Wendet sich China vom Dollar ab?
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Euro-Dollar-Kurs
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Der Euro ist zum Wochenbeginn im fernöstlichen Devisenhandel auf ein neues 14-Monats-Hoch gestiegen. Ein Bericht über die Absicht Chinas, den Anteil von Euro und Yen an seinen Devisenreserven zu erhöhen, hatte zu Verkäufen beim Dollar geführt. So stieg der Euro am Vormittag in Tokio bis auf 1.5064 Dollar, gab später aber wieder nach. In japanischer Währung wurden für den Euro 137.90 Yen gezahlt. Der Dollar notierte bei 91.69 Yen. Der Franken notierte bei 1.0064 Franken je Dollar und bei 1.5137 Franken je Euro.
Der Euro hatte Ende letzte Woche erstmals seit 14 Monaten wieder die Marke von 1,50 Dollar geknackt. Die starke Gemeinschaftswährung stelle für manche Firmen, die im Dollarraum aktiv sind, ein Problem dar.
Starke Währung Brasiliens
Als weitere Gründe für die Dollar-Schwäche gelten unter anderem die extrem niedrigen Zinsen in den USA, die Anlagen in anderen Währungen attraktiver machen, aber auch das US-Haushaltsdefizit. Zudem wird immer wieder darüber spekuliert, dass der Dollar in einigen Jahren oder Jahrzehnten seinen Status als Leitwährung verlieren könnte.
Auch gegenüber anderen Währungen steht der Dollar teils massiv unter Druck. So verlor die US-Währung im Laufe des Jahres mehr als 40 Prozent gegenüber dem brasilianischen Real. In Russland wird der Sinkflug des Dollars ebenfalls mit Sorge betrachtet.
Verbilligt Öl
Positiv ist, dass der starke Euro die Preisrallye am Rohölmarkt dämpft. Der Ölpreis stieg letzte Woche mit 81,37 Dollar je Barrel zeitweise auf den höchsten Stand des Jahres. Zu Jahresbeginn war Öl noch halb so teuer.
Der Grund für die Preisrallye: Niedrige Zinsen und die Schwäche der US-Währung locken zur Anlage in Sachwerten wie Gold oder Öl. Als weiterer Auslöser gelten gute Quartalszahlen von US-Unternehmen. Falls sich die Weltwirtschaft erholt, würde auch der Ölverbrauch wieder anziehen. (cpm/sda)
Erstellt: 26.10.2009, 09:09 Uhr
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