Und was geschieht mit dem Euro?
Von Philipp Löpfe. Aktualisiert am 30.11.2009
Artikel zum Thema
- Dubai-Sorgen schwinden: China-Börsen schliessen im Plus
- Dubai-Börse stürzt nach Zahlungssorgen ab
- «Ein katastrophaler Fehler»
- Das Phänomen Dubai
Stichworte
Der schwache Dollar beschäftigt die Investoren seit Monaten. Aber was ist mit dem Euro? «Dubai könnte der Anfang eine Serie von Staatsschuldenkrisen sein», sagt Mohamed El-Erian in den «New York Times». El-Erian ist der Chef von Pimco, dem grössten Obligationenhändler der Welt. Er denkt dabei vor allem an Euroland.
Einzelne Mitglieder von Euroland sind nämlich finanziell stark angeschlagen. So liegt die jährliche Neuverschuldung von Griechenland bei 12,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP), die gesamte Schuldenlast gar über 110 Prozent des BIP. «Zudem fehlt es den griechischen Statistiken an Glaubwürdigkeit, weil die alte Regierung nur halb so viele Schulden ausgewiesen hat», bekennt sogar George Papaconstantinou, Finanzminister der neuen Regierung, heute im «Wall Street Journal».
Dramatische Situation in Griechenland
Die finanzielle Situation in Griechenland ist dramatisch. Die Regierung hat zwar versprochen, das Defizit nächstes Jahr um beinahe zehn Prozent zu verringern, doch sie hofft dabei vor allem auf mehr Steuereinnahmen. Nach Ansicht der Experten ist das keine realistische Hoffnung. Deshalb dürfte sich Euroland damit nicht zufrieden geben und von den Griechen ein neues Budget verlangen. Im schlimmsten Fall droht den Griechen gar eine Busse, weil sie die Kriterien für die jährliche Neuverschuldung weit überschritten haben. Griechenland braucht zudem neues Kapital, gemäss den Berechnungen der Deutschen Bank mehr als 50 Milliarden Franken. Wenn die EU nicht aushilft, müssen die Griechen beim Internationalen Währungsfond (IWF) um Hilfe betteln.
Der IWF hat aber bereits alle Hände damit zu tun, anderen europäischen Staaten zu Hilfe zu eilen. Dazu gehört die baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland, die alle Staatschulden von mehr als 100 Prozent des BIP aufweisen. Dringend Unterstützung brauchen auch Ungarn und Bulgarien. Das erhöht den Druck auf die EU. Sie müssen ihren schwächsten Mitgliedern unter die Arme greifen und dafür sorgen, dass sie ihre Schulden in den Griff bekommen.
Währungschaos droht
Von Asien her droht dem Euro eine andere Gefahr. China, die aufstrebende Supermacht, hat seine Währung, den Renminbi, an den Dollar gezurrt und hält daran fest, obwohl der Dollar an Wert verliert. Durch diese Politik stärkt China indirekt den Euro und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Deshalb hat der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet. Peking einmal mehr aufgefordert, seine Währung geordnet aufzuwerten.
Die Entwicklung der Realwirtschaft und die Entwicklung auf den Finanzmärkten passen derzeit nicht zusammen, ein Währungschaos droht. «Die Dubaikrise wird dazu führen, dass die Menschen sich wieder vermehrt um die Implikationen der Vorfälle des letzten Jahres kümmern», sagt El-Erian. «Es ist ein Warnruf für alle, die geglaubt haben, die Finanzkrise sei eine harmlose Fleischwunde.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.11.2009, 16:27 Uhr
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Meistgelesen in der Rubrik Wirtschaft
- 1So günstig zum Eigenheim wie nie
- 2Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 3Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 4Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 5UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
- 6Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen
3308 Stimmen













































































