Wirtschaft
Volkskrankheit Stress kostet Milliarden
Aktualisiert am 14.05.2009 6 Kommentare
Dauerbelastung: Stress betrifft nach Angaben der TK alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten.
Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der deutschen Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht. Jeder Dritte steht nach eigenen Angaben unter Dauerstrom - mit schlimmen Folgen: Bereits jeden Fünften holen die gesundheitlichen Folgen der Dauerbelastung ein. Vor allem lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind unter Gestressten weit verbreitet.
«Stress bestimmt den Alltag in Deutschland immer stärker. Kaum jemand kann noch richtig abschalten», sagte TK-Chef Norbert Klusen. Alarmierend sei die hohe Zahl von Burnout-Patienten. 2008 seien «ausgebrannte» Berufstätige fast zehn Millionen Tage krank geschrieben worden. Dies entspreche einer Zunahme von 17 Prozent verglichen mit 2003.
Stress betrifft nach Angaben der TK alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Stressbedingte Arbeitsausfälle kosten Unternehmen nach einer Schätzung der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz jährlich 20 Milliarden Euro.
Job ist Stressfaktor Nummer eins
Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Jeder Dritte arbeitet der Studie zufolge am Limit, getrieben von Hektik, Termindruck und einem zu hohen Arbeitspensum. Ein Drittel der Beschäftigten leidet unter dem Druck, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen und von Informationen überflutet zu werden. Berufstätige Eltern geraten der Studie zufolge besonders häufig an ihre Belastungsgrenze. Ihre grösste Sorge sei, dass die Familie zu kurz kommt.
Doch auch neun von zehn Schüler klagen über Stress. Jeder Dritte steht nach eigener Aussage permanent unter Leistungs- und Prüfungsdruck. Auch Zukunftsängste belasten junge Menschen: 37 Prozent der Befragten befürchten der Studie zufolge, keinen Ausbildungs-, Studien- oder Arbeitsplatz zu finden.
Der TK-Studie zufolge stehen nicht Topmanager am stärksten unter Stress, sondern Hausfrauen: 95 Prozent von ihnen klagen über Stress. Ihre Sorgen unterscheiden sich jedoch von Berufstätigen: Vor allem die eigene Altersvorsorge (52 Prozent) und das Gefühl, eigene Interessen häufig zurückzustellen (48 Prozent) führen zur Dauerbelastung.
Experten empfehlen regelmässige Hobbys
TK-Vorsitzender Klusen betonte zwar, dass Stress auch etwas Positives sein könne. Wohl dosiert steigere er die Motivation und ermögliche geistige und körperliche Höchstleistungen. Negativer Stress dagegen beeinträchtige kurzfristig das Wohlbefinden und langfristig die Gesundheit.
Damit aus vorübergehender Kraft- und Motivationslosigkeit kein Burn-out-Syndrom hervorgeht, empfehlen Experten einen bewussten Umgang mit Stress: Eigene Bedürfnisse sollten nicht immer hinten angestellt werden, oft helfe es bereits, ein altes Hobby wieder aufzunehmen und sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Auch autogenes Training und Yoga seien geeignet, um Stress abzubauen.
Für die Studie befragte die TK im Januar dieses Jahres 1014 Personen zwischen 14 und 65 Jahren zu ihrem persönlichen Stresspegel, ihrem Umgang mit Stress und gesundheitlichen Beeinträchtigungen. (mbr/ap)
Erstellt: 14.05.2009, 14:49 Uhr
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6 Kommentare
ja ja wer zwingt uns da so gierig & kopflos den stress auf? wenn man dann plötzlich nicht mehr funktionieren kann deswegen fliegt man hochkantig raus, selber erlebt & seit 5j immer noch ohne job. vielen Dank, wenn ich manager wäre könnte ich noch von der saftigen abfindung darben, dem ist leider nicht so, bravo schönes abzoker gool auf dem buckel der buezergilde Antworten
Den meissten Stress machen wir uns selber.Handys,Games,PC,Fernseher,etc.nach der Arbeit noch der Konsumationsstress.Ins Fitnessstudio zu fahren,am Abend nochmals Stress,Stress!!! Dabei würde 3 -4 mal in der Woche,30 min.schnell gehen,viel Stress abbauen.Nasa Aerzte propagieren diese Lösung.Astronauten sind viel grösserem Stress ausgesetzt,als wir Normalbürger.Was nichts kostet ist nichts wert?? Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



