert am 19.03.2009 6 Kommentare

Die amerikanische Notenbank, die Federal Reserve, pumpt weitere 1150 Milliarden Dollar in die krisengeschüttelte Wirtschaft, um noch im laufenden Jahr aus der Rezession zu kommen.

Die Federal Reserve beschloss heute, drei Instrumente zur Belebung der Wirtschaft schlagkräftiger zu machen. Als Erstes will sie in den kommenden sechs Monaten für 300 Milliarden Dollar Staatsanleihen zurückkaufen, um Raum für Anleihen von Industrieunternehmen zu schaffen. Weiter stockt sie ein Subventionsprogramm für Hypotheken um 750 auf 1250 Milliarden Dollar auf, womit die Zinsen für die Hauseigentümer nach unten gedrückt werden sollen. Und schliesslich verdoppelt die Notenbank noch den Rückkauf von Papieren der Regierungsagenturen wie Fannie Mae auf 200 Milliarden Dollar.

Begründet wird diese Beschleunigung der Notendruckmaschine mit dem Kampf gegen die schrumpfende amerikanische Wirtschaft. Da die Leitzinsen bereits bei null Prozent liegen, also nicht mehr gesenkt werden können, hofft die Notenbank nun, wenigstens mit diesem direkten Subventionsprogramm, die Folgen der Rezession dämpfen zu können.

Die Märkte reagierten auf die Ankündigung mit einem Kurssprung bei den Aktien, mit sinkenden Zinsen sowie einer kräftigen Gegenbewegung des Goldes. Gold verteuerte sich um mehr als zwei Prozent – ein Indiz dafür, dass die Ausweitung der Geldmenge zu einer höheren Inflation führen dürfte. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.03.2009, 07:17 Uhr

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6 Kommentare

Jürg Bühler

18.03.2009, 22:55 Uhr
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Nun nachdem das Gold erstmals 3 Prozent hochging fiel es dann um 6 Prozent.. nun also mehr als 3 Prozent tiefer als am Vortag... deutet das nun auf Deflation? Antworten


A Meyer

18.03.2009, 22:12 Uhr
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Aus die USA sind nicht vor dem Staatsbankrott gefeit. Sie bewegen sich schnell dorthin. Und führen gleichzeitig noch zwei Kriege. Antworten



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