Wirtschaft

Welche Krise?

Aktualisiert am 14.12.2009

Die Mehrheit der Schweizer Konsumenten fühlt sich von der Wirtschaftskrise nicht oder kaum betroffen. Dies ergab eine Umfrage von Ernst & Young.

Die Krise hat bei der Hälfte der Konsumenten für eine Veränderung beim Einkaufsverhalten gesorgt.

Die Krise hat bei der Hälfte der Konsumenten für eine Veränderung beim Einkaufsverhalten gesorgt. (Bild: Keystone)

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Auf die Frage «Fühlen Sie sich von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen?» haben 41 Prozent der Befragten mit «Nein», 17 Prozent mit «kaum», 36 Prozent mit «ja, leicht» und 6 Prozent mit «ja, sehr» geantwortet. Dabei würden Familien mit Kindern am stärksten unter der Krise leiden, wie aus einer am Montag präsentierten Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young hervorgeht.

Die finanzielle Lage wurde von 42 Prozent der 500 Befragten als «gut» und von 9 Prozent als «negativ» bezeichnet. Dabei gehen 33 Prozent davon aus, dass sich die finanzielle Situation verbessern wird, nur 7 Prozent erwarten einen Verschlechterung.

Stärker auf Sonderangebote achten

Mit Blick auf die Wirtschaftslage in der Schweiz erwartet mit 44 Prozent ein Grossteil der Befragten eine Verbesserung. Mit einer Verschlechterung rechnen 16 Prozent. Derweil hält die grosse Mehrheit (84 Prozent) den eigenen Arbeitsplatz für sicher; jeder Sechste (16 Prozent) ist der Meinung, dass der eigene Job gefährdet ist.

Bei jedem Sechsten macht sich die Wirtschaftskrise auch im Portemonnaie bemerkbar: 16 Prozent klagen über Einkommensrückgänge, beispielsweise wegen Kurzarbeit oder der Kürzung bei flexiblen Gehaltsteilen. 12 Prozent mussten einen Vermögensrückgang hinnehmen, etwa weil Fonds oder Aktien im Wert gesunken sind.

Im Einkaufsverhalten hat die Krise bei der Hälfte der Konsumenten zu einer Veränderung gesorgt. Meistens werde noch stärker auf Sonderangebote geachtet und Preise verglichen. Ausserdem hat jeder Fünfte (19 Prozent) grössere Anschaffungen, wie etwa ein Autokauf, vertagt. Viele verzichten auf Ferien (15 Prozent), auf Kleidung (15 Prozent) oder auf den Restaurantbesuch (14 Prozent). (sam/sda)

Erstellt: 14.12.2009, 12:11 Uhr

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