Weltwirtschaft wächst 2010 um 3,4 Prozent

Die OECD ist für die Weltkonjunktur wieder ein Stück optimistischer: Sie hat ihre Prognose für das globale Wachstum im kommenden Jahr am Donnerstag auf 3,4 Prozent angehoben.

Die USA werden wirtschaftlich stärker wachsen als die Euro-Zone: Einkauf in Beverly Hills.

Die USA werden wirtschaftlich stärker wachsen als die Euro-Zone: Einkauf in Beverly Hills.
Bild: Keystone

Im Juni war die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) noch von einem Plus von 2,3 Prozent ausgegangen. Auch im laufenden Jahr 2009 fällt der Rückgang der Weltwirtschaft mit 1,7 Prozent nicht ganz so stark aus wie zuvor angenommen (-2,2 Prozent).

«Mit bisher beispiellosen wirtschaftspolitischen Anstrengungen scheint es gelungen zu sein, die Rezession zu mildern und den Aufschwung in einer Weise zu fördern, wie es noch vor sechs Monaten kaum zu erwarten war», erklärte OECD-Chefökonom Jorgen Elmeskov.

Von China angetrieben

Für 2011 sagt die OECD der globalen Wirtschaft einen Zuwachs von 2,8 Prozent voraus, was aber immer noch unter dem Durchschnitt der Jahre 1997-2006 von +3,2 Prozent läge.

Angetrieben wird der globale Aufschwung laut den Ökonomen von China, unterstützt durch die nur geringe Betroffenheit von der Finanzkrise und einem massiven Konjunkturprogramm. Die Wirtschaft der USA und der Euro-Zone profitierten von den Konjunkturpaketen, der Belebung des Welthandels, der Lagerbildung bei den Unternehmen und der Stabilisierung des Immobilienmarktes.

USA schlägt Euro-Zone

Die USA werden nach OECD-Einschätzung in allen Jahren wirtschaftlich stärker wachsen als die Euro-Zone: Das Minus fällt 2009 in den USA mit 2,5 Prozent deutlich niedriger aus, das Plus 2010 mit 2,5 Prozent und 2011 mit 2,8 Prozent deutlich höher.

Die Wirtschaft der 16 Euro-Staaten werde hingegen heuer um 4,0 Prozent schrumpfen und 2010 um nur 0,9 Prozent zulegen. 2011 sollte es ein Wachstum von 1,7 Prozent geben.

Auch der OECD-Raum insgesamt schneidet besser ab als die Euro- Zone: Die Wirtschaft schrumpft gemäss der Prognose in diesem Jahr nur um 3,5 Prozent und wächst 2010 um 1,9 Prozent beziehungsweise 2011 um 2,5 Prozent. Zur OECD mit Hauptsitz in Paris gehören weltweit 30 Länder, die sich zu Demokratie und Marktwirtschaft bekennen, darunter auch die Schweiz.

(etr/sda)

Erstellt: 19.11.2009, 15:38 Uhr

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