Wirtschaft

Wie lange dauert die Börsenkrise noch?

Aktualisiert am 24.02.2009 33 Kommentare

Die aktuelle Börsenbaisse ist bereits die vierte ihrer Art in den letzten 100 Jahren. Ein Blick auf die vergangenen Krisen zeigt, wie lange die Welt wohl noch auf steigende Kurse warten muss.

Indikator: Die drei grossen Börsencrashs der letzten 100 Jahre.

www.dshort.com

Wenn es kommt, wie nach der Ölkrise Anfang der 1970-er Jahre, dann dürfen wir hoffen – damals begann der Dow Jones nach gut 20 Monaten wieder anzuziehen. Und jetzt lahmt die Börse bereits seit gut 16 Monaten. Das zeigt eine Grafik des Finanzdienstes DShort, die die Daten der drei grossen Börsencrashes der letzten 100 Jahre darstellt. Noch vier Monate also, dann wäre das Kurstief ausgestanden.

Schneller wird es, so legt der Blick in die Vergangenheit nahe, nicht gehen – möglicherweise sogar noch länger. Heftiger als 1973 traf es die Börse in New York nämlich in der Krise von 1929. Die Kurse sackten bereits im März ab; der richtige Börsencrash folgte dann am «Schwarzen Donnerstag» am 24. Oktober. Ähnlich erging es den Indizes auch dieses Mal: Bereits seit dem vierten Quartal 2007 zeigten sie nach unten, nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers am 15. September 2008 folgte der grosse Absturz. Die Baisse ging bekanntlich als Great Depression in die Geschichte ein. Folgt die aktuelle Krise der Vorlage von vor 80 Jahren, müssen wir uns auf ein längeres Tief gefasst machen. Ganze 34 Monate blieben die Kurse damals im Keller – analog müssten wir dieses Mal also noch 14 Monate auf eine Erholung an den Börsen warten.

Irgendwo zwischen vier und 14 Monaten also dürfte es dauern, bis die Börse sich wieder erholt. Gütermarkt und Arbeitsmarkt folgen meist mit einer Verzögerung von mehreren Monaten. (oku)

Erstellt: 24.02.2009, 18:22 Uhr

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33 Kommentare

Jean M. Seronez

24.02.2009, 15:01 Uhr
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Ein bisschen eine komische Analyse des Tagesanzeigers. Natürlich haben wir Konjunkturzyklen, aber die Gründe für jene sind sehr verschieden. Noch nie in der Geschichte war die Welt so vernetzt und deshalb existieren viele interedependente Wechselsysteme. Eines sollte klar sein: Immobilienkrisen sind hartnäckig, sehr hartnäckig...und da gibts keine Erholung im US-Markt - bisher. Antworten


Robert Herz

24.02.2009, 16:29 Uhr
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Nachdem es sich bei der gegenwärtigen Krise wie bei den früheren auch eher um ein kollektiv-emotionales Problem handelt (den generellen Verlust des Vertrauens), sind wahrscheinlich auch eher emotionale Parameter für die Umkehr ausschlaggebend. Ich glaube, erst wenn wir nicht mehr drauf warten, dass es wieder aufwärts geht, kommt die Wende. Antworten



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