Wirtschaft

Wackliger «Patient Weltwirtschaft»

Die CS stellt eine Prognose für die nahe Wirtschaftszukunft. Erfreulich ist dieser Ausblick nicht.

Herbstprognose erstellt: Credit Suisse (Mitte).

Herbstprognose erstellt: Credit Suisse (Mitte).
Bild: Keystone

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Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft wird sich gemäss der Credit Suisse (CS) im nächsten Jahr verlangsamen. Sie erwartet für 2011 weiterhin ein Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,2 Prozent.

Die CS-Ökonomen begründen ihre Herbstprognose damit, dass die Fiskalpakete 2011 weltweit auslaufen werden. Zudem stosse die Geldpolitik an ihre Grenzen. Der «Patient Weltwirtschaft» müsse im kommenden Jahr wieder lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, sagte Martin Neff, Leiter Economic Research der Credit Suisse.

Spätfolgen der Finanzkrise

Die private Nachfrage werde diese wegfallenden Impulse nicht kompensieren können, schreibt die Bank weiter. Zudem würden sich die Spätfolgen der Finanzkrise auch im kommenden Jahr negativ auf die Realwirtschaft auswirken.

Für das laufende Jahr geht die CS neu von einem Wachstum von 2,4 Prozent aus. Bisher rechnete die Bank für 2010 mit einem BIP-Wachstum von 1,8 Prozent. Die Erholung vom tiefen Fall des Vorjahres sei äusserst dynamisch verlaufen. Die Schweizer Wirtschaft habe den rezessionsbedingten Einbruch per Mitte Jahr wettgemacht. (sam/sda/)

Erstellt: 07.09.2010, 10:44 Uhr

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20 Kommentare

Lidija Jametti

08.09.2010, 08:54 Uhr
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Wenn die CS Naef schon keine bessere Ergebnisse für die Bank ansprechen kann, dann streut er Horrorszenarien - isz bei ihm ganz normal, damit man das Geld eher zu seiner Bank trägt anstatt in die Hypotheke investiert. Die Eigenkapitalquote der CS ist so dünn, dass man davon ausgehen kann, dass beim nächsten Finanzcrasch wird das Volk schon wieder angepumpt - so verstehe ich seine Meldung. Antworten


Nadine Binsberger

07.09.2010, 16:35 Uhr
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@Westpol 14:08: ein bisschen mehr Selbstvertrauen, bitte. An die Stelle der Fragezeichen hätten Sie ruhig Ausrufezeichen setzen können. Sie haben nämlich 100% Recht mit Ihrer Aussage. Antworten


robert mueller

07.09.2010, 16:04 Uhr
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Man hörte doch entlich mit demewigen Wachstumsgeschrei auf. der gewöhnliche Bürger hat davon so oder so nichts. Konsolidieren und Qualität schaffen - das ist das was uns weiterbringt. Alles Andere ist für die Börse das bedeutet- für jene, welche sehr viel Geld verdienen wollen ohne dafür zu Arbeiten. Wollen wir das....? Antworten


Kurt Blaser

07.09.2010, 15:56 Uhr
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Ganz normaler Wirtschaftskreislauf, damit es einem gut geht, muss es hundert anderen schlecht gehen. Es wird ja nur umverteilt, "managen" heisst heute, die Einen wegrationalisieren und den Gewinn in dei eigene Tasche stecken, die Firma soll sehen wo sie bleibt. Wieviel der angeblichen "Wirtschaftskrise" ist inszeniert zum Geld verdienen?? Gewinn privatisieren - Verlust globalisieren, danke UBS Antworten


Gianin May

07.09.2010, 15:15 Uhr
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Und ein Blick auf die Okonomen der Gegenwart offenbahrt, dass es zu 99% eh anders kommen wird, aber Hauptsache man hat frühzeitig einen Grund für spätere Gebührenerhöhungen/erhebungen kommuniziert. Antworten


Fabian Geizmagen

07.09.2010, 14:17 Uhr
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@ Peter Weber Endlich mal einer, der die Weltwirtschaft versteht und nicht um den Brei herum redet ! Der Wachstum findet nur bei den Banken statt, denn nur diese können für allmählich Null Zins Geld aufnehmen und uns dummen Konsumenten für ein Vielfaches weitergeben. Der Patient UBS verdient übers Steuergeld enorm viel Geld und keiner macht was dagegen. Geld spielt ja keine Rolle beim Volk !!! Antworten


Fred Büchi

07.09.2010, 14:13 Uhr
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Die Schweiz weiss auch das besser: Sie wählt bürgerlich und vernichtet damit sich selbst. Bravo. Antworten


Sebastian Westpol

07.09.2010, 14:08 Uhr
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Dachte, dass die CS letzte Woche ein neues Kursziel im SMI (Swiss Market Index) herausgegeben hat; welcher eine Notierung um 7450 Punkte aufweist ?!? Wie schon gesagt, Analysten leben nur durch ihr Insiderwissen ansonsten wären sie arbeitslos. Vielleicht ist ja das CFA eine sogenannte Kristalkugel ??? Hellsehen auf höchstem Niveau ??? Antworten


Janine Hofmann

07.09.2010, 13:25 Uhr
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Warum soll es uns eigentlich beunruhigen, wenn die Wirtschaft nicht (stark genug) wächst. Die grosse Mehrheit hat vom Wachstum sowieso wenig bis nichts davon. Und es ist sogar so, dass es in der Regel schwieriger wird, eine bezahlbare Wohnung zu finden, wenn die Wirtschaft wächst. Antworten


Walter Kaikoura

07.09.2010, 13:14 Uhr
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Man kann nur hoffen, dass sich die Weltwirschaft nicht zu schnell erholt. Laender wie China und Indien explodieren, (ver)brauchen enorme Resourcen. Zudem ist die Tendenz vorhanden, dass die meisten Nationen eher einen "Uneconomic Growth" produzieren, was nicht nur der Umwelt schadet, aber der naechsten Generation teuer zu stehen kommt. Antworten


Klaus Werner wegmüller

07.09.2010, 13:04 Uhr
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Kann uns alles nichts anhaben, wenn wir bescheidener werden unsere Ansprücher herunterschrauben, und Sparen. Wenn jeder Schweizer 50`000 - 100`00.- auf der hohen Kante hat, geht es uns allen besser. Antworten


Peter Weber

07.09.2010, 12:42 Uhr
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War da ein Aufschwung? Ach ja, die Bonis fliessen ungehindert weiter, einige eh schon Reiche steigerten den Gewinn weiter für sich, haben kräftig rationalisiert, Personal abgebaut, Löhne anderer beschränkt und lachen sich ins Fäustchen, während mindestens 70% des Volkes nichts vom Aufschwung spürten. Und nun solls weiter abwärts gehen? Na dann Prost! Auf die Barrikaden, Leute, jetzt reichts! Antworten


Hans P. Grimm

07.09.2010, 12:35 Uhr
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Die Banken haben nichts gelernt, sie sind die globalen Wertevernichter. Ausser alten Omas ihr Erpartes gewissenlos Abzuzocken und die Welt in eine Wirtschaftkriese zu stürzen und sich an der Not der Welt hemmungslos zu bereichern sehe ich keinen Nutzen. Der Werkplatz, die Werktätigen erschaffen Werte, die Banken haben das noch nicht begriffen, sie sehen sich als das Mass aller Dinge! Falsch!!!!!!! Antworten


Lidija Jametti

07.09.2010, 12:05 Uhr
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Die Wirtschaft in der CH wird wachsen und dies bis zu 3.5% und höher. EZB Entscheid die Leitzinsen niedrig zu halten um die Wirtschaft in der EU anzukurbeln und die Liquidität zu steigern, die Obama Entscheidung in die Wirtschaft nochmals 50 Mlrd. zu investieren geben zu verstehen, dass man gewillt ist der Wirtschaft die Liquidität zu zuführen um das Wachstum nicht zu gefährden. Antworten


Nadine Binsberger

07.09.2010, 12:03 Uhr
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"Der Patient muss lernen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen"? Zuerst müsste er aus dem Koma erwachen. Aber auch das wird er nicht tun, solange wir Konkurrenz-, Profit- und Wachstumsorientierung als derart existentiell einstufen. Was wir brauchen, ist ein sinnvoller Umgang mit Wohlstand ohne Arbeit und mit viel Freizeit für alle. Das Grundeinkommen weist den zukunftsträchtigen Weg. Antworten


Dieter Wundrak-Gunst

07.09.2010, 11:45 Uhr
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Nicht erfreulich betr. Weltwirtschaft. So ist es ja auch im Leben. Ist man gesund, so kann man nicht glauben, dass man auch krank werden kann. Nur ist man dann krank, dann weiss man, dass man wieder gesund werden möchte. Also was sagt der Arzt/In in einem Krankheitsfall. Er gibt einem gewisse Regeln im Leben mit nach Hause. Auch Pillen hie und da. Und in der Wirtschaft sage ich nur "fair" sein. Antworten


Kurt Aegeri

07.09.2010, 11:45 Uhr
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Wenn es um Wachstumsprognosen geht, halte ich mich lieber an die KOF ETH Zürich. Banken sind ja wohl das Unglaubwürdigste überhaupt. Wenn ich da z.B. gerade so an die angeblich so seriös gehandhabte Hypothekenvergabe und demgegenüber dann die Warnung einer NB denke... Antworten


Reto von Allmen

07.09.2010, 11:39 Uhr
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Martin Neff, ist das nicht der feine Oekonom, der im 2008 in einem Interview mit dem Tages Anzeiger gemeint hat, man sei "meilenweit von einer Weltwirtschaftskrise" entfernt...? (siehe http://www.tagesanzeiger.ch/service/suche/suche.html?order=relevanz&q=Martin+Neff&submitSearch=Suchen&date=alle) Antworten


Werner Brügger

07.09.2010, 11:39 Uhr
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Es ist an der Zeit, beim SECO sofort zu handeln und nicht nur grosszügig zu Unternehmen in Bezug auf Kurzarbeit zu sein, sondern auch zu den Arbeitslosen. Die Bezugsdauer sollte per sofort von 400 auf die maximalen 500 Bezugstage ausgedehnt werden. Die Anzahl der Ausgesteuerten nimmt massiv zu, damit die Fürsorgelast der Gemeinden, die Ausgrenzung und die sinkenden Chancen im Arbeitsmarkt. Antworten


joachim bötticher

07.09.2010, 11:22 Uhr
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Für die Elite ist die Krise längst vorbei, resp. war nie da. Der Rest wird immer mehr und mehr die Krise spüren... Danke Antworten



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