Wirtschaft
Wer 2010 auf eine Lohnerhöhung hoffen darf
Aktualisiert am 30.10.2009 3 Kommentare
Erwartete Lohnerhöhungen in der Schweiz für 2010
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Die UBS-Ökonomen rechnen mit einer Teuerung von 0,7 Prozent. Das frisst die erwartete durchschnittliche Erhöhung der Nominallöhne praktisch weg, und dem Lohnempfänger bleiben real gerade mal 0,1 Prozent mehr, wie die am Freitag veröffentlichte Umfrage der UBS bei 250 Arbeitgebern zeigt.
Besser sieht es im laufenden Jahr aus: 2009 stiegen die Gehälter nominal noch um 2,2 Prozent. Weil die Preise im Jahresdurchschnitt schätzungsweise um 0,4 Prozent zurückgehen, beträgt die Reallohnsteigerung gar 2,6 Prozent.
Unternehmensdienstleister top
Im kommenden Jahr sind die Aussichten für Mitarbeiter der Unternehmensdienstleister am besten: Sie dürften laut UBS-Studie nominal 1,5 Prozent mehr verdienen. In der Lebensmittelbranche steigen die Löhne um 1,2 Prozent.
Ein Prozent Gehalt mehr auf dem Konto findet sich laut den UBS- Forschern unter anderem in der Finanzindustrie, in der Chemie, im Gesundheitswesen, beim Staat und in der IT- und Telecombranche.
Pharma- und Detailhandelsmitarbeiter bekommen 0,8 Prozent mehr. In den industriellen oder industrienahen Sektoren, so bei der Metallverarbeitung, im Maschinenbau und der Energiebranche, steigen die Löhne um 0,5 Prozent. Tourismusangestellte erhalten 0,3 Prozent mehr Gehalt.
Leer gehen die Beschäftigten in der Uhrenindustrie und der Textilbranche sowie in den Medien aus.
Notfalls Lohnsenkungen
Wegen der Wirtschaftskrise und den Problemen am Arbeitsmarkt würden viele Firmen die Löhne nicht erhöhen - oder gar senken, wie das in einzelnen Firmen der Textilbranche, des Maschinenbaus und in den Medien der Fall sein könnte. Diese Nominallohnsenkungen betragen im Schnitt 5 Prozent und sollen sich auf die Dauer eines Jahres beschränken.
Mehr Gehalt schütten jene Firmen aus, die von der prognostizierten Konjunkturerholung schneller profitieren. Die UBS rechnet für 2010 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent.
Weil der Arbeitmarkt der Konjunktur traditionell hinterherhinkt, dürfte die Arbeitslosigkeit hingegen von derzeit knapp 4 Prozent auf durchschnittlich 5 Prozent steigen. (bru/sda/)
Erstellt: 30.10.2009, 15:45 Uhr
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3 Kommentare
Mit dem durch die Lohndoemperschwemme ermoeglichten Lohndruck ist nicht mehr der Reallohn und die Nominalrente (Realrente abzueglich Inflation und Boersengaemblingverluste der "Verwalter" der Abschmelzbillionen) der Lohnsklaven gesichert, sondern das "Risiko"kapital und sogar auch die immer exorbitantere Fettung der Aktionaere.... Antworten



Loulou Klusmat
Wenn man bedenkt was die Uhrenindustrie in den letzten Jahren an Milliarden verdient hat (zuvorderst die Swatch und ihre Tochtergesellschaften) ist es eine Frechheit dass die Arbeitnehmer leer ausgehen sollen! Eine schöne Geste wäre wenn Konzern- + Geschäftsleitung (sie verdienen eh mehr als genug!!!) auf ihre Boni verzichten und diese den Arbeitnehmern zukommen lassen Antworten