Wirtschaft
Was mit dem Eigenmietwert verschwindet
Von Rita Flubacher. Aktualisiert am 05.11.2009 66 Kommentare
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Die Besteuerung des Eigenmietwertes ist seit je umstritten. Hauseigentümer stossen sich am «fiktiven» Einkommen, das ihnen der Fiskus in Rechnung stellt. Die Mieterverbände klagen, dass die Eigentümer mit dem Abzug von Unterhaltskosten und Hypothekarzinsen steuerlich privilegiert seien, während Mieter ihren Mietzins nicht abziehen könnten. Steuerexperten monieren, dass von diesem System vor allem die hohen Einkommen profitieren.
Nun will der Bundesrat diese Besteuerung für alle Eigentümer abschaffen - und damit auch die bisherigen Abzugsmöglichkeiten. Zugelassen wären nur noch zwei Abzüge: Wer zum ersten Mal selbstbewohntes Wohneigentum erwirbt, kann während zehn Jahren einen Teil der Hypothekarzinsen verrechnen. Zweitens dürfen Kosten für «qualitativ hochwertige Energiespar- und Umweltschutzmassnahmen» in Abzug gebracht werden. Bern hat die Neuerung gestern in die Vernehmlassung geschickt.
Bund kann sich schadlos halten
Und wer profitiert davon? Laut Eidgenössischer Steuerverwaltung würden Hauseigentümer mit einem steuerbaren Einkommen von 80'000 bis 90'000 Franken steuerlich entlastet. Keine Sorgen muss sich auch die Bundeskasse machen: Es käme gar zu Mehreinnahmen von 85 Millionen Franken.
Zu einer Mehrbelastung käme es umgekehrt bei Wohneigentümern mit mehr als 200'000 Franken Einkommen. Gar keine Begeisterung dürfte der bundesrätliche Vorschlag schliesslich bei Kantonen mit hohem Zweitwohnungsbestand auslösen. Laut Vernehmlassung drohen ihnen «beträchtliche Mindereinnahmen». Deshalb will der Bundesrat eine kantonale Sondersteuer auf selbstgenutzten Zweitliegenschaften zulassen. Ob diese Sondersteuer überhaupt verfassungsmässig ist, muss indessen erst noch geklärt werden.
Schulden werden abgebaut
Weitreichender sind die Folgen eines Systemwechsels für die Finanzbranche. Wenn die Hypozinsen nicht mehr zur Steuerminimierung herangezogen werden können, werden die Haushalte ihre Hypothekarschulden reduzieren. «Bei der zweiten und der dritten Säule werden beispielsweise die Möglichkeiten eines Vorbezugs intensiver nachgefragt werden, wenn es vorteilhafter wird, ein schuldenfreies Eigenheim zu besitzen», hält der Bundesratsbericht fest. Laut Schätzungen machen die offenen Hypotheken in der Schweiz derzeit 740 Milliarden Franken aus.
Mit den Folgen eines Wegfalls des Eigenmietwertes hat sich auch das Immobilienberatungsunternehmen Wüst & Partner beschäftigt. In ihrem jüngsten «Immo-Monitoring» rechnen die Experten mit einem beschleunigten Strukturwandel in der helvetischen Bankenlandschaft: Der Konkurrenzkampf unter den Hypothekarbanken wird sich verschärfen. Unter kleineren, aufs Hypothekargeschäft konzentrierten Banken dürfte es zu Fusionen kommen. 2008 machten die ausstehenden Hypothekarforderungen bei 45 Banken oder Bankengruppen mindestens 75 Prozent der Bilanzsumme aus, bei weiteren 16 sind es gar 80 Prozent.
Weniger Banken
Der Konzentrationsprozess dürfte zu einer Ausdünnung der Bankendichte vor allem in ländlichen und peripheren Gebieten führen. Dazu gehören beispielsweise die Kantone Jura, Uri und Graubünden. «Damit einher ginge auch ein Abbau von Arbeitsplätzen», schreibt Wüst & Partner. Ende 2008 waren gut 20 Prozent der in der Schweiz im Bankensektor Tätigen bei Kantonal-, Regional- und Raiffeisenbanken beschäftigt. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 05.11.2009, 12:47 Uhr
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66 Kommentare
Unglaublich wieviele Leute noch glauben, dass der Abzug der Hypozinsen bei den Steuern einen finanziellen Vorteil bringe. Eine Steuereinsparung ist zwar gewiss, hingegen ist das Geld trotzdem weg - nur landet es bei der Bank als Zinszahlung und nicht beim Staat. Fürs Portemonnaie ist es stets besser keine Schulden und keine Hypothekarzinsen zahlen zu müssen .... Antworten
Dass die Abschaffung des Eigenmietwerts mit einer Abschaffung des Hypothekenkostenabzugs einhergeht, ist logisch, alles andere würde zu riesigen Verwerfungen führen. Ob nicht aber Leute mit heute noch grossen, bisher erträglichen Hypothekarschulden Probleme bekommen, wenn sie die Zinsen plötzlich nicht mehr abziehen können, keine Ahnung, ich befürchte es. Antworten
Ich gehe mit Hans Burri einig. Ich habe nach der Scheidung das Geld meiner kapitalisierten ZGB Rente in eine Eigentumswohnung gesteckt. Damals war es mir wichtig, zu wissen, dass meine Wohnung mir gehört und nicht der Bank. Jetzt im AHV-Alter werde ich mit einem hohen Eigenmietwert für eine kleine Wohnung bestraft und zahle Steuern für ein Einkommen,das ich gar nicht erziele. Also weg mit dem EMW. Antworten
Ich gehe mit Hans Burri einig. Ich habe nach der Scheidung das Geld meiner kapitalisierten ZGB Rente in eine Eigentumswohnung gesteckt. Damals war es mir wichtig, zu wissen, dass meine Wohnung mir gehört und nicht der Bank. Jetzt im AHV-Alter werde ich mit einem hohen Eigenmietwert für eine kleine Wohnung bestraft und zahle Steuern für ein Einkommen,das ich gar nicht erziele. Also weg mit dem EMW. Antworten
Es wird immer wieder behauptet, dass der Eigenmietwert ein weltweites Unikat sei. Das stimmt nicht. Ähnliche Bestimmungen gibt es auch in Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, Niederlanden, Norwegen und Spanien. Auch Frankreich kannte bis 1965 einen Eigenmietwert. In den meisten Ländern, die keinen Eigenmietwert kennen dürfen die Hypothekarzinsen auch nicht von den Steuern abgezogen werden. Antworten
@ Heinz Gfeller: "Antwort: sobald die Wohnungsmiete mehrwertsteuerpflichtig wird :-). " Die Miete ist nicht von der MWST befreit, sondern von der Steuer ausgenommen, d.h. man kann sie für die Steuer optieren (bei MWST-pflichtigen Personen natürlich wie juristisch geschieht). Trotzdem versteht niemand ausser Sie, was sie damit meinen! Ich kann ja auch nicht mein MWST pflichtiges Auto abziehen???? Antworten
Endlich, endlich - doch glauben kann ich es erst wenn die Aenderung wirklich in Kraft tritt. Ich moechte an dieser Stelle nur erwaehnen, dass der mir berechnete Eigenmietwert bisher stets die abzugsfaehigen Kosten und Hypothekarzinsen ueberstieg von wegen Vorteil. Eine ungerechte Steuer, welche wohl weltweit einmalig ist. Antworten
Der Mieter, der seinen Mietzins nicht zahlen will, soll sich doch ein Haus oder eine Wohnung kaufen, oder eine günstigere Mietwohnung suchen. Ich begrüsse die Abschaffung des Eigenmietwertes 100%ig. Die meisten wohnen so teuer, wie sie es sich selbst ausgesucht haben. In der Stadt könnte man auch die Subventionen von 1100 auf 400 Fr./Monat senken. Dann kämen die Preise auch nochmal runter. Antworten
Die neue Regelung erlaubt den Abzug von Energiesparmassnahmen vom steuerbaren Einkommen. Das ist ein Fehlkonstrukt. So erreicht der Staat nicht gute Luft für alle, zum minimalen Preis. Vielmehr wird so eine Hausisolation einem Herrn Rich vom Steuerzahler bezahlt. Herr Poor versteuert nichts und kann nichts abziehen für seine Hausisolation. Sachgerechter, zielführend wären höhere Steuern auf Erdöl. Antworten
Eigenmietwert = Strafsteuer. Normalerweise muss ein Hausbesitzer bei den heutigen Hypozinsen eine viel höhere Hypothek aufnehmen als er je für das Haus bezahlt hat um ( inkl. der pauschalen Abzüge für Unterhalt) um eine Chance zu haben dass Abzüge = Zusatzeinkommen entsprechen. Es sei denn man rennoviert jedes Jahr die Küche. Antworten
Ich habe ein Haus und bin selbst dann für die Abschaffung des Eigenmietwertes wenn mich die neue Lösung per Saldo deutlich mehr kostet. Es ist heute einfach ein widerlicher Deal: Ich profitiere ein wenig, die Bank profitiert viel und der Staat erhält weniger Steuern. Dieses Mal müssen wir es unbedingt schaffen. Wird aber schwierig sein gegen die Mehrheit der Nichtbesitzer und gegen die Banken. Antworten
Das Vorgehen des Bundesrates nimmt immer skrupellosere Züge an ! Wenn die Hypozinsen steuerlich nicht mehr in Abzug gebracht werden können, dann müssen Vermieter eine Brutto-Rendite von gegen 10% erzielen. Was selbstredend auf die Mieter überwälzt werden müsste. Die werden sich überschlagen vor Freude und die Mieterverbände werden wie üblich schweigen. Antworten
@Kurt Steiner: Ihre Argumentation zielt in's Leere! Wenn Ihr Argument gültig wäre, dann frage ich Sie, weshalb dann beispielsweise ein Boot, ein Auto usw. nicht auch einen fiktiven, steuerbaren "Ertrag" abliefern? Zudem vergessen Sie, dass Ihre Eigentumswohnung einen Vermögenswert darstellt, der nebst dem fiktiven Einkommen (eben dem Eigenmietwert) auch noch der Vermögenssteuer unterliegt . . . Antworten
Die einzige Möglichkeit den Anlagenotstand der Pensionskassen etwas zu lindern. Diese investieren in undurchsichtige Finanzprodukte die eines Tages wertlos oder in Boni aufgelöst sind. Bauen wir Schulden ab nach dem Motto: Besser ein schuldfreies Eigenheim als von uns bezahlte Ramschhypotheken bei der Nationalbank. Es wurde auch Zeit lieber Bundesrat. Antworten
Dass man Steuern sparen könne, wenn man das Geld auf das Sparkonto lege anstatt die Hypothekarschulden abzuzahlen ist ein beliebtes Bankermärchen. Dieses Vorgehen führt beim Steuerzahler zu einer Steuerersparnis und beim Bankster zu höheren Boni. Die Steuerersparnis ist jedoch bedeutend geringer als das Geschenk an die Bank. Antworten
Man wird dazu angestifftet, die Vorsorgegelder (Säule 3 / Pensionkasse) für die Amo der Schuld zu beziehen. Gemäss Jeannette Züger sollte die AHV für dann auch für den Lebensabend reichen. Hmmm genau!mtl. max. plafonierte Rente CHF 3420.-. Und ob diese Rente für die Jungen von Heute noch gewährleistet ist?! Da nur der Bund profitiert, fällt es dem Brüger wider sehr schwer, eine Meinung zu bilden. Antworten
Ungerecht wäre jedoch, wenn man jahrzehntelang Eigenmietwert bezahlt und dann auf einmal den Unterhalt/Renovationen nicht mehr abziehen kann. Sonst setzt sicher ein Trend ein, Hypotheken abzezahlen. Die künstliche Verschuldung der Bürger sinkt. Keine schlechte Sache. Das Gejammer um Arbeitsplätzhe sollte man nicht zu ernst nehmen. Dasist ein Standardargument. Antworten
Es handelt sich wieder einmal um Sachverhalte die nicht so einfach sind wie diese vielleicht scheinen. Das hindert viele Kommentatoren nicht daran, auch ohne Ahnung eine deutliche Meinung zu vertreten. Das System ist zwar unüblich aber bei weitem nicht so ungerecht wie viele meinen. Sicher ist, je nach Standpunkt Bank oder HEV wird nur das erwähnt wie es ihnen nützt.... Antworten
@Ulrich Forster: Erst- bzw. Neubesitzer von Wohneigentum können die Schuldzinsen während den ersten 10 Jahren nach Erwerb im ersten Jahr zu 100%, ich folgenden Jahr zu 90% usw. vom Einkommen in Abzug bringen. Was gegenüber der heutigen Regelung wegfällt ist der Abzug der Unterhaltskosten soweit sie nicht "Energiespareffekte" haben. Auswirkungen wird es im Hypothekargeschäft der Banken haben. Antworten
Wo liegt denn da der Unterschied -oder was ist mir lieber?? Entweder bezahle ich Steuern an unsere Gemeinwesen oder Hypothekenzinsen an private Banken. Ich für meinen Teil bezahle lieber Steuern - da haben wir wenigstens alle etwas davon, als dass ich mein sauer verdientes Geld an Banken zahle - um deren Boni-Töpfe zu füllen!! Antworten
Schon komisch, dass gewisse Leute meinen, wenn man den Unterhalt nicht mehr von der Steuer abziehen kann, dass dann die Liegenschaften verlottern. Was sind das für Menschen, die lieber Steuern sparen als ihr Haus zu renovieren. Schliesslich wohnt man in seinem eigenen Haus und das muss einem doch Wert sein, es gut gepflegt und unterhalten zu haben, ohne dass man das an den Steuern abziehen kann. Antworten
Es ist wirklich längst überfällig, dass in der Schweiz endlich selbstbewohntes Wohneigentum in geeigneter Weise gefördert/ermöglicht wird. Als lebenslänglicher Mietsklave ist man gerade im Alter den rein gewinnorientierten Launen der Besitzenden völlig ausgeliefert - wie gerade jüngste Beispiele in Zürich gezeigt haben. Wohnen ist Leben - es wäre wohltuend, wenn man selbst darüber bestimmen kann ! Antworten
Die Abschaffung des 'EMW' wäre längst überfällig und auch sinnvoll. Der Wunsch der Mieter ihre Mietkosten in Abzug bringen zu können ist doch völlig absurd. Ein solcher Abzug wäre dann allenfalls berechtigt, wenn diesen ebenfalls ein fiktiver 'EMW' auf die Steuerrechnung geknallt würde. Das administrativ aufwändige Nullsummenspiel lässt - so oder so - grüssen. Antworten
Grundsätzlich habe ich nichts gegen die Abschaffung, aber es ist eine klare Bevorzugung der Wohlhabenden. Hunderttausende mit kleineren Einkommen dürfen nicht einmal davon träumen, einmal Wohneigentum erwerben zu können und zahlen ein Leben lang überhohe Mietzinsen, ohne steuerlich nur einen Rappen profitieren zu können! Antworten
Das wurde aber auch Zeit! In keinem anderen Land sind hohe Hypotheken aus steuerlichen Gründen interessant - überall sonst gibt der Staat Anreize, dass die Hypotheken möglichst rasch auf Null reduziert werden, damit die Menschen im Alter möglichst schuldenfrei leben können. Es ist ja auch nicht nachvollziehbar, vom "eigenen" Haus zu reden bei einer Hypothek, die zu 80% fremdfinanziert ist. Antworten
Die Streichung der Abzugsmöglichkeit für Unterhaltskosten dürfte dazu führen, dass künftig der Unterhalt und die Erneuerung von Liegenschaften vernachlässigt werden und viele in diesem Bereich tätigen Unternehmen mit einem massiven Rückgang der Aufträge rechnen müssen. Der Eigenheimbesitzer hat unter dem Aspekt der Abzugsmöglichkeit Aufträge erteilt, die er künfig in Eigenregie ausführen wird. Antworten
Leiden wird zunächst das lokale Baugewerbe! Schon mit der neuen Flattax ist es nicht mehr interessant in seine Liegenschaft zu investieren. Früher galt: je mehr zur Instandhaltung investiert wurde, desto geringer war wegen der Progression die Steuerbelastung. Was ist daran gut, wenn Häuser/Wohnungen nicht mehr regelmässig den modernen Anforderugnen angepasst werden? Antworten
Als Besitzer einer Eigentumswohnung sehe ich ein, dass man auch als Sparer auf der einen Seite sein Vermögen, zudem den Ertrag (Zins) versteuern muss. Wieso soll dies beim Hausbesitz anders sein, wenn man für den Unterhalt entsprechende Abzüge machen kann? Wahrscheinlich bin wegen dieser Aussage ein Nestbeschmutzer. Antworten
Profitieren werden nur die Rentner, welche mit ihren Löhnen, die Zeit im Verhältnis zum Kaufpreis des Hauses massiv gestigen sind und deshalb ihr Haus abzahlen konnten. Familien im mittleren Alter könne sich mit dem neuen System kein Haus mehr kaufen, da der steuerliche Anreiz mit Schuldzinsenabzug über einen längeren Zeitraum abgeschafft wird. Also der Mittelstand wird wieder zur Kasse gebeten. Antworten
Profitieren werden nur die Rentner, welche mit ihren über die Zeit im Verhältnis zum Kaufpreis des Hauses massiv gestigen sind und deshlab ihr Haus abzahlen konnten. Familien im mittleren Alter könne sich mit dem neuen System kein Haus mehr kaufen, da der steuerliche Anreiz mit Schuldzinsenabzug über einen längeren Zeitraum abgeschafft wird. Also der Mittelstand wird wieder zur Kasse gebeten. Antworten
Es besteht die Gefahr, dass dieser vernünftige Vorschlag scheitert, weil man die Banken schonen will. Die Befürchtung, dass es in ländlichen Gebieten weniger Banken gibt, ist wohl gross. Dabei ist es doch ein völliger Unsinn, wenn solche Banken nur deshalb existieren, weil es unsinnige gesetzliche Bestimmungen gibt und es keinen volkswirtschaftlichen Gesamnutzen gibt. Antworten
Endlich werden die wirtschaftlichen ungereimheiten angegangen. Da es im speziellen auch immer Hausbesitzer gibt die aus Profitgier Häuser schlecht unterhalten haben, könnte dies eben auch in der Qualität von Häusern ein positiven Einfluss einfliessen. Auch bei den Banken sind noch immer sehr grosse Unterschiede zu verzeichnen, was sehr gut für den Markt sprechen würde. Antworten
Endlich wird der Förderung der Schuldenwirtschaft einen Riegel geschoben. Es ist nicht einzusehen, warum vor allem Rentnern, die ihr Eigenheim abbezahlt haben, ein Eigenmietwert als Einkommen die Steuerbelastung massiv erhöhen.Empfunden wurde diese Regelung als Strafe für verantwortungsvolles,sparsames Leben. Antworten
Der Eigenmietwert für Leute, welche ihre Liegenschaft selber bewohnen muss unbedingt abgeschafft werden, dass dann die Schuldzinsen und die Unterhaltskosten nicht mehr abgezogen werden können, ist absolut in Ordnung. Diese Lösung ist schon lange überfällig. Es ist haltlos, wenn sich nun die Banken auch noch dagegen wehren. Antworten
Zum Glück muss man sich ja keine Sorgen, wegen "qualitativen und umweltfreundlichen " Abzügen mehr machen, da man sowieso nur noch mit dem abbezahlen der Hypotheken beschäftigt sein wird ! Eine neue Küche, neue Bodenbeläge oder gar neue Möbel wird dann für Jahrzehnte nicht mehr drinliegen. Herzlichen Dank an unsere Supermänner (frauen) aus dem Bundeshaus ! Antworten
Das soll heissen, Eigenheimbesitzer sollten dafür bezahlen, dass Regionalbanken am Leben erhalten werden. Die armen Banken! Man sollte jetzt sofort Sammelaktionen für verarmte Banker starten. Besonders für jene die für ihre harte Arbeit weniger als 12000.- Fr. Monatslohn erhalten. Antworten
Die aktuelle Kriese hat uns eines gelernt: Bauen auf Pump ist schädlich für die Wirtschaft. Unser System mit Eigenmietwert und Hypozinsabzug fördert aber gerade das Schuldenmachen. Wer - wie ich - so blöde ist, möglichst keine Hypothek auf seinem Haus zu haben, wirt dafür mit exorbitant höheren Steuern bestraft: fiktives Mehreinkommen und keine Abzugsmöglichkeiten, da keine Hypozinsen anfallen. Antworten
Liest man den Artikel, möchte man meine, dass die Vielzahl kleinerer Banken auf die heutige Steuerpraxis der Eigenmietbesteuerung zurückzufuführen ist. So einseitig dürfte die Wahrheit wohl nicht sein. Allerdings wäre ein Systemwechsel auf Dauer vorteilhafter, da tendenziell niedrigere Hypothekenbestände auch weniger 3. Säule Gelder (für indirekte Amortisation) binden würden. Mal sehen. Antworten
Wer den Eigenmietwert nicht fiktiv findet, der soll mal nach seinem Auto den Eigenleasingwert versteuern. Oder gar den Eigentaxiwert. Und beim Lebensmittel den Eigenrestaurantwert. Und beim Schraubenzieher den Eigenhandwerkerwert. Und beim Staubsauger den Eigenputzfrauwert. Ausserdem sollte der Titel heissen: "Was mit dem Eigenmietwert vielleicht irgendwann mal verschwinden wird". Antworten
Wetten, dass das Lobbying der Banken die Vorlage so weiter verwässern lässt, bis der Mieterverband dagegen ist und dann wieder gar nichts geschieht. Immerhin werden den Banken Milliarden an Krediten verlustig gehen, eine gehörige Einnahmequelle. Als nächstes muss auch die Säule 3A renoviert werden, auch da kassieren die Banken fleissig ab. Die Branche braucht keine versteckten Subventionen. Antworten
Wieder eine unüberlegte Idee unseres Bundesrates. Also, wenn der Eigenmietwert abgeschafft werden sollte, dann muss auch der Mieter seine Miete von der Steuer absetzen können. Unser Bundesrat versucht nun scheinbar die Milliarden die er den Banken nachgeschossen hat mit neuen Steuern und Gebühren herein zu holen. Mobilitätssteuer lässt ebenfalls grüssen. Antworten
Eine Abschaffung des Eigenmietwertes würde eine Befreiung der Wohneigentümer aus der Schuldsklaverei der Banken bedeuten. Seine Ersparnisse in eine eigene Unterkunft zu investieren dürfte wohl die sinnvollste Investition für die Absicherung der eigenen Zukunft bedeuten. Schulden zu machen nur Steuern zu sparen war schon immer ein grober Unfug. Antworten
Wenn das so wäre, dann lohnt es sich auch wieder, das selbstbewohnte Eigenheim abzubezahlen. Wieviel haben lieber Schulden bei der Bank, die davon profitiert und der Schuldner damit auch noch die Boni finanziert. Es wäre doch super, wenn man das Eigentum für das Alter z.B. mit der 3. Säule abbezahlen kann und dann ein sorgloseres Alter hat. Das sollte nur für das selbstbewohnte Eigenheim gelten. Antworten
Man sollte endlich den Mietern die gleichen steuerlichen Rechte wie Wohneigentümern zugestehen. Die Versteuerung der Miete und Nebenkosten sollten Mieter mal effektiv und kostenwahr nachrechnen, was dann die wirklichen Mietkosten ergibt. Könnten Mieter wenigsten etwas steuerlich an Miete abziehen so würden tausende Mieter auch in eine tiefere Steuerprogression fallen - was Konsum+Arbeit fördert. Antworten
Bravo! Die Lösung ist gut. Dieser Anreiz zur Verschuldung der Gesellschaft muss eliminiert werden! Bisher haben sehr viele Hausbesitzer um ein paar hundert Franken zu sparen, lieber tausende von Franken in Form von Zins den Banken bezahlt anstatt dem Staat als Steuern. Das ganze bestehende Konstrukt dient ausschliesslich dem Profit der Banken. Antworten
Wer rechnen kann hat schon längst gemerkt, dass es per Saldo eine Einsparung ist, mit einem schlecht verzinsten Sparguthaben die höher verzinsliche Hypothek abzuzahlen. Die "Steuerersparnis" ergibt sich ja gerade deshalb, weil die Zinsdifferenz (Sparzins minus Schuldzins ) negativ ist. Antworten
Wäre an der Zeit, diese künstliche Arbeitsbeschaffungsmassnahme (Steuerämter, Versicherungen, Banken, Gerichte etc.) abzuschaffen. Gespartes Geld fliesst in die Wirtschaft, schafft neue Arbeitsplätze. Häuser können schuldenfrei weitervererbt werden und entlastet finanziell junge Familien. Antworten
Die Abschaffung des Eigenmietwertes ist längst überfällig und war bisher mit ein Grund, weshalb ganz Reiche auf 0 Einkommen kommen. Die Vorschläge für die noch möglichen Abzüge sind genau richtig - Unterstützung der Neuerwerber und Förderung von Energiemassnahmen. Es kann ja nicht sein, dass der Staat nur wegen der Banken ein Interesse an der höchsten Hypothekarverschuldung der Welt hat! Antworten
Ich würde es begrüssen, wenn der Eigenmietwert verschwinden würde, auch wenn es dabei zu einem beschleunigten Strukturwandel in der helvetischen Bankenlandschaft kommen würde und der Konkurrenzkampf unter den Banken härter würde. Die Steuerbehörden haben mit der Verrechnung des Eigenmietwertes als Einkommen die Wohneigentümer nämlich lange genug gemolken. Antworten
Es ist ein (Banken-)Märchen, dass mit Hypothekarschulden Steuern gespart werden können. Die Höhe der Schuldzinsen übersteigt in der Regel die geschuldeten Steuern um das doppelte bis dreifache. Zudem werden energetische Sanierungen nicht mehr mit höheren Steuern bestraft (gilt als Wertsteigerung). Antworten
Diese Vorlage benachteiligt Neuerwerber (junge Generation), wird sich negativ auf kleinere Bauunternehmen auswirken, die im Liegenschafts-Unterhaltssektor tätig sind und wird schwarz ausgeführte Arbeiten massiv begünstigen. Heute werden Belege im Hinblick auf den Unterhaltskostenabzug verlangt, zukünftig würden wohl öfters zwei Preis, mit und ohne, angeboten. Ausfälle Gewinnsteuer, MWST, AHV/ALV? Antworten
Und doch finde ich die idee sehr gut, weil sie logisch und nachvollziehbar ist und das system vereinfacht. Auch wenn es mir persönlich geld kostet, bin ich für streichung der abzüge und eigenmietwert. Ein system dass fördert das leute schulden (ob hypo oder andere) machen und halten ist pervers. Das argument für die banken ist unsinnig. Antworten
Schön wenn endlich einmal mit dem weltweit einmaligen Humbug des Eigenmietwertes in der Schweiz aufgehört wird. Eine steuerlich begünstigte Schuldenwirtschaft kann nicht im Interesse des Staates sein. Profiteure sind und waren nur die Banken bzw. Versicherungen. Hoffentlich bringt der Systemwechsel auch Steuergerechtigkeit im Hinblick auf die vielen Mieter in der Schweiz. Antworten
Zu glauben, die Leute haben nur eine Hypothek wegen den Steuern, ist absolut fern der Realität! Fakt ist, dass viele Leute die Hypotheken gar nicht zurückzahlen können, so rasch. Und falls dann viele auf die Idee kommen, sich den Vorsorgekapitalien in der Pensionskasse zu bedienen, dann fragt sich, von was die Leute dann ab Pensionierung leben? Das ganze Geld 'steckt' ja dann in der Liegenschaft.. Antworten
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Aus meiner Sicht könnte man durchaus 2-Gleisig fahren. Das heisst der Steuerpflichtige müsste sich für eines ihm passenden System entscheiden, und könnte frühestens alle 10 Jahre aufs andere System wechseln. Sonst droht die Gefahr, dass gerade jüngere Leute keine andere Chnace haben, als als Mieter zu wohnen, und nie zu Eigentum gelangen, es sei denn sie fordern einen Erbvorbezug. Antworten